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Killerspiele

Bayerns Innenminister bläst zum Angriff auf die USK und will Killerspiele weiterhin verbieten

07.04.2010 15:20 Uhr
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Die USK sei zu großzügig, Killerspiele müssen verboten werden und Eltern könnten aus Zeitmangel oftmals nicht verhindern, dass ihre Kinder Spiele für Erwachsene spielen. Joachim Herrmann (CSU) bekärftigt seine Forderung aus dem letzten Jahr.

Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern fordert weiterhin ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot sogenannter Killerspiele. Joachim Herrmann (CSU), Innenminister von Bayern fordert weiterhin ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot sogenannter Killerspiele. Joachim Herrmann, Innenminister von Bayern, trat auf der Webseite abgeordnetenwatch.de erneut für seine Äußerung ein, Computerspiele könne man sehr wohl mit Kinderpornografie und Drogen vergleichen. Er wollte vor allem aufrütteln, so Herrmann. „Denn während Drogenkonsum in unserer Gesellschaft mit Recht nicht akzeptiert ist und Kinderpornografie allgemein auf Verabscheuung stößt, werden die Gewaltorgien auf Computerbildschirmen in ihren Auswirkungen leider von Vielen verharmlost und schön geredet.“ Darüber hinaus sei es ein falsche Behauptung, es gäbe keine wissenschaftlichen Erkentnisse über die schädliche Wirkung gewalthaltiger Computerspiele. „Zwischenzeitlich gibt es zahlreiche Untersuchungen anerkannter Wissenschaftler aus der Medienwirkungsforschung und den Neurowissenschaften, wonach die Gewaltbereitschaft steigt und die Fähigkeit sinkt, Mitleid zu empfinden, je intensiver jemand gewalthaltige Computerspiele spielt“, so Herrmann. Der CSU-Politiker zieht Dr. Manfred Spitzer, Leiter der Klinik für Psychiatrie am Universitätsklinikum Ulm als Beispiel heran. Dieser habe gesagt, dass Spiele tiefe Spuren im Herin hinterlassen. „Es gibt viel Gewalt, es gibt keine Alternativen zu Gewalt, sie tut nicht weh, und ich komme davon. Wenn ich das 200.000 Mal multimedial lerne, dann habe ich das intus“, zitiert Herrmann Dr. Spitzer.

Man könne die Tatsache nicht wegdiskutieren, dass fast alle Täter der Amokläufen in Deutschland im Besitz der sogenannten Killerspiele waren. „Als Politiker und Innenminister, der ich tagtäglich mit der zunehmenden Gewalt gerade auch junger Menschen zu tun habe, können mich diese Forschungsergebnisse nicht kalt lassen. Ich trage auch Verantwortung für meine häufig auch noch jungen Polizeibeamten, die bei ihrer täglichen Arbeit selbst Opfer von Gewalt werden“, erläutert Herrmann.

Joachim Herrmann fordert daher weiterhin ein Herstellungs-und Verbreitungsverbot für Killerspiele. Die momentane Regelung nach § 131 Strafgesetzbuch (StGB) gehe ihm nicht weit genug, denn mit Ausnahme weniger Beschlagnahmen laufe dieser Strafbestand bei Computerspielen leer. „Die Ursache liegt vor allem in der nach meiner Ansicht viel zu großzügigen Kennzeichnungspraxis der Unterhaltungssoftware-Selbstkontrolle (USK). Ein Spiel, das von der USK einmal für den Markt freigegeben worden ist – dazu reicht die Kennzeichnung "keine Jugendfreigabe" aus –, kann nach der derzeitigen Rechtslage nicht mehr von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert werden.“ Somit entfalle jede Möglichkeit der Strafverfolgung. Somit werde Tür und Tor für „höchst problematische, gewalthaltige Spiele in Deutschland“ geöffnet.

Eltern nimmt Herrmann hingegen in Schutz, schließlich hätten diese oftmals keine Zeit zu verhindern, dass Kinder und Jugendliche in den Besitz von Spielen mit der Kennzeichnung „keine Jugendfreigabe“ kämen, sagte Herrmann zum Thema Killerspiele auf abgeordnetenwatch.de.

Online-Redakteur
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07.04.2010 15:20 Uhr
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Erfahrener Benutzer
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19.06.2010 19:42 Uhr
Und Eltern haben ebensowenig Zeit, zu verhindern, daß ihre Kinder Drogen nehmen oder sich fragwürdig politisch orientieren - also verbieten wir doch direkt Drogen und Nazis und alles, was Kindern sonst noch schaden kann.

Wie meinen? "Drogen werden in unserer Gesellschaft mit Recht nicht akzeptiert"? Vor…
a
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
19.06.2010 18:38 Uhr
du hast recht aber worauf ich hinaus kommen will ist das es kinder gibt die rauchen und alkohol trinken ich habe sicherlich ein dutzend nein eine million mal was gegen killerspiele gehört nie was aber über zigaretten glückspiele pornos oder alkohol gehört warum wohl dreimal dürft ihr es eratten weil sie es eben selber machen warum grad killerspiele weil sicherlich kein politiker killerspiele spielen
Community Officer
Bewertung: 0
07.06.2010 10:09 Uhr
Aber ab einem bestimmten Alter hat ein Mensch nun mal soviel Erfahrung gesammelt, sodass er sich von bspw. Gewalt in Computerspielen weniger beeinflussen lässt. Sicher kann das von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, jedoch gehören grade Jugendliche und Kinder in dem Bereich der unerfahrenen Konsumenten…