Gewaltspiele: Bayerisches Kabinett beschließt Stärkung der Medienkompetenz
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte bis zuletzt ein Verbot so genannter "Killerspiele".
Besonders Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sprach sich in der jüngsten Vergangenheit für ein Verbot gewalthaltiger Spiele aus, die FDP-Bayern wiederum bezeichnete den Vorstoß als "blinden Aktionismus". Die Jungen Liberalen forderten von ihrer Mutterpartei, einem Verbot von "Killerspielen" in keinem Fall zuzustimmen. Sie bezeichneten es als "Gesellschaftspolitik einer Staatspartei."
Bereits am gestrigen Montag sprach Phoenix-Reporter Christoph Minhoff mit Sebastian Edathy, dem Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschuss der SPD und Joachim Herrmann, dem Innenminister Bayerns. Sollten Sie diese Sendung verpasst haben, gibt's den Stream auf phoenix.de. Ein Zitat von Herrn Herrmann: "Nachts spielen die Kinder Killerspiele, und morgens sollen es die Schulpsychologen wieder richten."
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) rief in diesem Zusammenhang zur Besonnenheit auf. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) dazu: Man dürfe seiner Meinung nach nicht jeden Tag eine Olympiade der Vorschläge abhalten. Am vergangenen Samstag meinte er jedoch noch: "Das (diskutierte Verbot, Anm. d. Red.) ist ein Punkt, den ich auf jeden Fall für nötig halte."
Die FDP-Generalsekretärin Miriam Gruß appellierte an Herrmann, seinen Verbotsaktionismus sein zu lassen. Sie spricht sich dafür aus, die Medienkompetenz von Schülern und Eltern durch mehr Bildung zu stärken. Ferner mahnte Sie: "Dieses tragische Geschehen ist kein Anlass, um politische Stimmung zu machen."
Soweit die bisherigen Meinungen und Meldungen aus der Politik. Aus der heutigen Kabinettssitzung der bayerischen Regierung geht jedoch folgender Maßnahmen-Katalog hervor: Die "Stärkung der Medienkompetenz". Es werde in Bayern eine Projektgruppe eingesetzt, mit dem Ziel, die in Bayern bestehenden Maßnahmen zur Stärkung eines reflektierenden Umgangs mit Computerspielen und anderen Medien wo nötig zu ergänzen.
Die Zahl pädagogisch und kulturell wertvoller Spiele sei in diesem Zusammenhang zu steigern. Ferner legte die Staatsregierung einen Fördertopf für junge Spielentwickler auf. Er böte die Chance, dass Entwicklerpotenzial für qualitativ hochwertige Inhalte zu stärken. Die bayerische Regierung werde gezielt in den Dialo mit der deutschen Spielewirtschaft treten, um die Verantwortung im Sinne eines kinder- und jugendgerechten Angebotes einzufordern.
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Herzlichen Glückwunsch. Du hast gerade meine eigene Kindheit auf den Punkt gebracht. Dem gibt es eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.
Grüße,
Flo (Baujahr '78)
ich bin baujahr 72 und genau so,wie du es beschrieben hast, erlebe ich es auch... netter post!
p.s.: wir haben frueher sogar mit erbsen auf uns geschossen....und es hat spass gemacht
Sicherlich wird die internationale Karawane der Spieleentwickler weiterziehen ohne sich sehr um Bayern zu kümmern. Dennoch wird hier m.E. endlich mal am richtigen Punkt angesetzt, nämlich der realen Kindererziehung.
Politiker = spielen keine Killerspiele = kriegen nicht allzu viele Steuern daraus = verbieten es selbstverstaendlich.
Sagt dir die Mehrwertsteuer mit 19 % etwas? Mit jedem verkauften 50 € Spiel verdient der Statt 9,50 € für den Staatshaushalt....
ich bin 77er bauhjahr und hatte eine sehr gute erziehung, nicht zu streng, aber auch nicht zu locker, ich denke das war die art von erziehung, die sich die politiker heutzutage wünschen, die eltern waren rund um die uhr für uns da, wir spielten zwar auch c64 spiele, aber der grossteil der freizeit spielte sich draussen ab und jetzt zum interessanten teil, wie lief unser jahr so ab?? zu fast jeder jahreszeit wurde fussball auf dem hartplatz gespielt, im frühjahr wurde gezeltet, wir haben uns pfeil und bogen, holzpistolen und zwisteln gebaut und auf zielscheiben geschossen, räuber und gendarm gespielt, lager gebaut und gegen andere jungs verteidigt, mit den ersten funkgeräten ausgerüstet wurde die gruppe koordiniert und andere zeltlager überfallen und man liebte es sich in hohem grass zu tarnen und zu verstecken. im sommer war kirmes angesagt, wir waren nur an der schiessbude und zwar alle kumpels aus meinem dorf und schossen auf hasen und andere sachen, dann gings mit dem kirmesgeld vom opa an den verkaufswagen wo es spritzpistolen in allen variation gab, ich kaufte mir eine in form einer schrotflinte und es wurden wieder 2 gruppen gebildet die sich bekämpften. wir haben aus luftballons "wasserhandgranaten gebaut" das machte riessen spass. zu dieser zeit waren damals noch sehr viele us truppen bei uns stationiert, es war für uns das grösste wenn eine panzerkolonne durchs kaff fuhr und der bordschütze kaugummis aus dem panzer warf, das waren unsere helden, bei den zahlreichen übungen bei uns im wald waren wir immer wilkommen und durften sogar mal selbst in einen panzer einsteigen, wir waren sehr stolz und haben uns gefreut wie ein schneekönig. wir sammelten patronenhülsen und überhaupt alles was wir armymässig in die finger kriegen konnten. so weit ich damals weiss, hat unsre liebe bundeswehr damals kräftig die werbetrommel gerührt und hats schon damals auf kinder abgesehen, wenn bei uns regelmässig reservistenübungen stattfanden. wir bekamen poster mit kampfhubschraubern drauf, marschverpflegung usw. krieg spielen war völlig normal und alle, alle meine kumpels haben es getan, im winter wurde lego gespielt, was bauten wir damit?? kampfhubschrauber und panzer, wir spielten mit den plastikarmymännchen krieg und bauten flugzeug und kriegsschiffmodelle. an sylvester haben wir irgendwelche briefkästen oder andere dinge gesprengt und hatten rucksackweise böller dabei. bei uns spielten die jungs entweder sportarten oder einen grossteil der zeit kriegsspiele und das hat auch schon mein bruder und die generation zuvor so gemacht. was machte den reiz damals aus krieg zu spielen?? ich denke es steckte und steckt in jedem normalen jugendlichen und keiner kann etwas dagegen machen, warum auch, es ist das normalste von der welt, die mädchen spielen mit ihren puppen, die jungs spielen ab und zu krieg. warum heute "killerspiele" so beliebt sind?? ganz klare antwort.... wir sind jetzt zu erwachsen um mit armymännchen und mit wasserspritzpistolen zu spielen, wir finden in den killerspielen all das, was wir auch damals schon als kinder lernten und liebten. nehmen wir als beispiel mal einen egoshooter alla far cry. laut unserem lieben innenminister hermann, der im kindesalter wahrscheinlich eher bei den mädles mit puppen spielte, geht es bei solchen "killerspielen" ja immer nur ums reine töten. also nehmen wir an, wir müssen einen vor uns liegenden stützpunkt infiltrieren. was geht jetzt in mir vor, ich geniesse in erster linie die beeindruckende grafik und fühle mich ein bisschen zurückversetzt in meine kindheit, als wir mit unseren holzpistolen durchs hohe gras schlichen und uns gegenseitig abschossen. ich plane meine taktik, schleiche mich durchs dickicht, verstecke mich, probier möglichst selbst nicht getroffen zu werden, ziele, schiesse, koordiniere meinen angriff, wie wir es auch damals schon als kinder in unzähligen spielen gespielt haben. wir finden also all diese spielkomponenten von früher auch in modernen computerspielen wieder. so normal es für kinder ist, krieg zu spielen, so normal ist es für junge erwachsene "killerspiele" zu spielen, das erklärt auch warum so viele menschen dieses hobby ausüben. eltern haben die verantwortung zu prüfen wie, wo und mit was ihre kinder ihre freizeit verbringen, dazu gehört auch, zu prüfen was sich auf den computern befindet und ob diese programme altersgerecht sind. durch ein generelles verbot von "killerspielen" nehmt ihr liebe politiker, tausenden von menschen, die verantwortungsbewusst mit dem medium umgehen und das sind fast alle, ihr hobby weg und das hat nichts mehr mit einer demokratie zu tun....
ihr wollt dinge verbieten, die nicht mal nachweislich gefährlich sind, alkohol, der nachweislich jährlich tausende von menschenleben in deutschland fordert, ist immer noch erlaubt und da hört spätestens die diskussion um "killerspiele" auf, denn die sind nicht im entferntesten so gefährlich. ausserdem bildet der staat nicht tagtäglich neue jugendliche an der waffe aus um sein land zu verteidigen???? ist das nicht weitaus gefährlicher als "killerspiele".....???? ende der diskussion