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Forscher fordern Konsequenzen: Hersteller nehmen Sucht der Spieler billigend in Kauf

04.11.2009 16:58 Uhr
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Forscher und Mediziner haben in München Konsequenzen für Spielhersteller und Publisher gefordert.

Erneut in der Diskussion von Forschern und Medizinern: World of Warcraft. Erneut in der Diskussion von Forschern und Medizinern: World of Warcraft. Sie werfen der Industrie vor, die Abhängigkeit der Spieler zu intensivieren. So sagte Florian Rehbein vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen, dass die Industrie eine Spielerbindung erreichen wolle und die Sucht daher als Kollateralschaden billigend in Kauf nehmen. Er forderte von den Herstellern, mehr Verantwortung zu übernehmen. Außerdem dürften Spiele wie das Online-Rollenspiel World of Warcraft erst für Volljährige verfügbar werden. Laut einem Bericht von Spiegel Online sei die Möglichkeit der Suchterkrankung bei Spielen nicht mehr umstritten. Vor allem aufgrund der höheren Immersion als bei Filmen, Musik oder Literatur. Schließlich ist es bei Spielen Pflicht, in die virtuelle Welt einzutauchen. Aus dem einfachen Grund, erst dann möglichst viel Spaß zu empfinden.

In einer Studie mit rund 45.000 Schülern zeigten rund drei Prozent der männlichen 15 Jahre alten Probanden Symptome der Spielsucht. 15 Prozent wiesen sogar exzessives Spielverhalten auf, so Rehbein. Bei den weiblichen Spielern sei der Anteil wesentlich geringer. Nur 0,3 Prozent der Mädchen wiesen Suchtmerkmale auf. Vor allem die Online-Rollenspiel gelten als besonders gefährdend, da sie neben dem Spiel auch noch die Möglichkeit der sozialen Kontakte böten. Außerdem hätten Spieler bei diesen Spielen das Gefühl, immer mithalten zu müssen.

Online-Redakteur
Moderation
04.11.2009 16:58 Uhr
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Erfahrener Benutzer
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29.01.2010 13:34 Uhr
Die Fabrikanten von Waffen nehmen auch den Tod von Menschen in Kauf, die Brauereien und hersteller von Zigaretten nehmen Sucht und Gesundheitsgefährdung in Kauf. Warum dürfen das nicht auch Computerspiele. Aber ich sehe das als echt billiges Argument an, Spiele sollen mehr Spass machen und einen in eine Welt ziehen. Aber Sachen wie WoW sind eben noch eher Diskussionswerter. Geht mir weg mit Verbote und lasst die Armen Entwickler ihre Kreativität.
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
15.12.2009 16:40 Uhr
Zitat: (Original von luke8;8302736)
Als Teenager drehte sich beim mir alles um Tischtennis. 7 Tage die Woche, 4 Stunden am Tag. Ich war exzessiver Tischtennisspieler. Ich hatte viiiieeel Spaß an der Sache. Irgendwann legte sich das dann. Keiner kam aber auf die Idee, dass irgendwie als Verhaltensstörung zu interpretieren.


du vergleichst sport mit emotional abstumpfenden flimmerkästen
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
02.12.2009 16:53 Uhr
"Hersteller nehmen Sucht der Spieler billigend in Kauf " Ach und was machen die Hersteller von Ziggaretten?!
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
23.11.2009 22:39 Uhr
"Vor allem die Online-Rollenspiel gelten als besonders gefährdend, da sie neben dem Spiel auch noch die Möglichkeit der sozialen Kontakte böten."---
das ist der lächerlichste satz den ich je gelesen habe...
ein spiel ist also gefährdend weil ich darin soziale kontakte knüpfe...
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
23.11.2009 21:42 Uhr
Jetzt mal ehrlich, es müssen auch mal Eltern für ihre Kinder denken. Darf man bald überhaupt keine Spiele veröffentlichen, an denen Spieler Spass haben?

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