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Jugendschutz

US-Psychologe: "Gäbe es keine Gewaltspiele, würden Amokläufer Nazi-Bücher lesen"

09.10.2009 10:00 Uhr
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Der US-Psychologe Peter Langman spricht sich gegen ein Verbot so genannter Gewaltspiele aus. Die Amokläufer seien Psychopathen, Gewaltspiele tragen keine Schuld.

Amok im Kopf ist das neueste Buch von Peter Langman. Amok im Kopf ist das neueste Buch von Peter Langman. Peter Langman ist seit 20 Jahren Psychologe und hat sich auf jugendliche Patienten spezialisiert. Er untersuchte insgesamt zehn Fälle von so genannten "School Shooters" in den USA. Was sieht er als Ursache für derlei Amokläufe? Es sind nicht die Killerspiele. "Millionen von Teenagern beschäftigen sich in ihrer Freizeit mit Computerspielen und sind harmlos", so Langman. "Natürlich war jemand wie Eric Harris (einer der Amokläufer in der Columbine High-School, Anm. d. Red.) von gewalttätigen Spielen fasziniert, er liebte Doom, aber auch brutale Filme. Das war indes nicht die Ursache, sondern Folge seiner Erkrankung", so Langman weiter. Doch was wäre passiert, wenn die Politik derlei Spiele verboten hätte? "Wären diese Filme oder Spiele verboten, würden potentielle Amokläufer auf andere Medien ausweichen, beispielsweise auf Bücher über Nazis", sagt Langman im Interview mit Spiegel Online.

Laut Langman haben derlei Amokläufe nur wenig mit Mobbing, brutalen Computerspielen oder Problemen mit Frauen zu tun: "Diese Schüler-Amokläufer waren geistig krank - psychopathisch, psychotisch oder traumatisiert." So sei Eric Harris beispielsweise psychopathisch und sadistisch gewesen. Er wollte Mitmenschen Gewalt antun. Er hasste die Welt, die Zivilisation und war amoralisch. "Er wünschte sich, Gott oder wie ein Gott zu sein - über Leben zu bestimmen. In seinem Tagebuch schrieb er davon, wie er Hunderte von Bomben legt, Flugzeuge kapert und damit New York angreift. Das war weit vor dem 11. September", so Langman.

Kipland Phillip Kinkel, der am 21. Mai 1998 mehrere Schüler tötete und verletzte, habe zudem Stimmen gehört. Stimmen, die ihm einredeten, er müsse sich selbst oder andere töten. Ferner leiden, so Langman, viele der Täter an Schizophrenie und Paranoia. Kinkel habe sogar geglaubt, die US-Regierung würde Menschen Chips ins Gehirn pflanzen.

Online-Redakteur
Moderation
09.10.2009 10:00 Uhr
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Dein Kommentar
IXS
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
11.10.2009 07:18 Uhr
Was Computerspiele angeht, wer behauptet, dass sie die Ursache für Gewalt seien, sollte sich selber mal auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen.
Andersherum wird da eher ein Schuh draus, was man auch aus dem Artikel entnehmen kann:
Die Art wie jemand Spiele spielt, zeigt auf den geistigen Zustand…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
11.10.2009 05:52 Uhr
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
10.10.2009 11:06 Uhr
Zitat: (Original von Pyri;8231932)
Ich habe während meines Studiums der Geschichte schon viele Bücher über Nazis gelesen. Wo ist da also das Problem? Ich denke hier gibt es einfach nur Vorurteile über Vorurteile das Publikum von Spielen betreffend so
mal ganz ehrlich:
wie wärs, das ist jetzt nicht nur an dich…