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Amoklauf von Winnenden: "Far Cry 2 und Counter Strike haben den Tathergang beeinflusst"

17.09.2009 09:36 Uhr
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Der offizielle Gutachter macht Computerspiele mitverantwortlich für den Amoklauf von Winnenden. Sie hätten den Ablauf der Amoktat beeinflusst. Stark beeinflusst sogar.

Der Amoklauf von Winnenden ging Anfang 2009 durch alle Medien. Der Amoklauf von Winnenden ging Anfang 2009 durch alle Medien. Tim K. habe leidenschaftlich Counter Strike und Far Cry 2 gespielt. Letzteres schenkte ihm seine Mutter zu Weihnachten. Tim K. habe leidenschaftlich Counter Strike und Far Cry 2 gespielt. Letzteres schenkte ihm seine Mutter zu Weihnachten. Reinmar du Bois ist Kinder- und Jugendpsychiater. Er ist mitverantwortlich für das offizielle Gutachten zum Amoklauf von Winnenden. Tim K., 17 Jahre jung, tötete Anfang 2009 15 Menschen und richtete danach sich selbst. In dem Gutachten werden unter anderem so genannte Gewaltspiele aufgeführt. So hätten laut Spiegel Informationen zwei Ego-Shooter maßgeblich den Tathergang beeinflusst. "Du Bois teilt in seiner Expertise den Amoklauf in zwei Phasen ein. In der ersten Phase habe Tim K. seine Counter-Strike-Erfahrungen in die Realität umgesetzt: Seine Kleidung ähnelte jener der Spielfiguren, und scheinbar emotionslos tötete er die meisten seiner Opfer mit gezielten Kopfschüssen - in dem blutrünstigen Computerspiel wird dies besonders honoriert", so der Artikel des Spiegel. Du Bois wird weiter zitiert: "Seine spätere Flucht aus der Schule, bei der er einen weiteren Menschen erschießt, sowie der Geiselnahme eines unbeteiligten Autofahrer, den Tim K. mit vorgehaltener Pistole zu einer stundenlangen Irrfahrt zwingt, gleicht dem Gutachten zufolge 'dem Handlungsschema aus Far Cry 2‘. In einer Inhaltsangabe zu dem Spiel heißt es: 'Die zahlenmäßige Überlegenheit und Feuerkraft des Gegners kannst du nur durch List, Überrumplung, Täuschung und natürlich brutale Gewalt wettmachen‘". Nach dieser Tat sei K. wieder in der Realität aufgetaucht und habe sich selbst getötet, so du Bois. Seine Mutter schenkte dem 17-Jährigen Far Cry 2 zu Weihnachten.

Doch Reinmar du Bois sieht die Schuld nicht allein in den Gewaltspielen. Auch das Hobby seines Vaters, Schießen, habe dazu beigetragen, dass Tim K. die Gewalttat ausführte. Sein Vater erinnert sich: "Die Beretta lag ihm. Er hat sie gleich gemocht", gab er bei der Polizei zu Protokoll. Darüber hinaus haben Psychotherapeuten im Vorfeld versagt. So wurde nach fünf Sitzungen zwar der Verdacht auf "atypischen Autismus" ausgesprochen, eine "akute Eigen- oder Fremdgefährdung" habe man jedoch nicht analysieren können. In einem Abschlussgespräch mit den Eltern im September 2008 empfahl die Therapeutin, Tim K. weniger Filme und Spiele zu erlauben, die nicht für sein Alter freigegeben waren. Seine Mutter schenkte dem 17-Jährigen Far Cry 2 zu Weihnachten. Weihnachten 2008. Far Cry 2 erhielt von der USK die Einstufung "keine Jugendfreigabe".

Online-Redakteur
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17.09.2009 09:36 Uhr
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Benutzer
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25.09.2009 23:09 Uhr
Mit den öminösen "Inhaltsangaben" würde sich auch so mancher Politiker stafbar machen.

Der Text "und natürlich brutale Gewalt wettmachen" steht auf keinem offiziellen Cover von Far Cry 2 !
Es gibt zwar ein Cover auf dem es so abgebildet ist, allerdings handelt es sich dabei um ein Vorab-Cover, das nie und erst recht nicht im Deutschen Markt so angeboten wird und wurde !

Und dass Inhaltsangaben solcher art generell fürn A**** sind weiß jeder der schonmal im Kino war, ein Spiel gespielt hat oder ein Wahlprogramm durchgelesen hat.

Da hat mal jemand wieder super recherchiert. Stümper  

MFG
Benutzer
Bewertung: 0
22.09.2009 18:04 Uhr
Zitat: (Original von Vidaro;8184448)
bin mal gespannt was bei ihm der auslöser war.....
Die "Killerspiele" die er bei seinen Kollegen gezockt hat !!!   
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
21.09.2009 16:10 Uhr
übrigens kam heute raus dass im aktuellen amoklauf KEINE killerspiele oder Videos beim täter gefunden wurden!
bin mal gespannt was bei ihm der auslöser war.....
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
20.09.2009 12:13 Uhr
Die zentrale Schuld an derartigen Taten liegt einfach an dem sozialien Umfeld, wie Familie und Freundeskreis, Stand in der Gesellschaft, an der Erziehung und Prägung des Jeweiligen. Wenn da einiges in Schieflage gerät wurdert es wohl keinen, wenn jemand eine psyische Erkrankung entwckelt, besonders wenn er charakterlich durch die Erziehung und ähnliches eh schon sehr labil und anfällig für sowas ist. Gewaltspiele können nur leider eine Plattform sein auf der die Betroffenen ihre erkrankte Fantasie ausleben, letztlich bei dem Entschluss einen Amoklauf zumachen, es auch als Trainingslager nutzen. Aber das ist nunmal leider so, ein Verbot hilft da keinem. Schlimm ist das viele anerkannte Experten aus Politik, Medizin und Wissenschaft mittlerweile zu Hauf besteitigt haben, dass Gewaltspiel niemals ein GRUND/URSACHE für solche Amokläufe sind, dass aber vom grpoßen Teil der Politik einfach ignoriert wird. Ist ja auch irgendwie logisch..ein klassisches Phänomen, das wir zur jeder Zeit und bei jeder politischen Führung zu beobachten war, man suchte einen Sündenbock um ihm schnellstmöglich die Schuld für den Amoklauf (damals in Erfurt) zu geben...das Volk war traumatisiert und brauchte sowas...man weiß das die o. g. Probleme schwer zulösen sind und viee Zeit in Anspruch nehmen...bedauerlicherweise traf das mit dem "Fantasie ausleben" und "Trainingslager" leider bei dem Amokläufer aus Erfurt zu...hätte er nie ein Game in der Hand gehabt, wäre bis heute keiner auf Games gekommen...lächerlich ist auch, dass das Ganze bei den letzen drei Amokläufern garnicht zutraf, es aber von der Politik und den Medien gegenteilig sugeriert wird....
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
20.09.2009 11:49 Uhr
Zitat: (Original von Azrael-79;8177164)
Sicherlich ist es nicht gerade charakterbildend und gut für die soziale Interaktion wenn man von morgens bis abends nichts anderes macht, als Egoshooter zu spielen, aber entscheidend sind doch die Ursachen, die bei den Tätern zu Isolation, Verzweiflung, Wut & Hass führen. Der Zugang zu echten Waffen und deren regelmäßiger Gebrauch (z.B. Schützenvereine)ist viel eher zu verhindern, als eine Zensur von Unterhaltungssoftware.
Kein noch so "realitätsnahes" Spielerlebnis mit Maus und Tastatur trainiert einen im Umgang mit Schuswaffen...


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