Schweizer Studie: Ego-Shooter verstoßen in vielen Fällen gegen das Kriegsrecht- Update: Spiegel Online lobt die Studie
Die Mission Death from above verstoße gegen das Völkerrecht, so die Schweizer Studie.
Eine Schweizer Studie hat festgestellt, dass sich nicht alle Computerspiele an das so genannte Kriegsrecht halten. Die Studie trägt den Namen Playing by the Rules und wurde von zwei unabhängigen Schweizer Verbänden untersucht. Mit den Ergebnissen dieser Studie soll zwar nicht das Jugendschutzgesetz gestärkt werden, man wolle aber Entwickler dieser Spiele dazu bringen, das Völkerrecht in ihre Spiele mit einzubeziehen. Ein besonders drastischer Fall sei eine Mission aus Call of Duty 4: Modern Warfare in welcher der Spieler aus einem AC-130H Spectre, einem so genannten Gunship, auf feindliche Ziele schießt. Zwar werde die Mission abgebrochen sobald man auf eine Kirche schießt, dennoch sei diese Mission unrealistisch, da ein solcher Einsatz in der Realität nicht mit den Völkerrechten vereinbar wäre, da auch Zivilisten zu Schaden kommen können. Außerdem standen Spiele wie Far Cry 2 und Metal Gear Solid auf dem Plan der Prüfer. Insgesamt waren es 19 Spiele, darunter auch Spiele, die in Deutschland verboten sind. Die Studie Playing by the Rules können Sie kostenlos als PDF-Datei herunterladen.
Update vom 25. November 2009:
Auch der Spiegel schrieb jetzt über die Schweizer Studie und lobt sie. Sie liefere "mit ihrem rein juristischen Blickwinkel nicht nur einen originellen Ansatz, sie ist auch gänzlich unaufgeregt. Sie nimmt den Begriff des Realismus, um den Spieleentwickler ja stets bemüht sind, ernst und fragt, warum der sich nicht auch auf die paar Errungenschaffen erstreckt, die die Exzesse des sanktionierten Mordens im Krieg zumindest hier und da einschränken." Problematisch wird es vor allem dann, wenn Gewalt im Spiel verharmlost oder gar verherrlicht wird. Hier müsse man im Einzelfall prüfen, so Martin Lorber, Pressesprecher von Electronic Arts, gegenüber Spiegel Online. "So wie beim Film: Auch dort gibt es gewalthaltige, und mitunter trotzdem als wertvoll empfundene Werke und andererseits Metzelorgien, die Gewalt zu einem reinen Mittel des Entertainment machen." Doch der Spiegel Autor räumt ein, dass Fans solcher Inhalte doch nur spielen wollen, sie seien längst nicht so enthemmt, wie ihnen of vorgeworfen wird. Als Beweis führt er die durchaus interessant geführte Diskussion um die in Modern Warfare 2 vorkommende Flughafen-Szene an. Gegen Ende des lesenswerten Artikels auf spiegel.de lobt er die Studie. Sie sei konstruktiv und könne zur Verbesserung der Produkte beitragen.


1.Wir diskutieren über hier zu einem ganz anderem Thema.Ich wolte die Geschichte mit dem Ausland einfach nur mal anmerken.GG eventuell mal lesen.
Art. 24 Abs. 2 GG
Der Bund kann sich zur Wahrung des Friedens…