EA vs. USK - Runde 2: USK reagiert auf EAs Forderung nach ihrer Abschaffung
Die USK wehrt sich gegen EAs Forderung.
Auf der Gamescom hat Gerhard Florin von EA die Ablösung der USK durch das europäische PEGI-System gefordert. Nun meldete sich, in einem Interview mit Eurogamer, mit Marek Brunner auch ein Vertreter der USK zu Wort: "Es ist ein bißchen schwer, wenn mit Halbwahrheiten gearbeitet wird. Es wird gesagt: Die USK macht das falsch, die USK macht das schlecht und wieso gibt es keine Kennzeichnung? Es muss auch auf die Rolle der BPjM eingegangen werden. Und das ist leider in dem Vortrag zweimal nicht passiert. Das ist sehr schlecht. (...) Wenn man versucht, die Zuschauer damit zu kriegen, was schlecht an der USK ist, muss man sich auch damit auseinandersetzen, wie das deutsche Jugendschutzsystem aufgebaut ist. Und da spielen eben das Strafrecht und die BPjM eine riesige Rolle, bevor die USK ins Spiel kommt."
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weil?
die eu hat mit dem jugenschutz nix am hut.
ist ja nun auch nicht so, dass die pegi von der eu installiert worden wäre.
Mit dem Jugendschutz nicht unbedingt, aber sehr wohl mit dem freien Warenverkehr...
Immerhin haben sie die Franzosen ja auch dazu gezwungen Red Bull zu erlauben... Die haben damals mit Gesundheitsschutz argumentiert und deren Regierung hat egal was versucht um das Verbot aufrechtzuerhalten. Ohne Chance. Für mich ist es nur eine Frage der Zeit bis die EU auch im Jugendschutzbereich unter dem Titel "Freier Warenverkehr" gegen die Deutsche Indizierungspraxis vorgeht.
Schließlich haben sie die Vorratsdatenspeicherung auch mit dem Argument, dass die Internetprovider in Europa gleiche Arbeitsbedingungen haben sollen durchgedrückt.
Mfg Florian
Soweit mir bekannt ist gibt es überhaupt keine probleme diverse Spiele innerhalb der EU zu ordern. insofern dürfte der "freie warenverkehr" doch auch kaum betroffen sein.
erstmal große Unterstützung für den Vorredner.
Zu Pegi: im Endeffekt ist der Pegi Standard nichts anderes als die Altersempfehlungen auf den Brettspielepackungen. Das ist für viele Dinge ausreichend (kann ein sechsjähriger die Regeln verstehen ?) aber hat ein Problem:
In Deutschland ist es gesellschaftlich annerkannt dass PC Spiele unter Umständen ein jugendgefährdendes Potential besitzen.
Darüber kann man jetzt hin oder her streiten aber demokratie ist demokratie und wenn die Mehrheit das glaubt wird es wohl nicht geändert werden. Daher ist eine Kontrolle von "staatlicher pädagogischer" Seite nicht verzichtbar.
Wer sich die Organisation der USK anschaut wird erstaunt sein wie offen sie aufgebaut ist. nicht ein paar Festangestellte entscheiden über die Zukunft der Spiele sondern zufällig ausgewählte Ehrenamtliche.
Das führt nur manchmal zu einer gewissen unberechenbarkeit (mal ist ein Gremium etwas konservativer , mal etwas "weltoffener").
Darum auch der Vorstoß von Seiten EAs. Machen wur uns da nichts vor , hier gehts um Geld und planbarkeit.
Und die ist natürlich gegeben wenn man sich die Altersbeschränkungen selber vergeben kann. ;)
ps: der offene Markt ist doch sowieso schon da: wer will kann sich die englische Version bestellen. Und die Sprachbarriere ist eine überraschend gute Kindersicherung
Die Leute, die da arbeiten sind Gamer und haben Ahnung von dem, was sie da machen. Obendrein haben sie ganz klare Regeln wie und wonach ein Spiel beurteilt wird, und diese Regeln schreiben sie nicht selber. Wer auch immer Probleme mit der USK hat, der soll sich doch bitte an die Stellen wenden, die die Regeln erstellen, und das ist immer noch die Politik. Ende September das richtige Kreuzchen zu machen verändert mehr, als sich in endlosen Hasstiraden auf die USK zu verzetteln. Die Leute da machen einfach nur ihren Job, und den machen sie obendrein noch gut.
Da wäre ich mir nicht so sicher.
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Leitsatz:
„Das Gemeinschaftsrecht steht einem nationalen Verbot einer in der gewerblichen Veranstaltung von Spielen mit simulierten Tötungshandlungen an Menschen bestehenden wirtschaftlichen Tätigkeit, das zum Schutz der öffentlichen Ordnung wegen einer in dieser Tätigkeit gesehenen Verletzung der Menschenwürde ergeht, nicht entgegen.“
Ziemlich fieser Schachtelsatz.
Wer es nicht weiß: Laserdrome ist ein Spiel, bei dem man ähnlich wie beim Paintball gegeneinander kämpft (siehe Wikipedia).