Amoklauf von Winnenden: N-TV mit ersten fehlerhaften Counter-Strike-Berichten
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Der Nachrichten-Sender N-TV springt nach dem gestrigen Amoklauf in Winnenden als erstes auf den Zug der Verunglimpfung von Computerspielen auf.
So zeigte der Fernsehsender um 10:48 Uhr das Spiel Counter-Strike Source mithilfe eines Youtube-Videos. Verantwortlich für die Auswahl war der Netz-Reporter Moritz Wedel. Das Problem: Er präsentierte ein Video, das den Ego-Shooter mit einem nicht offiziell abgesegneten Extrem-Mod zeigt. Blut spritzt darin literweise. In der Beschreibung des Videos wird explizit darauf hingewiesen, dass hier ein so genannter Blut-Patch zum Einsatz kommt. Dass Counter-Strike Source so in Deutschland nicht erhältlich ist, wird bei N-TV nicht erwähnt. Die Berichterstattung legte den Fokus auf die Szenen nach Minute 1:36.
Im Gegensatz dazu steht die Berichterstattung des WDR-Magazins Hart aber Fair. Dort zeigte man ein Video der original in Deutschland erhältlichen Version von Counter-Strike Source.
Um 12:30 Uhr tritt die Polizei von Baden-Würtemberg an die Öffentlichkeit. In der Pressekonferenz soll es erste handfeste Details zu den Gründen der Tat geben.
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Wird das dann auch in Frage gestellt?
Wohl kaum
ICh bin mittlerweile ja auch altgenug um Alleine zu entscheiden und ich muß mal erlich sagen. Irgenwo passiert ein amok lauf und der Täter war ein anänger von EGO Shootern oder Ähnliches. Aber was die nicht wissen weil sie so ignorant sind und es sich hier im Effekthascherei auf kosten der Harmlosesten bewohner der Bundesrepulik handet finde ich diese Verunglimpfung die Spieler Community durch medien und Politik unerhört.
Ausserdem Glaube ich so langsam das von den bis jetzt noch keiner eine Waffe in der Hand hatte oder gar auf einen menschen schießen musste.
Ergo wer also bis an die Zähne bewaffnetin eine Schule geht und wahllos umher ballert bei dem haben Eltern, Lehrer, Politiker und alle die,die die spieler Verunglimpfen extrem viel mist gebaut. Da kann da Computerspiel nicht der ausschlaggebene Punkt sein und vorallem nicht die Ursache. Die Fragen die sich aufwerfen sind:
1. Wo hat er die Waffen und die Munition her? gibts nich an jeder Ecke zu kaufen.
2. Wer hat ihm gezeigt wie man da mit richtig um geht? Wird im Spiel nicht gezeigt und ich weiß noch nict wie ich meine Dienstwaffe mit de Maus streuern kann.
3. Hat keiner vorher was gemerkt? Neigte der Amokläufer vorher zur gewalt?
Deswegen also glaube ich nicht das Computerspiele schuld sind.
in diesem sinne
bis bald
http://www.youtube.com/wa...
Natürlich dürfen sie das. Die USK-Einstufungen gelten doch nur für den Handel, nicht für den Konsumenten. Oder bin ich da falsch informiert?
Ausserdem muss man solche Spiele nicht zwangsläufig selber spielen um sich in diese Diskussion einzuschalten. Versetz dich in die Lage eins 15-Jährigen, dem solche Spiele von seinen Eltern verboten werden, und dann kommt der grosse böse Pfeiffer und gibt seinen Eltern auch noch Recht. Frechheit!
Zuguterletzt solltest du auch nicht vergessen, dass es genug Actionspiele mit einer 16er oder sogar einer 12er-Freigabe gibt.
Das sehe ich ein wenig anders. Spiele mit explizit fragwürdigen Inhalten wie zB Manhunt, sind nun nicht gerade die Regel. Die Masse an Shootern setzt Gewaltdarstellung maximal als Stilmittel ein, und deren Anwendung wird immer irgendwie gerechtfertigt. * Vergleich das mal mit Filmen wie Saw oder Hostel, um nur mal die prominentesten Beispiel zu nennen. Deren vordergründige Intention ist es, den Zuschauer mit möglichst drastisch und realistisch dargestellter Grausamkeint und Brutalität zu schocken bzw zu unterhalten. Und wir sprechen hier nicht von irgendwelchen undergroundigen Low-Budget-Splatter-Movies, sondern von multi-Millionen-Dollar-Produktionen. Dieser Trend hat sich seit Jahren in Hollywood etabliert. Oder nimm Rapmusik, deren Inhalte sich gänzlich auf Sex, Gewalt und Drogen beschränken, ohne jede Art von Reflexion oder Relativierung. Oder Metal, dessen Texte sich zwischen Teufelsanbetung und Leichenschändung bewegen, auch komplett ohne Relativierung.
Ich finde jedenfalls nicht, dass Computerspiele in der Hinsicht eine so enorme Sonderstellung hätten, wie du behauptest. Das Argument Interaktion <-> passiver Konsum kann ich zwar gelten lassen aber wissen wir denn sicher, wie hoch dessen Stellenwert ist? Vielleicht spielt es gar keine sooo grosse Rolle. Horrorfilme und Heavy Metal waren schon mal dran, jetzt sind es halt Rapmusik und Computerspiele. Das gehört wohl zum Zeitgeist, dass es immer ein Feindbild geben muss.
* Ich möchte hierzu auf den wie immer grossartigen Kommentar von Jörg Luibl verweisen. Ich stimme ihm zwar nicht in allen Punkten zu, da ich finde, dass "stilvolle" Gewalt nicht zwangsläufig immer subtil sein muss, sondern ruhig auch mal in die Fresse sein darf. Aber im Grossen und Ganzen bringt es der Mann wie immer sehr gut auf den Punkt.
SSA
Warum wird das eigentlich ständig auf die CSU reduziert? Diese intolerante, blinde hau-drauf-Mentalität findet sich in der gesamten Union, nicht nur in Bayern. In der angesprochenen Sendung "Hart aber fair" hat sich der CDUler Wolfgang Bosbach perfekt in die Reihe der Schreihälse integriert und bei der Gelegenheit gleich ein neues Fass aufgemacht - man lese dazu [url=http://www.stern.de/unterhaltung/musik/:Winnenden-Wenn-Amok/657758.html]diesen sehr schönen Artikel[/url].
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Selbst den halbwegs gesitteten Austausch von Standpunkten bekommen viele Spieler oft nicht hin. Da schlägt häufig eine infantile Art durch, die nach dem System "Spiel A ist geil, Spiel B ist Mist, du ******!" arbeitet.
Was zum grossen Teil schlicht auf die fehlende Reife zurückzuführen ist. Viele Spieler sind noch nicht mal volljährig und verhalten sich auch dementsprechend. Glaubst du wenn irgendeine andere jugendlich geprägte Kultur oder Szene derart zur Zielscheibe der öffentlichen Kritk werden würde, dann würden die Reaktionen anders aussehen? Wenn sich die mediale und politische Öffentlichkeit plötzlich darauf einigt, dass Pokemon oder Heavy Metal das dinggewordene Böse ist, dann würde doch in den entsprechenden Foren auch der Teufel los sein und ähnlich infantil "diskutiert" werden.
Das grosse Problem ist einfach die fehlende Lobby. Wenn eine politische Partei oder eine andere organisierte Interessensgemeinschaft öffentlich an den Pranger gestellt wird, dann lässt man die Lobbyisten sprechen und nicht den neunmalklugen Stammtischbruder. Solange bei uns Gamern der Fokus nicht auf Vertreter der Fachpresse oder PR-Manager gelegt wird, sondern auf WoW-Suchtis und CS-Kiddies, wird in der Öffentlichkeit ein negatives Bild propagiert. Und das macht es wesentlich schwerer, seine Standpunkte zu vertreten und Verständnis zu schaffen, wie du es forderst.
SSA