Amoklauf in Winnenden: Tim K. bekam Gewaltspiele von seinen Eltern geschenkt
Der Amoklauf in Winnenden fand im März 2009 statt.
Laut Informationen des Spiegel liegen nun erste Erkenntnisse über den Amokläufer von Winnenden vor. Der 17-jährige Tim K. erschoss im März 2009 15 Menschen und danach sich selbst. Laut dem Stuttgarter Kinderpsychiater Reinmar du Bois habe Tim K. an einer so genannten masochistischen Persönlichkeitsstörung gelitten. Als Beweis dafür zieht der Gutachter diverse Pornobilder heran, die Fesselspiele (Bondage) zeigen. Mithilfe des Internets habe er selbst herausgefunden, dass er an einer bipolar-affektiven Störung leide. Daraufhin habe er seine Eltern verständigt, die sogleich ein Gespräch in einer psychiatrischen Klinik veranlassten. Dies habe allerdings zu keinem nennenswerten Erfolg geführt.
Ferner führt du Bois auf, dass Tim K. Gewaltspiele gespielt habe. Diese habe er sich allerdings nicht selbst gekauft, sie seien ihm von seinen Eltern geschenkt worden. Die meisten seiner Spiele seien Titel gewesen, die von der USK "keine Jugendfreigabe" erhalten haben.
Außerdem sei Tim K. kurz vor der Tat im Schützenverein gewesen, um zu trainieren. Das wurde allerdings nicht im Schützenbuch des Vereins notiert. Insgesamt ließe sich, so der Spiegel, feststellen, dass es sich bei Tim K. um eine typische Risikopersönlichkeit gehandelt habe.


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