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Killerspiele

Gewaltspiele: Bayerisches Kabinett beschließt Stärkung der Medienkompetenz

17.03.2009 16:27 Uhr
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Nach dem verheerenden Amoklauf in Winnenden vor gut einer Woche, kommt es erneut zu einer regen Diskussion um die so genannten Killerspiele. Bayern wagt einen ersten Vorstoß und gibt Pläne zur Stärkung der Medienkompetenz bekannt.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte bis zuletzt ein Verbot so genannter 'Killerspiele'. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte bis zuletzt ein Verbot so genannter "Killerspiele". Besonders Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach sich in der jüngsten Vergangenheit für ein Verbot gewalthaltiger Spiele aus, die FDP-Bayern wiederum bezeichnete den Vorstoß als "blinden Aktionismus". Die Jungen Liberalen forderten von ihrer Mutterpartei, einem Verbot von "Killerspielen" in keinem Fall zuzustimmen. Sie bezeichneten es als "Gesellschaftspolitik einer Staatspartei."

Bereits am gestrigen Montag sprach Phoenix-Reporter Christoph Minhoff mit Sebastian Edathy, dem Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschuss der SPD und Joachim Herrmann, dem Innenminister Bayerns. Sollten Sie diese Sendung verpasst haben, gibt's den Stream auf phoenix.de. Ein Zitat von Herrn Herrmann: "Nachts spielen die Kinder Killerspiele, und morgens sollen es die Schulpsychologen wieder richten."

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) rief in diesem Zusammenhang zur Besonnenheit auf. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) dazu: Man dürfe seiner Meinung nach nicht jeden Tag eine Olympiade der Vorschläge abhalten. Am vergangenen Samstag meinte er jedoch noch: "Das (diskutierte Verbot, Anm. d. Red.) ist ein Punkt, den ich auf jeden Fall für nötig halte."

Die FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß appellierte an Herrmann, seinen Verbotsaktionismus sein zu lassen. Sie spricht sich dafür aus, die Medienkompetenz von Schülern und Eltern durch mehr Bildung zu stärken. Ferner mahnte Sie: "Dieses tragische Geschehen ist kein Anlass, um politische Stimmung zu machen."

Soweit die bisherigen Meinungen und Meldungen aus der Politik. Aus der heutigen Kabinettssitzung der bayerischen Regierung geht jedoch folgender Maßnahmen-Katalog hervor: Die "Stärkung der Medienkompetenz". Es werde in Bayern eine Projektgruppe eingesetzt, mit dem Ziel, die in Bayern bestehenden Maßnahmen zur Stärkung eines reflektierenden Umgangs mit Computerspielen und anderen Medien wo nötig zu ergänzen.

Die Zahl pädagogisch und kulturell wertvoller Spiele sei in diesem Zusammenhang zu steigern. Ferner legte die Staatsregierung einen Fördertopf für junge Spielentwickler auf. Er böte die Chance, dass Entwicklerpotenzial für qualitativ hochwertige Inhalte zu stärken. Die bayerische Regierung werde gezielt in den Dialo mit der deutschen Spielewirtschaft treten, um die Verantwortung im Sinne eines kinder- und jugendgerechten Angebotes einzufordern.

Wenn Sie selbst ebenfalls ein Zeichen setzen wollen, dann hält der Online-Versandhändler 3D Supply ein zeitlich begrenztes Schmankerl für Sie bereit. Bis zum 20. März gibt es das "Ich wähle keine Spielekiller"-T-Shirts für 0 Euro. Lediglich die Versandgebühren in Höhe von 6,90 Euro fallen an. 2009 ist ein Wahljahr, Sie haben eine Stimme. Nutzen Sie diese.

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Online-Redakteur
Moderation
17.03.2009 16:27 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
18.03.2009 20:00 Uhr
Zitat: (Original von ggallin1 am 18.03.2009 00:37)
...


Herzlichen Glückwunsch. Du hast gerade meine eigene Kindheit auf den Punkt gebracht. Dem gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

Grüße,

Flo (Baujahr '78)
Benutzer
Bewertung: 0
18.03.2009 12:31 Uhr
@ ggallin1

ich bin baujahr 72 und genau so,wie du es beschrieben hast, erlebe ich es auch... netter post!
p.s.: wir haben frueher sogar mit erbsen auf uns geschossen....und es hat spass gemacht 
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
18.03.2009 11:44 Uhr
Ich bin angenehm überrascht. Wenn jetzt nicht noch irgendwelche sinnlosen Verbots- und Ächtungsforderungen nachgeschoben werden, ist das ein positiver Ansatz. Gegen die Stärkung der Medienkompetenz bei Kindern und Jugendlichen ist nichts einzuwenden, gegen die Förderung junger deutscher Spieleentwickler und…