Bundesverband wehrt sich gegen größere Alterskennzeichen auf Verpackungen
Der BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e.V.) äußert Bedenken zu Ergebnissen des "runden Tisches" den Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen einberief. Demnach sei man enttäuscht, dass man den BIU bei der Diskussion außen vor gelassen habe. Der BIU begrüßt zwar die Überlegung, Strafen für Vergehen aufzuerlegen, lehnt aber gleichzeitig eine größere Alterskennzeichnung auf den Verpackungen ab. "Das Thema Alterskennzeichen auf den Verpackungen betrifft unsere Branche unmittelbar, zumal wir auch die europäischen Kennzeichen seitens der Industrie organisieren. Die geplanten Änderungen finden nicht unsere Zustimmung und deshalb werden wir uns hiergegen auch zur Wehr setzen", so Olaf Wolters, Geschäftsführer des BIU.


Wobei ich schon sagen muss, dass für mich die PEGI-dinger "selbsterklärender" sind als Farbcodes. Rot ist klar, aber dann? Gelb ist Ampelmäßig direkt bei Rot, aber hier steht es für eine niedere Altersgrenze- mit blau und grün (?=freie Fahrt) dazwischen. Nö, der Farbcode sagt einem erst was, wenn man das klein Dazugeschriebene liest.
Die Pegi-Zahl ist ja in etwa gleich groß und außerdem sind hinterdrauf dann noch ganz grobe inhaltliche Informationen was den zu dieser Einstufung führte.
Imo ein tolles Einstufungssystem. Das es in kaum einem Land (oder nirgends?) verbindlich ist, ist aber etwas seltsam. Einen gewissen Zwang das der Handel auch darauf achten muss, finde ich wichtig.
Die bbfc-Symbole finde ich auch besser wie die USK-Dinger. (da wird die Ampel -außer dem Sonder-Blau für spezielles Zeug- logisch durchgezogen)
Das ESRB-System ist wegen der relativ ausführlichen Inhaltsinformation auch wesentlich gehaltvoller.
Imho hat Deutschland die strengsten Richtlinien, aber die bescheidensten Logos mit informationloser Zahl und "unlogischem" Farbcode, da ist jedes andere der mir bekannten Systeme besser.
neue beschlüsse, gesetze oder verbote bringen genau nichts, solange man nicht einmal die bestehenden durchsetzt. wieso tut man das nicht einfach endlich mal? man würde nämlich bemerken, dass es gar keine neuen regeln diesbezüglich braucht.
ach ja, ich weiss wieso: deutsche politiker bringen seit langer zeit nur noch aktionismus zustande.
Das bezweifle ich mal, der Händler wird die games einfach nicht an Kinder verkaufen, sofern es wirklich exekutiert wird.
Seine Strafen auf die Kunden abwälzen wird er kaum können, solange er Konkurenten hat, die die Ware billiger aber dafür der Alters-Beschränkung entsprechend verkauft.
Bei wiederholten Verstößen wird er ja auch mit Lizens-Entzug rechnen müssen.