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Killerspiele

"Medienkompetenz auszubilden ist ein ganz großer Irrweg" - ein Erfahrungsbericht vom Symposium "Spielewelten der Zukunft"

01.10.2008 09:33 Uhr
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"Spielewelten der Zukunft" hieß die Veranstaltung, zu der das Europäische Informations-Zentrum Thüringen am Mittwoch und Donnerstag letzter Woche eingeladen hatte. "Klasse", dachte sich PC Games, "Das klingt vorwärtsgewandt, progressiv, optimistisch! Da müssen wir hin!"


Fasco: "Medienpädagogen sehen sich nicht als Drogenkofferträger der 70er Jahre!"

Auch Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt zeigte sich erbost über Spitzers Bemerkungen zur Medienkompetenz. "Medienpädagogen sehen sich nicht als Drogenkofferträger der 70er Jahre", so der Erfurter Behördenleiter. Er sei "enttäuscht, wenn man diese Arbeit nicht schätze". Professor Helmut Lukesch vom Institut für experimentelle Psychologie in Regensburg stärkte dem medienpädagogischen Ansatz ebenfalls den Rücken: "Medienpädagogisch gebildete Lehrer können viel erreichen."

Patrice Chazerand über das europäische PEGI-System

Patrice Chazerand Patrice Chazerand Bei "Spiele 2.0 - Alternativen zu Gewaltspielen", einem der abschließenden Workshops, gaben sich die Jugendschützer Europas ein Stelldichein. Patrice Chezerand, Generalsekretär der Interactive Software Federation of Europe, stellte das europäische Jugendschutzsystem PEGI vor, das mittlerweile 9.841 Titel getestet hat, von denen nur vier Prozent eine "über 18"-Einschätzung bekamen. Bei PEGI müssen Publisher die angepeilte Jugendfreigabe angeben, die Behörde testet dann stichprobenartig und gibt das Produkt frei. Entspricht das fertige Produkt nicht der Freigabe oder gibt es berechtigte Beschwerden von Käufern, so kommen auf den Publisher hohe Strafen zu. Auch bei Erweiterungen oder Patches muss der Publisher darauf achten, dass sie sich innerhalb der vergebenen Jugendschutzgrenzen bewegen.

Die USK, die BPjM und GTA 4

Lidia Grashof Lidia Grashof Lidia Grashof berichtete ausführlich über die Arbeit der deutschen USK und verfolgte den Kassenschlager Grand Theft Auto 4 Schritt für Schritt durch die deutschen Jugendschutzbehörden. Die BPjM, so Grashof, habe in diesem Prozess die Möglichkeit gehabt, GTA 4 zu indizieren. Demnach liefe Pfeiffers Kritik an der USK und sein Eintreten für die BPjM ins Leere. Generelle Kritik am angeblich gewaltverherrlichenden Medium Computerspiel wies Grashof voll und ganz zurück. Nur 1,5 Prozent der getesteten Spiele würden indiziert, 44 Prozent kämen gar ohne Alterseinschränkung in den Handel.

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01.10.2008 09:33 Uhr
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02.10.2008 18:25 Uhr
Zitat: (Original von robby23 am 01.10.2008 12:12)
Also dieses PEGI-System halte ich für absoluten Schrott.
Außerdem muss bei diesem System erst etwas (schlimmes) passieren damit etwas geändert wird. Danke, darauf kann ich verzichten.

Das würde ja bedeuten, dass es eine Kausalität zwischen Medien und realer…
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02.10.2008 17:52 Uhr
Zitat: (Original von HanFred am 01.10.2008 10:19)
die seiten dürften ruhig etwas länger sein. 


In der Tat.  
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02.10.2008 13:47 Uhr
Herr Pfeife(r) will ja das die BPJM mehr "macht" bekommt, gut soll sie kriegen, die würden kein bisschen mehr indizieren als jetzt.. mal sehen was der dann sagt, vermutlich prüft dann die BPJM zu lasch und er soll entscheiden was indiziert wird oder nicht

allerdings hat er auch recht, mehr ganztagsschulen wären defintiv nicht schlecht,

und GTA 4 hätte auch meiner ansicht nach indiziert werden müssen..