Prost Mahlzeit: Beckstein hält Alkoholverbote für "untauglich"
Die bayerische Staatsregierung möchte Jugendliche Schritt für Schritt an den Alkoholkonsum heranführen.
Damit lehnt der Verfechter eines "Herstellungs- und Vertriebsverbot von Killerspielen" die aktuellen Vorschläge der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing als "überzogen" und "unverhältnismäßig" ab. Zitiert wird Beckstein mit den Worten: "Der maßvolle Genuss von Bier und Wein gehört zur Kultur. Wir brauchen keine prohibitionsähnlichen Maßnahmen, sondern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol. Und das muss jeder Erwachsene für sich selbst frei entscheiden können. (...) Mehr Verbote sind hier nicht der richtige Weg. Wir setzen auf Aufklärung zu besonderen Lebenssituationen, in denen auf Alkohol verzichtet werden sollte."
Laut Pressemitteilung erteilt Beckstein einer Anhebung des Mindestalters für die Abgabe von alkoholhaltigen Getränken auf 18 Jahre eine Absage - mit der Begründung, dass "Jugendliche die notwendige persönliche und soziale Kompetenz im Umgang mit Alkohol schrittweise erwerben sollen."
"Ich wähle keine Spielekiller" heißt die Aktion von PC Games gegen die Diskriminierung und Kriminalisierung von Erwachsenen.
Anm. d. Red.: Keine andere Droge fordert so viele Todesopfer wie Alkohol - 16.000 Menschen sterben allein in Deutschland jedes Jahr an den Folgen von unkontrolliertem Alkoholkonsum. Zwölf Prozent aller Verkehrstoten (mehr als 700) gehen auf das Konto von Alkoholmissbrauch.
Wir haben uns die Freiheit genommen und in der Original-Pressemitteilung der bayerischen Staatskanzlei das Wort "Alkohol" durch ein anderes Wort ersetzt. Das klingt dann ungefähr so:
MINISTERPRÄSIDENT BECKSTEIN: Computerspiel-Verbote sind untauglich
MÜNCHEN (zaw) - Bayern lehnt Computerspiel-Werbeverbote, neue Computerspiel -Verkaufsbeschränkungen, Steuererhöhungen auf Computerspiele und eine generelle 0,0-Promillegrenze ab. Ministerpräsident Günther Beckstein kritisierte diese neu diskutierten Vorschläge der Bundesdrogenbeauftragten Sabine Bätzing heute in München als überzogen und unverhältnismäßig. "Der maßvolle Genuss von Computerspielen gehört zur Kultur. Wir brauchen keine prohibitionsähnlichen Maßnahmen, sondern einen verantwortungs- bewussten Umgang mit Computerspielen. Und das muss jeder Erwachsene für sich selbst frei entscheiden können."
Es gäbe für einen verantwortlichen Umgang mit Computerspielen bereits ausreichende Leitplanken, so Beckstein, besonders da, wo andere durch Computerspiel-Missbrauch gefährdet werden könnten, wie im Straßenverkehr. "Mehr Verbote sind hier nicht der richtige Weg. Wir setzen auf Aufklärung zu besonderen Lebenssituationen, in denen auf Computerspiele verzichtet werden sollte. Beispielsweise muss jede werdende Mutter wissen, dass Computerspiele schon in kleinen Mengen dem Kind schaden kann", ergänzte Beckstein.
Im Einzelnen erteilt Beckstein einer Anhebung des Mindestalters für die Abgabe von Computerspielen auf 18 Jahre eine Absage, weil Jugendliche die notwendige persönliche und soziale Kompetenz im Umgang mit Computerspielen schrittweise erwerben sollen. Eine Sortimentsbeschränkung auf komplett gewaltfreie Computerspiele für bestimmte Verkaufsstellen oder die Beschränkung der Verkaufszeiten für Computerspiele würde übermäßig in die Freiheit derjenigen eingreifen, die Computerspiele maßvoll genießen wollen. Ein generelles Werbeverbot sei nicht zielführend, dagegen dürfe es eine auf Jugendliche ausgerichtete Werbung, die zum unbedenklichen Computerspielgenuss verleitet, nicht geben. Auch eine Steuererhöhung, um die Nachfrage nach Computerspielen zu dämpfen, würde über das Notwendige hinausschießen. "Die Steuerbelastung der Menschen in Deutschland hat ein Niveau erreicht, das Steuersenkungen erforderlich macht und nicht das Gegenteil", mahnte Beckstein an.
Zugleich misst Beckstein der Prävention von Computerspiel-Missbrauch, insbesondere dem Kampf gegen das unkontrollierte Rauschspielen Jugendlicher eine hohe Bedeutung zu. "Unsere Gesellschaft darf nicht zulassen, dass sich Jugendliche regelmäßig mit World of Warcraft beschäftigen und so ihre Chancen auf eine gute Zukunft verspielen. Hier müssen wir alle die gemeinsamen Anstrengungen verstärken, ein gutes Vorbild geben, dafür sorgen, dass bestehende Vorschriften eingehalten werden und auf gefährdete Jugendliche zugehen", machte Beckstein deutlich. Der Freistaat hat hier seine Präventionsarbeit weiter ausgebaut und insbesondere das Projekt HaLt - Hart am Limit bereits eingeführt.
Dabei betreuen Sozialpädagogen wegen Computerspiele-Missbrauch eingelieferte Jugendliche noch in den Krankenhäusern und bieten den Jugendlichen und ihren Eltern weitere Hilfe an.


Lg Dark|Funeral
Tja....
Im Gegensatz zu ALLEN anderen Drogen, besteht Alkohol von der Molekülbasis her nur aus verändertem Zucker.
Also, auch im Gegensatz zu ALLEN anderen "Giften" , braucht die Leber nur die Moleküle abzuändern um daraus den verwertbaren Zucker zu machen. Und Kohlendioxid wird einfach ausgeschieden....
Alle ANDEREN Drogen bleiben Schadstoffe, die den Körper belasten, bis sie abgebaut und mühevoll über die Nieren abgeleitet sind.
Alkohol gehört auch unmittelbar zu den Stoffen, die beim Stoffwechsel im Verdauungssystem entstehen, also auch natürlich vorhanden sein können.
Alkohol wird auch nur zum "Rauschgift", wenn man sich aus Gewohnheit daran klammert, während andere Rauschgifte echte Süchte erzeugen und den Körper bei direkter Einnahme schädigen. Diese Schädigung wird deutlich, wenn die "Einnahme" des Giftes reduziert wird. Dann entstehen schmerzhafte Zustände, die nur wiederum durch Einnahme des Giftes gelindert werden; also der eigentliche Schmerzgrund übertönt wird.
Der Körper glaubt dann, das Gift zu brauchen, damit es ihm besser geht. Und, da die "Seele" (also die Gefühlswelt) direkt an den Körper gebunden ist ...
Tut mir leid... aber die Aussage ist ja wohl mehr als unhaltbar. Ich glaub die Zahlen derer, die von Bier gestorben und abhängig geworden sind dürfte in der Menschheitsgeschichte in die Millionen gehen.
Mal die englische WP nehmen, da ich es auf der dt. nicht gefunden habe:
http://en.wikipedia.org/w...#Europe
Es wäre viel sinnvoller, wenn er mit Bier schon mal gelernt hätte, wie es ist, betrunken zu sein.
Und durch Bier ist noch keiner gestorben bzw. abhängig geworden.
Höhere Preise und Werbeverbote halte ich auch für sinnlos. Alles, was etwas bringen würde, wären bessere Kontrollen und Aufklärung.
Aber Alkohol, dessen negative Auswirkungen jeder kennt, wo jedes Jahr zigtausende geschädigt und getötet werden, da tut man nichts. Da wird der "Jugendschutz" kleingeschrieben.
Warum ist ja klar: Spielen tun die Herren nur mit unseren Steuergeldern, aber Saufen tun sie alle gern...
Wer von Euch wäre also für härtere Alkoholgesetze?