Jugendschutz: Hessische Polizeigewerkschaft fordert Killerspiele-Verbot
Ein Killerspiele-Verbot wähnten viele Spieler bereits vom Tisch. Doch die Polizeigewerkschaft in Hessen fordert nun ein Verbot bestimmter Games. Heini Schmitt, hessischer Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft, forderte in der Anhörung zum Thema Gewalt und Extremismus ein generelles Verbot der sogenannten Killerspiele. "Was im Bereich der Videospiele auf dem Markt grassiert, spielt sich auch zu einem hohen Anteil im Genre "Action und Gewalt" ab. Der Markterfolg sog. Killerspiele ist ein beschämendes Beispiel dafür, auf welch merkwürdigen Abwegen sich die Branche und die konsumierende Gesellschaft befindet. Je mehr Tote und je mehr Gemetzel, umso höher die Punktzahl des Spielers", so ein Zitat aus der Ausschussvorlage.
In der Vorlage wird derlei Spielen ein schädlicher Einfluss auf die Entwicklung eines psychisch labilen Kindes oder Jugendlichen durch langanhaltenden Konsum zugesprochen. Die zurückliegenden Amokläufe an Schulen seien "der traurige Beweis dafür". Auf Seite 119 der Ausschussvorlage heißt es weiter: "Es muss erheblicher Einfluss auf die Medien- und Unterhaltungsbranche ausgeübt werden, um die Gesellschaft, vor allem aber unsere Kinder und Jugendlichen zu schützen und deren Erziehung zu konstruktiv-konfliktfähigen Menschen nicht empfindlich zu stören. Killerspiele sollten generell verboten werden. Die künstlerische Freiheit und das Urheberrecht müssen hier engere Grenzen erfahren. Es muss nicht alles erlaubt sein, was dem profitstrebenden Produzenten und dem sorglosen Konsumenten gefällt."
Dass es allerdings zu einer Gesetzesanpassung kommt, gilt als unwahrscheinlich. Mitte 2010 wurde bekannt, dass die Innenminister der Länder momentan keine Verschärfung der geltenden Gesetze geplant hätten.
- Schlagwörter:
- , killerspiele
- , jugendschutz


