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Killerspiel-Kritiker Christian Pfeiffer empfiehlt: Rugby statt GTA 4, World of Warcraft ab 18 Jahren

30.01.2009 12:41 Uhr
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Prof. Christian Pfeiffer
Bildquelle: kfn.de Prof. Christian Pfeiffer Bildquelle: kfn.de Eigentlich hat er ja nichts dagegen, wenn es hier und da rüpelhaft zur Sache geht. Schlimm seien lediglich Spiele "mit solch exzessiven Gewaltorgien, wie man sie bei Der Pate und Grand Theft Auto 4 sieht." Professor Christian Pfeiffer bleibt hart mit seinen Verbotsforderungen, wenn es um Härte in interaktiven Unterhaltungsmedien geht. Im Interview mit International Games Magazine (IGM, Ausgabe 01/2009) holt er zum Paukenschlag aus. Und nennt Rugby als gute Alternative. Der "exzessiven Gewalt" wegen.

Im Manne schlummere nun mal "ein hohes Potenzial an Selbstverteidigungsfähigkeit", aus "Arterhaltungsgründen". Aggression müsse abgerufen werden, mit Ballsport, nicht am Computer: "Diese Kampfbereitschaft der Jungen kann man dadurch auffangen, dass man ihnen in Ganztagsschulen nachmittags Rugby anbietet. Ein exzessiver Gewalt-Männersport, wunderbar in den Rollen und im Austobungspotenzial." Videospiele seien in diesem Zusammenhang "überflüssig wie ein Kropf."

Natürlich behaupte die Spiele-Industrie Gegenteiliges, "Gewaltexzesse in Computerspielen hätten keine gewaltsteigernde Wirkung, und stützt das mit gekaufter Forschung." Aktuell in seinem Visier: World of Warcraft, Pfeiffer fordert den USK-18-Stempel. "[...] in der aktuellen Version werden Menschen getötet, und dann kommt die Aufforderung, Ratten zu fangen, damit diese die Körper abnagen. Es gibt Folterszenen, es werden Splitterbomben eingesetzt", begründet er seine These.

Wir haben unsere World of Warcraft-Experten zum Thema befragt. Der Kern der Aussage sei kein falscher, die Formulierung aber übertrieben gewählt. "Ja, die Quest mit den Affenbabys empfand ich persönlich als fies", meint Nadine Wangler von PC Games WoW. Und differenziert: "Trotzdem halte ich die Formulierung 'mit Elektroschocks gequält‘ für übertrieben. Man soll die Affen pieksen, mit einem Stöckchen, es macht 'wusch‘, das Baby fiepst. Das war's. [...] Von Folter kann hier keine Rede sein."

Patrick Stiegel (PC Games WoW) urteilt objektiv: "Die Rattenfänger-Quest findet tatsächlich in der Einführung des Todesritters statt. Allerdings sollte man erwähnen, dass der Spieler durch eine Geschichte geführt wird, in der er als Diener des Lich Königs das Böse repräsentiert. Am Ende der Einführung sagt sich der Spieler vom Lich König ab." Nichtsdestotrotz, die derzeitige Freigabe "ab 12 Jahren" sollte die USK laut Stiegel überdenken. "Einige Gewaltszenen haben mich schon in der Beta-Version zu Denken gegeben."

Am Ende bleibt die Tatsache, dass sich ein Fünkchen Wahrheit auch in manch Pfeiffer'scher These versteckt. Versteckt unter einem Hammer, gemeißelt aus pauschalisierenden, harschen Formulierungen. Die jüngste Vergangenheit zeichnete ein solches Bild, ein schonungsloses und von Härte geprägtes. Im Vordergrund standen Verbote, keine Alternativen, Wörter wie "verstümmeln", "zersägen" und "Menschenrechtsverletzung". Im IGM-Interview geht es auch um "Ganztagsschulen", "Wissensvermittlung" und "Erhöhung von Freizeitangeboten in Deutschland". Aber diese Worte verstecken sich noch. Vielleicht steht uns in Zukunft eine Diskussion bevor, die ihren Namen zurecht trägt.

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30.01.2009 12:41 Uhr
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17.03.2009 13:12 Uhr
Kam nicht erst letztens bei Quarks&Co. oder so, dass man Wut usw. nicht an nen kissen oder so auslassen soll?
Man solle so den Umgang damit lernen...
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04.02.2009 20:59 Uhr
Zitat: (Original von TheChicky am 04.02.2009 11:56)
Zitat: (Original von Zapfenbaer am 02.02.2009 18:07)


Über diesen Punkt (ob es sich schon um Leben handelt) könnte man sich endlos streiten ... ich vertrete die andere Seite. Ich messe beispielsweise einem Kalb deutlich mehr Selbstbewußtsein zu als einem Embryo, dennoch verspeise ich es kaltblütig.  


Dann würdest du Demenzkranke wie meine Oma, Komapatienten, und diverse geistig Behinderte oder kleine Babys auch alle vernaschen? Glaub nämlich nicht, dass die mehr Selbstbewusstsein als ein Kalb haben... Alter Menschenfresser 


Tja, das kommt ganz auf die Zubereitung an ... als Junggeselle kann ich sagen, daß man altes Fleisch am besten mit viel Senf genießt. 

Aber es dürfte klar sein, worum es geht. Ich habe hier nicht Moral und Ethik diskutiert, sondern lediglich den Frauen das Recht zugebilligt, selbst entscheiden zu dürfen. Ich hoffe, Du kannst das akzeptieren. Im Gegenzug würde ich mich bereit erklären, Deine Meinung in Bezug auf World In Conflict zu akzeptieren, obwohl mir das schwerfällt.  
Erfahrener Benutzer
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04.02.2009 20:07 Uhr
Zitat: (Original von TheChicky am 04.02.2009 11:50)
wo kämen wir hin, wenn man alle Menschen, denen es dreckig geht und keine Perspektive haben, einfach umbringen könnte und dann auch noch selbstgerecht glauben, wir tun ihnen dabei was gutes?!?

PS: Du wirst es nicht glauben, aber es gibt die Möglichkeit der Freigabe zur Adoption für für Babys. Und diverse staatliche und kirchliche Einrichtungen, die sich erstaunlicherweise um solche Fälle kümmern. Is nicht optimal, aber irgendwie besser als tot zu sein.

Es mag dir ja nicht gefallen, aber es gibt einen Unterschied zwischen Menschen und Embryonen im Frühstadium. Das macht dann auch den ganzen "schönen" Zynismus wieder zunichte.
"Besser als tot zu sein" ist auch nicht ganz treffend, er/sie/es hat nie angefangen (als Mensch) zu Leben.
"Was wäre wenn man dich abtreiben würde", ja, persönlich betroffen zu sein ist natürlich der beste Ratgeber um objektiv und uneigennützig eine Entscheidung zu treffen die sehr viele Menschen betrifft, deswegen lassen wir immer noch die Opfer über die Täter richten.... oh halt, falsches Zeitalter.
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04.02.2009 14:14 Uhr
Zitat: (Original von papaabg am 04.02.2009 13:47)
Zitat: (Original von Hoshifighter am 04.02.2009 13:27)

Dann werde ich mal "am guten orientieren" erklären. Wie schon so oft gesagt, einer muss bei Cowboy und Indianer nun mal der Böse sein. Die Geschichte geht aber immer für den Helden gut aus. Die Kinder schießen nicht aus niederen Motiven aufeinander, wie etwa Gier, Neid, Rassismus oder um ihr Land zu vergrößern. Sie kennen die negativen Hintergrünnde für die Schusswechsel einfach nicht. Also kann dieses Negative ihnen keine Grundlage oder Rechtfertigung für die Handlung liefern.

Woher willst Du wissen das Kinder die Hintergründe nicht kennen? Was ist denn das für eine Behauptung. Woher bitte willst Du das wissen. Kannst Du Dir eventuell vorstellen das einige Eltern Ihren Kindern schon mal vor der Schule etwas vermitteln. Also von daher.......
  Kennst Du eventuell, den Byzantinischen Kaiser Basileus. Der war ein Held, aber was für einer. Nur hat der "Gute" tausende Männer blenden lassen. Nicht immer ist ein Held ein "Guter". Das liegt immer im Auge des Betrachters. Achja ich hab schon Kinder gesehen die haben Bankraub nachgespielt, die haben sich drum gestritten wer die Bankräuber miemen darf. Die Kiddis sind nicht immer so unwissend wie man sich das vlt. vorstellt.   Beim Bankraub wissen auch Kinder um was es geht!!


Ich glaube das hat hier einfach keinen Sinn, weiterzumachen. Sie werden wohl immer weiter irgendwelche Ausnahmen und Verdrehungen suchen. Vielleicht hab ich nicht so viel Erfahrung mit Kindern wie Sie, aber meine Erfahrung als Kind selbst liegen nicht allzu weit zurück.

Wenn Kinder mit einem roten Tuch Stierkampf spielen, glauben Sie, dass die Kinder wissen, dass der Stier am Ende stirbt und dabei nur totgehetzt wird? Würde dann überhaupt jemand den Stier spielen wollen? Würde jemand Indianer spielen wollen, wenn er wüsste, dass er ohnehin erschossen, erhängt, vergiftet, vertrieben, betrogen oder vergewaltigt wird?
Würde so viele Kinder Ritter und Burgfräulein spielen wollen, wenn sie wüssten, dass man damals mit Pest, Unterernährung und Gestank wochelang in irgendeiner kalten, feuchten Burg ausharren musste? GARANTIERT nicht! Und selbst wenn Sie das ihren Kinder vermitteln, die werden das mit ihren Freunden beherzt ignorieren und in ihrem Spiel nur das Gute glorifizieren: Heldentum, Mut, Ehre und Stärke. Selbst die Sache mit dem Bankraub. Die Kinder wissen nicht, dass sie jemand anderem damit schaden (also den Bestohlenen, nicht den "erschossenen" Polizisten, Wächtern etc.).
Irgendwann sind sie dann zu alt für solche Spiele und dann setzt die Prägung durch unsere Gesellschaft an. Erst dann lernen sie die Hintergründe für ihre ganzen Spiele kennen. Ihre Welt wird entzaubert und sie müssen sich neu orientiern. Und in dieser Neuorientierung kann es fatale Folgen haben, wenn Nico Bellic zu den Vorbildern gehört. Wenn man dann aber erst mal wieder in der "neuen Welt" Fuß gefasst hat, dann kann man sich auch Gewalt-Computerspielen widmen.
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
04.02.2009 13:47 Uhr
Zitat: (Original von Hoshifighter am 04.02.2009 13:27)

Dann werde ich mal "am guten orientieren" erklären. Wie schon so oft gesagt, einer muss bei Cowboy und Indianer nun mal der Böse sein. Die Geschichte geht aber immer für den Helden gut aus. Die Kinder schießen nicht aus niederen Motiven aufeinander, wie etwa Gier, Neid, Rassismus oder um ihr Land zu vergrößern. Sie kennen die negativen Hintergrünnde für die Schusswechsel einfach nicht. Also kann dieses Negative ihnen keine Grundlage oder Rechtfertigung für die Handlung liefern.

Woher willst Du wissen das Kinder die Hintergründe nicht kennen? Was ist denn das für eine Behauptung. Woher bitte willst Du das wissen. Kannst Du Dir eventuell vorstellen das einige Eltern Ihren Kindern schon mal vor der Schule etwas vermitteln. Also von daher.......
  Kennst Du eventuell, den Byzantinischen Kaiser Basileus. Der war ein Held, aber was für einer. Nur hat der "Gute" tausende Männer blenden lassen. Nicht immer ist ein Held ein "Guter". Das liegt immer im Auge des Betrachters. Achja ich hab schon Kinder gesehen die haben Bankraub nachgespielt, die haben sich drum gestritten wer die Bankräuber miemen darf. Die Kiddis sind nicht immer so unwissend wie man sich das vlt. vorstellt.   Beim Bankraub wissen auch Kinder um was es geht!!

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