Günther Beckstein zum Thema Alkohol: "Fahrtüchtig mit knapp 2 Promille"
Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU)
Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein vertritt die Meinung, dass man nach zwei Maß Bier noch Auto fahren kann. Er empfiehlt allerdings eine Wartezeit von sechs bis sieben Stunden. "Wenn man die zwei Maß in sechs, sieben Stunden auf dem Oktoberfest trinkt, ist es noch möglich. Natürlich nicht, wenn man die zwei Maß in zwei Stunden trinkt." Bei Fahranfängern unterstützt er allerdings die Null-Promille-Grenze. Man dürfe aber nicht den Genuss eines Glases Bier oder Wein verteufeln.
Zwei Maß Bier (rund vier normale Bier) ergeben bei einem 70 kg schweren Mann übrigens rund 1,7 Promille - bei einem Alkoholgehalt von 5,5 Prozent. Der Abbau des Blutalkohols geht bei jedem Menschen unterschiedlich schnell. In Deutschland muss man bereits ab 0,5 Promille mit einer Geldstrafe in Höhe von 250 Euro und einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.
Laut einer weiteren Pressemitteilung erteilt Beckstein einer Anhebung des Mindestalters für die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken auf 18 Jahre eine Absage - mit der Begründung, dass "Jugendliche die notwendige persönliche und soziale Kompetenz im Umgang mit Alkohol schrittweise erwerben sollen." Diese Einstellung vertritt der CSU-Politiker nicht bei den so genannten Killerspielen. Hier fordert die CSU, in Person des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot. Zwar beklagt Herrmann, dass 18-jährige Computerspiele an 17-, 16-, 15-jährige weitergeben, fordert aber indes kein Herstellungsverbot für Alkohol und Tabakwaren.Hier geschieht gleiches. Erhält ein Minderjähriger im Supermarkt keinen Alkohol, fragt er einfach einen Volljährigen.
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Allerdings muss man auch die Aussagen seiner Kollegen sehen, die sogenannte "Killerspiele" mit Kinderpornographie gleichsetzen.
Es zeigt sich halt immer wieder, dass Politiker meistens nur dahinblubbern ohne wirklich fundiertes Wissen zu besitzen. Dies trifft auch in diesem Fall zu! Weiterhin sei erwähnt, dass all die Rechenbeispiele die hier diskutiert wurden total überflüssig sind, wenn man sich die Gesetze zum Thema Alkohol und Straßenverkehr betrachtet!
Auch die Aussagen über Alkoholgenuss in Verbindung mit Essen sind leider nicht vollkommen richtig.
Zum fahren eines Fahrzeuges unter Alkohol- oder Drogeneinfluss:
Zitat:"Strafbar ist das Führen eines Fahrzeuges, obwohl der Fahrzeugführer das Fahrzeug infolge von Alkoholeinfluss oder Drogen nicht sicher führen kann."
Hierbei sind nicht 0,5 Promille sondern 0,3 Promille BAK(Blut-Alkohol-Konzentration) ausschlaggebend. In bestimmten Fällen gilt sogar eine BAK >0,0 Promille!
Wenn man also 2 Maß trinkt und nach 7 Stunden Auto fährt und "Ausfallerscheinungen" (hier meint der Gesetzgeber nicht langsamere Reaktionen, auch Verringerung von Hemmungen schnell zu fahren zählen) hat, so begeht man bereits eine Straftat nach §316 StGB! Kommt dann noch Gefährdung (z.B. Missachtung der Vorfahrt) oder Sachschaden (z.B. abfahren eines Außenspiegels eines stehenden Pkws) so erfüllt man auch noch die Straftat nach §315c!
Nebenbei die Gesetze gelten nicht nur für Autofahrer, auch Fahrradfahrer und selbst Fußgänger können srafbare Handlungen nach §316 und 315c StGB begehen.
Zum viel diskutierten Abbau von Alkohol im Blut:
Medizinisch ist bewiesen, dass das Trinken auf nüchternen Magen schneller zum Rausch führt, als das Trinken in Verbindung mit oder nach einer kräftigen Mahlzeit.
Jedoch ist die Resorption (Alkoholaufnahme) geringfügig von Alter, Geschlecht oder Körperstatur abhängig.
So benötigt die Aufnahme von Schnaps 5 Minuten, die von Bier 10 Minuten, bei nüchternen Magen,
Die Aufnahme von Alkohol mit oder nach einer kräftigen Mahlzeit 30 bis 90 Minuten.
Für die Entwicklung der BAK gibt es Tabellen, wobei bei diesen die Trinkfolge zwischen 10-30 Minuten für ein Glas Bier (0,33l) liegt.
Somit ist die Aussage des Herrn Beckstein absolut untragbar und meiner Ansicht nach, auch in einem leicht berauschten Zustand getroffen worden!
Prost
R23
Ich würde eher sagen Herr Beckstein ist das perfekte Beispiel für die meisten Politiker. Er bekommt es halt nur nicht hin, diplomatisch und wortgewand solche Sachen zu verschleien und von daher kommt das so plump und unbeholfen rüber, wie in der News aufgeführt.
Aber Doppelmoral ist kein Punkt den er als Politiker oder seine Partei, alleine gepachtet hat.
MfG
ja, ich weiß schon, beckstein ist der nemesis der killerspiele usw..., trotzdem ist es ein weiteres beispiel des trends zu offtopic-news auf pcg...