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  • Monster in der Manege

    MISTKÄFER Den ekligen, schwarzen Viechern begegnen Sie von Anfang bis Ende. MISTKÄFER Den ekligen, schwarzen Viechern begegnen Sie von Anfang bis Ende. Was zeichnet einen soliden Ego-Shooter aus? Ausgeklügelte Rätsel? Eine Story mit epischen Ausmaßen? Unzählige Dialogzeilen? - Wohl kaum. Auch wenn Half-Life (d. V.) dem Genre mit eben solchen Elementen neue Impulse gegeben hat, so geht es doch letztlich nur um das Eine: Ballern, bis die Maustaste qualmt. Genau dies scheint die Stärke von Kiss: Psycho Circus zu sein.
    Meine Güte! Nimmt das denn gar kein Ende? - Dutzende von kopflosen Wesen kommen auf den Spieler zugestürmt und versuchen, mit Hilfe ihrer scharfen Riesenpranken in den Genuss eines saftigen Abendessens zu gelangen. Glücklicherweise befinden sich noch ein paar Waffen im Inventar, die den Plagegeistern rasch den Appetit verderben. Jetzt heißt es: Erbarmungslos draufhalten, damit das Monster-Schaschlik fertig angerichtet ist, bevor der nächste Schwall blutgieriger Kreaturen anrückt.
    Was zunächst wie eine 3D-Action-Version von Diablo erscheint, erweist sich nach ausgiebigem Beta-Test als genau dies: Eine simple, aber äußerst unterhaltsame Metzelorgie mit Heerscharen skurriler Monster, irrwitzigen Waffen und bizarren Schauplätzen. Zu Beginn haben Sie die Wahl zwischen vier verschiedenen Charakteren, die über jeweils unterschiedliche Fähigkeiten und Waffen verfügen. Schlüpfen Sie etwa in die Rolle des Dämonen, dann sehen Sie nicht nur aus wie Kiss-Bassist Gene Simmons, sondern können Ihren Gegnern auch gewaltige Feuerbälle entgegenschleudern. Jede der vier Figuren muss einen bestimmten Teil der gefährlichen Welt von Kiss: Psycho Circus durchlaufen, wobei nicht nur das Überleben zu Ihren Aufgaben gehört, sondern auch die Suche nach dem passenden Rockeroutfit, das Ihnen zusätzliche Stärke verleiht. In düsteren Kerkern, schummrigen Tempeln und an gottverlassenen Achterbahnhaltestellen suchen Sie nach silbernen Stiefeln mit Plateausohlen, schwarzglänzenden Handschuhen und natürlich nach Munition für Ihre Knarren. Diese haben kaum Zeit, ein wenig auszukühlen, denn nach jedem Massenangriff wild gewordener Mutantenköter folgt mit Sicherheit eine weitere Belästigung durch gastunfreundliche Bewohner jener Parallelwelten. So fliegen heimtückische Ballonwesen durch die nebelige Nachtluft und piesacken Sie mit ihrem feurigen Atem; oder ein debil grinsender Knilch beschießt Sie mit Kanonenkugeln, die es Ihnen sehr schwierig machen, näher heranzukommen und dem Kerl eine Ladung Schrot zu verpassen.
    Besonders clever sind diese Gegner freilich nicht, wobei keineswegs sicher ist, ob die Entwickler den Intelligenzquotienten ihrer Monster wenigstens noch in den zweistelligen Bereich hieven werden. Doch auch dumme Feinde können ganz schöne Probleme bereiten, nämlich dann, wenn sie in derart großer Zahl auftreten, dass fürs Nachladen der schweren Laserwumme keine Zeit bleibt. Glücklicherweise werden fünf Schwierigkeitsstufen angeboten, was weniger kampferprobten Spielern eine gute Chance einräumt, sich gegen Feuerteufel, Flatterdämonen und sonstige Störenfriede durchzusetzen. Atem schöpfen dürfen Sie in den kurzen Zwischensequenzen, die wesentlich zur bedrohlichen Atmosphäre des Spiels beitragen. Ebenfalls stimmungshebend ist das gruselige Ambiente der Landschaften und Innenräume, die allerdings in Ermangelung einer wegweisenden Technik wenige Details aufweisen. Aber wie das grafisch ebenfalls eher läppische Diablo 2 einen Heidenspaß macht, so könnte auch Psycho Circus ein enorm kurzweiliges Vergnügen werden. Wenn Sie Online-Partien lieben, dürfen Sie sich auf den Mehrspielermodus freuen, wobei der Schwerpunkt hier natürlich auf furiosen Deathmatches liegen wird. Kiss-Fans werden selbstverständlich ebenfalls nicht enttäuscht: Der Soundtrack enthält unter anderem zahlreiche Stücke der legendären Hardrocker, wobei diese allerdings erst zu hören sein werden, wenn Sie eine Jukebox mit Münzen gefüttert haben. Wohl dem, der dann das passende Kleingeld parat hat.

  • KISS: Psycho Circus - The Nightmare Child
    KISS: Psycho Circus - The Nightmare Child
    Publisher
    Take-Two Interactive
    Developer
    Third Law Interactive
    Release
    25.09.2000
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KISS: Psycho Circus - The Nightmare Child
Monster in der Manege
http://www.pcgames.de/KISS-Psycho-Circus-The-Nightmare-Child-Spiel-10791/News/Monster-in-der-Manege-4864/
07.03.2001
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