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Jugendschutz

Junge Union: "Wir fordern ein Pornografieverbot im Internet"

15.07.2010 17:22 Uhr
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Die Junge Union in Berlin fordert ein vollständiges Pornografieverbot im Internet. Jugendliche sähen immer mehr pornografische Inhalte im Netz und würden dadurch sexuell gestört.

Der JU-Vorsitzende von Berlin, Conrad Clemens. Der JU-Vorsitzende von Berlin, Conrad Clemens. In einer Pressemitteilung fordert die Junge Union Berlin ein generelles Verbot der Pornografie im Internet. Bereits jetzt hätten bereits 30 Prozent der Acht- bis 13-Jährigen pornografische Inhalte gesehen. Das Institut der Sexualwissenschaft und Sexualmedizin an der Charité Berlin sehe darin erst den Anfang einer erheblichen sexuellen Störung einer ganzen Generation, so die Pressemitteilung. Pornografie sei immer frauenfeindlich, sie erhöhe die Gewaltbereitschaft von Jugendlichen und verderbe die sexuelle Entfaltung, so Conrad Clemens, JU-Vorsitzender in Berlin. Die Politik schaue zu, wenn Minderjährige auf YouPorn, Porn Tube, New Porn und Co. Filme "mit fast unvorstellbarem Inhalt" sehen, so Clemens weiter.

Es folgen weitere Abschnitte der ungekürzten Pressemitteilung der Jungen Union Berlin:

"Es ist völlig unverständlich wie viele Politikerinnen und Politiker (auch der CDU/CSU) tatenlos bleiben. Anstatt mit aller Macht nach technischen Lösungen für die Eindämmung der Pornografie zu suchen, wird über die Meinungsfreiheit und Zensurfragen philosophiert. Dazu passt, dass eine interne BKA-Studie, die der Zeitung "Die Welt" vorliegt, aufzeigt wie überfordert das BKA mit den derzeitigen Regelungen ist. Die Löschungsbemühungen bei Kinderpornografie-Inhalten bleiben völlig wirkungslos. Die Maxime "Löschen statt Sperren" scheint nicht zu wirken. Wir haben als Junge Union auch lange gesagt, dass Sperrungen nutzlos, kontraproduktiv und zudem relativ leicht zu umgehen sind. Aber das Gleiche scheint für die Löschungsversuche zu gelten. Ein Umdenken muss her.

Wir brauchen die Sperrung von kinderpornografischen Inhalten, wir fordern die Einrichtung wirksamer Altersbeschränkungen gegen die Porno-Welle aus dem Internet, wir fordern Aufklärungsprogramme für Eltern und Kinder. Ziel muss ein effektives Pornografieverbot für Jugendliche im Internet sein.

Hierbei von Zensur zu sprechen ist völliger Irrsinn. Diese Maßnahmen dürfen nicht weiter tabuisiert werden. Die neue Enquete-Kommission "Internet und digitale Gesellschaft" ist der richtige Ort um Informatiker, Sexualwissenschaftler und Politiker zusammen zu bringen und nach effektiven Lösungen zu suchen. Zudem brauchen wir einen "Schengen-Raum" für das Internet. Die Bekämpfung der Internetkriminalität muss global sein: Strafverfolgungsbehörden müssen international kooperieren, Standards in Strafrecht und Strafverfolgung müssen abgestimmt werden."

Die Junge Union ist die gemeinsame Jugendorganisation der beiden deutschen Parteien CDU und CSU. Sie definiert sich in ihrem Grundsatzprogramm als liberale sowie konservative und fortschrittliche Organisation. Die Junge Union ist mit mehr als 125.000 Mitgliedern die größte parteipolitische Jugendorganisation Europas. Mitglied kann man zwischen dem 14. und dem 35. Lebensjahr werden.

Online-Redakteur
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15.07.2010 17:22 Uhr
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Dein Kommentar
nsq
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Bewertung: 1
18.07.2010 04:12 Uhr
Das Internet ist böse! Reist alle Leitungen raus, um die Menschen vor diesem Monstrum zu schützen!
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
17.07.2010 20:17 Uhr
Ich seh ja im Prinzip ein warum die das machen wollen, aber wie die das durchsetzten wollen ... naja, wir werden sehen.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
17.07.2010 18:06 Uhr
äh.. ich bin dagegen  ich geh mir jetzt erstma einen