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Killerspiele

Ich wähle keine Spielekiller: Eine Nachricht vom Witcher-Spieldesigner

09.09.2008 17:30 Uhr
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Neu
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Hier spricht Michal Madej mit Felix Schütz auf der vergangenen E3 - ebenfalls über Gewalt in The Witcher. Hier spricht Michal Madej mit Felix Schütz auf der vergangenen E3 - ebenfalls über Gewalt in The Witcher. Michal Madej, Designer vom Rollenspiel The Witcher, hat unsere Aktion "Ich wähle keine Spielekiller" verfolgt und seine eigene Meinung zu dem Thema. Was der bekannte Entwickler dazu zu sagen hat, lesen Sie hier:

"Menschen neigen dazu, Dingen die Schuld zu geben, die Sie nicht verstehen. Anstatt die wirklichen Probleme zu lösen, ziehen Sie es vor, irgendjemandem oder irgendetwas zu beschuldigen. Das ist viel einfacher und gleichzeitig der Ursprung von Rassismus, Nationalismus und anderen Formen der Intoleranz. Eltern, Lehrer, Politiker - sie alle wollen keine Verantwortung für Kinder und Jugendliche übernehmen. Stattdessen geben sie Computerspielen die Schuld - Computerspielen, die sie nicht verstehen.

Momentan ist das wohl eines der beliebtesten Vorurteile. In einer TV-Sendung fragte mich ein junger Reporter einmal folgendes: "Es ist allgemein bekannt, dass Videospiele die Jugend verderben - wie fühlen Sie sich da als Spielentwickler?" Ich antwortete: "Es ist allgemein bekannt, dass die Medien lügen - wie fühlen Sie sich da als Journalist?" Es sind die Medien, die gedankenlos irgendwelche Slogans wiedergeben und damit das Bild der "gefährlichen Spiele" zeichnen, ohne auch nur das Geringste über das Thema zu wissen.

Ich will damit nicht sagen, dass jedes Spiel für jede Altersgruppe geeignet ist. Wir Spielentwickler unternehmen alles Erdenkliche, um die PEGI bei der Klassifizierung zu unterstützen und auf bedenkliche Inhalte hinzuweisen. Noch immer tun uns Eltern in dieser Hinsicht nicht gleich - stattdessen kaufen sie ein Spiel für 50 Euro und freuen sich darüber, dass ihr Kind ihnen ein paar Stunden nicht auf die Nerven geht. Die Zensur wurde für faule Leute erfunden, die denken, das Fernsehen, Spiele und die Medien ihre Kinder erziehen. Nein! Es ist deren Aufgabe, ihre Kinder zu erziehen - Zeit mit ihnen zu verbringen, Bücher mit ihnen zu lesen und vor allem Videospiele mit ihnen zu spielen!"

Michal Madej
Lead Designer von The Witcher

Auf der nächsten Seite finden Sie das englische Original.

Alles zur Aktion "Ich wähle keine Spielekiller":
Die Aktion
Pressestimmen zur Aktion

Print-Chefredakteurin
Moderation
09.09.2008 17:30 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Benutzer
Bewertung: 0
16.09.2008 10:07 Uhr
Zitat: (Original von JulianKupsch am 09.09.2008 18:14)
Trotzdem darf man auf keinen Fall AUSSSCHLIEßEN, dass brutale Spiele mit gewissen Möglichkeiten Aggressionen und Gewalt hervorrufen KÖNNTEN! Auch wenn das dann vielleicht nur der "Auslöser" für andere Probleme ist(Stress mit Eltern, Schule, fehlendes…
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
10.09.2008 10:22 Uhr
danke, dass das mal so gesagt wurde!

nicht computerspiele machen kinder "böse"
oder gewaltverherrlichend....

eltern, kindheit & erziehung formen einen
menschen!

einfach wegzuschauen, die schuld auf andere
schieben, während man selbst nie daheim ist
und nur arbeitet... ist eindeutig zu einfach.

LEUTE denkt nach, vor allem für die nächste
generation!

DANKE, mfg,
-
IXS
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.09.2008 07:32 Uhr
Es sind doch nicht nur die "Killerspiele" , bei denen unsere Politik versagt, sondern das Dilemma geht über die gesamte innenpolitische Bandbreite...

Im selben Land kann es z.B. sein, dass ein Türke, der 30 Jahre in D lebt, seine Angehörigen nicht nach Deutschland holen kann, während ein anderer einfach…