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Unterscheidung zwischen realen & virtuellen "Killerspielen"

09.12.2005 14:48 Uhr
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Dr. Ursula von der Leyen Dr. Ursula von der Leyen Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen stellte auf einer Pressekonferenz erstmals von Regierungsseite klar, dass mit der Passage über "Killerspiele" im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD nicht nur reale Jagdspiele wie Paintball gemeint sind, sondern tatsächlich auch Computerspiele. Gegenteilige Gerüchte stützten sich unter anderem auf ältere Aussagen anderer Politiker.

Die Ministerin sprach sich gegen "virtuelle Killerspiele" aus, die "jungen Menschen vermitteln, dass Gewalt bei der Konfliktlösung völlig normal ist." Man wolle in Zusammenarbeit mit den Bundesländern eine gemeinsame Regelung bei der Festlegung von Altersbegrenzungen treffen, die "nicht mehr voreilig und in gutem Willen" ist. Wichtig sei jedoch auch Medienkompetenz der Eltern, lobt sie Initiativen wie "Schau hin! Was deine Kinder machen", die sich der Aufklärung verschreiben. Außerdem unterziehe die Regierung "reale Killerspiele, wo geschossen wird", einer genauen Überprüfung - im Zweifel drohen Gotcha und Co Verbote.

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Moderation
09.12.2005 14:48 Uhr
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Erfahrener Benutzer
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22.12.2005 23:57 Uhr
Ich kram den Thread ungern wieder raus, aber diesen Artikel aus der Sueddeutschen wollte ich Euch nicht vorenthalten. Mal eine erfrischende Herangehensweise an das Thema. Eine kurze Zusammenfassung, aber es lohnt sich den ganz zu lesen. Alleine schon wegen Pawlows Hund ^^

"Was fehlt, sind nicht neue Gesetze, sondern intelligentere und menschlichere Spiele."

Neben anderen guten Punkten wird erwähnt, dass Realismus höchstens bei den visuellen Reizen aufkommt. Aber die Übertragung von Aggression vom Spielebild auf den Spieler wird als blamabel simple Abbildungstheorie bezeichnet 

Es wird aber darauf hingewiesen, dass durch zu eintöniges Gameplay ("Eine Monotonie, die sich zudem in der Monotonie der ewig gleichen Bilder und Figuren-Choreographien aufs Erbärmlichste doppelt."), langweilig linearen Stories und ausgelutschten Spielideen sehr wohl Aggressivität entstehen kann.

"Es ist, wie der Kunsthistoriker Horst Bredekamp im SZ-Interview einmal ausführte: „Wenn Bilder die Netzhaut scheinbar körperlich bombardieren, dann sind Bilder nicht mehr losgelöste Dinge; vielmehr haben besonders markante Bilder dieselbe Kraft wie Schwerthiebe oder Faustschläge.“

Ein Spiel, das seinen Spieler traurig macht, ist ebenso aggressiv wie ein leichtfertig so genanntes Killerspiel, heißt das."

(genauso wie ein Spiel mit Bugs und mieser KI ^^ )

"Als die junge Comic-Industrie vor etwa 60 Jahren vor dem Problem ähnlicher Anfeindungen und fast derselben Monotonie ihrer Inhalte stand, versuchte man dieses Problem durch herbe Restriktion zu lösen. Es half nicht.

Die Comics kamen erst dann aus der Schmuddelecke, als man etwas einführte, das auch den Computerspielen von heute immer noch fast völlig abgeht: Empathie und menschliche Helden."

/edit das reale (und olympische) Killerspiel Fechten wird auch erwähnt *g*
Erfahrener Benutzer
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14.12.2005 21:07 Uhr
Ich würd ja an der Stelle gerne den Ausruf tätigen "Spieler aller Bundesländer vereinigt euch zum Widerstand gegen die irregeleitete Staatsgewalt!" Aber gegen was eine Unterschriftenaktion o.ä. starten wenn man, bzw. die Initiatoren des ganzen, nicht mal wissen was eigentlich gemacht werden soll.

Leider befürchte ich das wir einfach in einiger Zeit vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Soll heisen eines schönen Tages werden wir alle aufwachen in einer, von unserer "alles was wir nicht machen ist böse"-Regierung, weichgespülten Welt in der wir uns fröhlich in die Reihen der Ökos und strengen Christen eingliedern. Fröhlich trällernd geht es mit dem Bus zur Arbeit der sich wieder um 3 Stunden verspätet hat weil keiner vor dem anderen einsteigen wollte weil das ja als unhöflich gelten könnte. Dann wird, ähnlich einem Roboter, zum Mindestlohn eine Arbeit verrichtet die früher 5 Leute mit höherem Bildungsstand gemacht hätten. Nirgends liegt Dreck und alle tragen schöne bunte oder weiße Kleider damit ja keine depressive Stimmung aufkommt. Wer krank ist oder behindert kommt gleich ins Heim damit die gesunden und schönen Menschen auf keinen Fall traurig werden... moment ich schweife ab.

Was ich eigentlich sagen wollte: Sex, Killerspiele & Rock´n´Roll *headbang*

P.S.: SATAN!!!!
Erfahrener Benutzer
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12.12.2005 19:05 Uhr
Zitat: (Original von DevilSide am 12.12.2005 14:35)
Es spielen bei den Jugendlichen mehrere faktoren eine rolle zum Beispiel soziales umfeld und die Beziehung zu den Eltern und aufklärung durch die eltern. Ich denke nicht dass es an den Spielen liegt. Laut aussagen von Dr. Ursula von der Leyen, müsste fast jeder Jugendliche der ein solches spiel besitzt ein potenzieller amokläufer sein?!
Dann müssten auch Filme mit Gewaltinhalten verboten werden, oder auch Trickfilme die beinhalten zum größten Teil auch Gewalt, ja sogar Paulchen Panther.
Zudem wird dieses Verbot Arbeitsplätze kosten und eher der Wirtschaft schaden.
Wer diese Spiele spielen will wird dieses Verbot dann eh nicht jucken da man diese Spiele auch woanders her beziehen kann.
Gerade dieses Verbot kann bei vielen Jugendlichen einen größeren Reiz ausüben. Der Reiz des Verbotenen. Schlussvolgerung: Es wird trotzdem geballert mit dem "guten" Gefühl etwas illegales zu tun.
Im Grunde denke ich, dass jeder halbwegs normale Mensch Wirklichkeit von Spiel unterscheiden kann.
Ach eine Sache hab ich noch für die werte Frau Dr. Ursula von der Leyen. Angenommen ein Autofahrer der PSychisch nicht ganz da ist rast in eine gut besuchte Fußgängerzone?! Wird nu das Autofahren verboten?   


Nö, Autofahren nicht - aber NFS, GTA...

Dabei kann man auch das ja noch weiter exrapolieren: immer mehr Fouls im Fußball - Schluss mit FIFA und PES. Größenwahnsinnige Feldherren? Nicht möglich ohne Civ und Aoe. Mehr Sexualstraftaten? Larry auf den Index...  
Benutzer
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12.12.2005 16:28 Uhr
Zitat: (Original von DevilSide am 12.12.2005 14:35)
Ach eine Sache hab ich noch für die werte Frau Dr. Ursula von der Leyen. Angenommen ein Autofahrer der PSychisch nicht ganz da ist rast in eine gut besuchte Fußgängerzone?! Wird nu das Autofahren verboten?   


Das siehst du falsch. Die will ja nicht die waffen verbieten, sondern nur das, was uns dazu bringt, diese zu benutzen. So wie früher im 1 und 2 weltkriegt, die haben damals auch alle stundenlang cs als kinder gespielt. War schon immer so! Oder vllt. gabs damals keine gewalt? Und wenn, wie konnte die entstehen ohne KILLERSPIELE?

........:/

Da muss ich mal ebend drüber nachdenken.... :/

Bis gleich!  
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
12.12.2005 14:35 Uhr
Es spielen bei den Jugendlichen mehrere faktoren eine rolle zum Beispiel soziales umfeld und die Beziehung zu den Eltern und aufklärung durch die eltern. Ich denke nicht dass es an den Spielen liegt. Laut aussagen von Dr. Ursula von der Leyen, müsste fast jeder Jugendliche der ein solches spiel besitzt ein potenzieller amokläufer sein?!
Dann müssten auch Filme mit Gewaltinhalten verboten werden, oder auch Trickfilme die beinhalten zum größten Teil auch Gewalt, ja sogar Paulchen Panther.
Zudem wird dieses Verbot Arbeitsplätze kosten und eher der Wirtschaft schaden.
Wer diese Spiele spielen will wird dieses Verbot dann eh nicht jucken da man diese Spiele auch woanders her beziehen kann.
Gerade dieses Verbot kann bei vielen Jugendlichen einen größeren Reiz ausüben. Der Reiz des Verbotenen. Schlussvolgerung: Es wird trotzdem geballert mit dem "guten" Gefühl etwas illegales zu tun.
Im Grunde denke ich, dass jeder halbwegs normale Mensch Wirklichkeit von Spiel unterscheiden kann.
Ach eine Sache hab ich noch für die werte Frau Dr. Ursula von der Leyen. Angenommen ein Autofahrer der PSychisch nicht ganz da ist rast in eine gut besuchte Fußgängerzone?! Wird nu das Autofahren verboten?   

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