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Jugendschutz

Verschärfung des Jugendschutzes: Bundesrat billigt Erweiterung von Indizierungskriterien

13.06.2008 11:36 Uhr
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Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hatte ursprünglich auch den Einsatz jugendlicher Testkäufer geplant. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hatte ursprünglich auch den Einsatz jugendlicher Testkäufer geplant. Der Bundesrat hat in seiner 845. Sitzung heute das Erste Gesetz zur Änderung des Jugendschutzgesetzes besschlossen. Ziel der Gesetzesänderung ist eine Verschärfung des Jugendschutzes, um Jugendlichen den Zugang zu nach Auffassung des Gesetzgebers gewaltverherrlichenden Filmen und Computerspielen zu erschweren.

Nach dem tragischen Vorfall an einem Erfurter Gymnasium im Jahre 2002 wurde das Jugendschutzgesetz am 1. April 2003 umfassend geändert, nun werden diese Reglungen in vielen Punkten erneut erweitert.

Konkret bedeutet dies:

Künftig 1200 Quadratmillimeter groß: Die Alterskennzeichnung auf den Verpackungen von Datenträgern. Künftig 1200 Quadratmillimeter groß: Die Alterskennzeichnung auf den Verpackungen von Datenträgern. Die Alterskennzeichnung auf Datenträgern (CDs und DVDs) wird deutlicher - das größere FSK- bzw. USK-Logo prangt in einer Fläche von 1200 Qudratmillimeter auf den entsprechenden Medien. Davon betroffen sind auch Trägermedien - PC Games etwa hat schon mit der letzten Ausgabe die größere Kennzeichnung umgesetzt. Auf den Datenträgern selbst ist eine Mindestfläche von 250 Quadratmillimetern vorgesehen. Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware hatte diese Änderung und das Vorgehen kritisert.

Die Kriterien für eine Indizierung wurden erweitert. Waren bisher lediglich solche Spiele automatisch indiziert, die Gewalt oder Krieg verherrlichen, sind nun auch jene Spiele "betroffen, die "besonders realistische, grausame und reißerische Gewaltdarstellungen und Tötungshandlungen beinhalten, die das mediale Geschehen selbstzweckhaft beherrschen".

Das heute von der Ländervertretung beschlossene Gesetz finden Sie auch als PDF-Dokument unter dieser Meldung.

Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich war in diesem Artikel eine Gleichsetzung von Indizierung und Verbot enthalten. Diesen Fehler bitten wir zu entschuldigen. Eine Indizierung bedeutet nicht, dass ein Spiel verboten ist - lediglich Werbung und Auslage in für Minderjährigen zugänglichen Bereichen sind nicht gestattet.

Moderation
13.06.2008 11:36 Uhr
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16.06.2008 10:53 Uhr
Zitat: (Original von trinity_reloaded am 15.06.2008 21:48)
Zitat: (Original von CyclopGraz am 13.06.2008 14:32)

PS: @ Redaktion und Sternis: Findet ihr nicht, dass eure Reaktion auf auf alles was auch nur ansatzweise mit Urheberrechtsverletzung zu tun hat ein ganz klein wenig überzogen ist???

Er hat ja eigentlich nur darauf hingewiesen, dass eine verschärfung des Jugendschutzes mit sicherheit dazu führen wird, dass sich mehr Menschen das Theater das notwendig ist um ein Indiziertes Spiel legal zu beschaffen nicht mehr antun werden und sich folgedessen auf andere Arten der Beschaffung verlegen werden.

Der Hinweis das er dann entweder im Ausland bestellen oder eben in die Illegalität gehen würde ist ja kein Verbrechen! Die Spiele im Ausland zu bestellen erst recht nicht.


ich stimme dem 100%ig zu
seeeeeehr komische überreaktionen hier. wird in zukunft nunmal nicht anders gehen, kann man selbst ja nix dafür, wenn man zu solchen mitteln gezwungen wird.... 


Ich empfinde das zwar auch als eine Überreaktion gleich so eine Verwarnung zu erteilen, nur weil derjenige quasi lediglich seine Verzweiflung verkündet hat, aber man könnte hier auch eine Anstiftung/Aufforderung zum Raubkopieren interpretieren. Außerdem finde ich es nicht ok, nur weil diese Hammel von der Regierung unfähig sind, da sie unübersehbar Unschuldige (Volljährige) bestrafen, statt den Zielpersonen (Kinder & Jugendliche), um die es eigentlich dabei gehen sollte, zu helfen, dass die Gamer nun hergehen und wiederrum Unschuldige (Spielehersteller) dafür bestraft.

Zwar ist es auch nicht viel besser die Händler für das Versagen der Politiker zu bestrafen, aber ich finde das ist leider der mit Abstand beste Weg seinem Unmut Ausdruck zu verleihen, indem man eben nicht mehr in den Geschäften hier in Deutschland seine Spiele bezieht, sondern eben sich diese aus dem Ausland importieren lässt. Wenn die Händler dann gravierende Einnahmeeinbußen aufweisen, können diese ja dann Klage einreichen gegen dieses Gesetz bzw. Verschärfung des Gesetzes. Alles andere (Raubkopieren etc.) ist eindeutig weder legal noch legitim. Und mit legitim meine ich: wenn ihr möchtet, dass die Spielehersteller weiterhin Spiele herstellen, dann müsst ihr auch bereit sein die Spielehersteller dafür zu entlohnen, denn sonst wird es immer weniger Spiele für PC geben und dann habt ihr auch garnichts mehr, was ihr raubkopieren könnt  und kommt nicht mit der Ausrede "an mir würden die sowieso nichts verdienen, ich hätte dieses Spiel sowieso nicht gekauft", denn dann sage ich: SPIELT ES DANN GEFÄLLIGST AUCH NICHT! 
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Bewertung: 0
15.06.2008 21:48 Uhr
Zitat: (Original von CyclopGraz am 13.06.2008 14:32)

PS: @ Redaktion und Sternis: Findet ihr nicht, dass eure Reaktion auf auf alles was auch nur ansatzweise mit Urheberrechtsverletzung zu tun hat ein ganz klein wenig überzogen ist???

Er hat ja eigentlich nur darauf hingewiesen, dass eine verschärfung des Jugendschutzes mit sicherheit dazu führen wird, dass sich mehr Menschen das Theater das notwendig ist um ein Indiziertes Spiel legal zu beschaffen nicht mehr antun werden und sich folgedessen auf andere Arten der Beschaffung verlegen werden.

Der Hinweis das er dann entweder im Ausland bestellen oder eben in die Illegalität gehen würde ist ja kein Verbrechen! Die Spiele im Ausland zu bestellen erst recht nicht.


ich stimme dem 100%ig zu
seeeeeehr komische überreaktionen hier. wird in zukunft nunmal nicht anders gehen, kann man selbst ja nix dafür, wenn man zu solchen mitteln gezwungen wird.... 
Mitglied
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14.06.2008 13:19 Uhr
Zitat: (Original von Boesor am 13.06.2008 23:38)
Zitat: (Original von Cr4zYd0nG am 13.06.2008 22:17)


Verbote sind wie Gewalt...

...ihrer bedienen sich nur verzweifelte Menschen, die zu schwach und somit unfähig sind eine alternative Lösung zu finden.

Genaugenommen sind Verbote nichts anderes als Gewalt. (China)

Eine gute Erziehung erreicht man nicht durch Verbote - niemals - denn man erreicht sie nur mit Verständnis. Alles andere ist keine Erziehung, sondern eine Erzwingung.


Leider gehts beim Jugendschutz nicht um Erziehung und von China sollte man aus Gründen der Sachlichkeit schonmal gar nicht anfangen.
Der Staat kann kaum für Verständnis in diesem fall sorgen, das ist auch nicht seine Aufgabe, da müssen die Eltern ran.
Und im Fall des Versagens der Eltern haben wir (zum Glück) immer noch die staatlichen Verbote.

Es ist aber löblich, dass du Verbote in der Erziehung verdammst, mal sehen ob du ohne Verbote in der Erziehung später mal auskommen wirst


Hättest du vor gerademal 15 Jahren einen Erwachsenen befragt, ob es ok sei Kinder im angebrachten Maße auch mal "körperlich zu Züchtigen", dann hätten sicher 99% der Befragten diese Frage bejat - sicherlich denken Einige das heute noch, jedoch weiss man heute, dass nur wirklich sehr schwache und verzweifelte Erwachsene es nötig haben die zumeist körperlich unterlegenen Kinder zu schlagen, um ein bestimmtes Ziel durchzusetzen. Ich bin überzeugt, genauso ist es mit den Verboten. Man brauch einem Kind niemals etwas zu verbieten, wenn man es schafft dem Kind die Konsequenzen aus seinem Handeln zu vermitteln und das tolle ist, es klappt in jedem Bereich - egal wo, dieses Prinzip ist überall einsetzbar. Nenn mir ein Beispiel wo du deinem Kind etwas verbieten würdest und ich nenne dir Wege wie es auch ohne Verbote geht. Deshalb bin ich auch dafür, dass Kinder, die sich für gewalthaltige Spiele interessieren, diese auch spielen sollten. Klar gehe ich hier von einem geistig gesunden und selbstbewussten Kind aus. Mir ist auch klar, dass viele Kinder in einem "ungesunden" Umfeld aufwachsen, keine oder nur eine sehr schlechte Erziehung genossen haben oder sogar Traumatas und Neurosen aufweisen und dass dann derartige Spiele sich noch weiter schädlich auf die Entwicklung nicht nur auswirken können, sondern sich eindeutig auswirken, jedoch wird man solche Kinder niemals mit derartigen Verboten davon abbringen können diese verbotenen Handlungen zu begehen. Ich weiss, da könnte man Kindern auch erlauben zu rauchen und Drogen zu konsumieren etc., aber genau darum geht es, statt eine gewaltige Maschinerie rund um Verbote zu erzeugen und aufrecht zu erhalten, sollte man lieber Eltern bei der Erziehung unterstützen; auch die Lehrer und Erzieher in Kindergärten und Schülerhorten sollten diesbezüglich speziell entwickelte Ausbildungen absolvieren. Klar werden viele nun sagen "lol jaja der spinnt ja", aber nur weil die Zeit evtl. noch nicht reif für so einen Gedanken ist, halte ich trotzdem fest daran und bin mit jedem toten Baby/(Klein-)Kind in irgendeiner Mülltonne/Tiefkühlfach überzeugter den je davon, dass der Staat den überforderten Eltern helfen sollte und notfalls auch mit Gewalt, um Gewalt gegen unschuldige Mitbürger zu verhindern, anstatt sich um Verbote und deren Einhaltung zu kümmern. Man sollte eben das Problem an der Wurzel angehen bevor es sich noch weiter verwurzelt und nicht krampfhaft versuchen das Unkraut einfach weg zu schneiden, wenn es schon zu spät ist.
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14.06.2008 11:18 Uhr
ich sehe die verantwortung auch bei den erziehungsberechtigten, nich in der spieleindustrie.

ihr werdet vielleicht lachen, aber meiner meinung nach ist das zöllibat der katholischen kirche eine weitaus größere gefahr als computerspiele oder splatterfilme.

mann überlege sich mal wieviele priester es weltweit gibt, und wie oft mann von kindesmisshandlung im zudammenhang mit ihnen hört. und man halte sich vor augen, dass das nur eine dunkelziffer ist, da sich die opfer oftzmals so sehr schämen, dass sie nie darüber reden. trotzdem hört mann recht oft davon. und von welcher gattung gibts wohl mehrß zocker oder priester.

also ich persönlich find meine these gar nicht so weit hergeholt...
Mitglied
Bewertung: 0
14.06.2008 10:27 Uhr
Komplett Verboten werden die Spiele ja sowieso nicht und ob da jetzt noch mehr geschnitten wird als es sowieso schon der Fall ist ist doch auch wurst. Natürlich lässt sich darüber streiten ob bei einem USK 18 Titel Kürzungen gerechtfertigt sind oder nicht, aber mich betrifft das jetzt auch nicht so extrem bei den 1-2 Spielen die ich im Jahr kaufe. Mir persönlich ist eine deutsche Übersetzung wichtiger als Blut in einem Game. Ich gehör bestimmt nicht zu den Leuten die nicht ohne Blut in Shootern leben können. Wenn ganze Spielelemente rausgekürzt werden ist das schon scheisse, aber ich bin sowieso mehr der Zocker der keinen Wert auf Story und sowas legt 

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