Joint Operations
Geißel Scharfschütze
Weil ein großer Teil der Levels auf Inselgruppen angesiedelt ist, kommt Wasserfahrzeugen, insbesondere solchen Transportern, große Bedeutung zu.
Strebt Söldner: Secret Wars nach Realismus, hat sich Joint Operations unkomplizierter Action verschrieben. Die Helikopter beispielsweise halten von allein die Höhe, was Unerfahrenen den Einstieg erleichtert, Profis aber manch aus Battlefield Vietnam bekanntes, gewagtes Flugmanöver verwehrt. Auch die Steuerung der Landfahrzeuge und Boote geht leicht von der Hand, vor allem weil die Spielphysik sich sehr nachgiebig mit allzu tollkühnen Fahrern zeigt: Fast senkrechte Abhänge hinunterbrettern, über Hügel meterweit durch die Luft rasen - in Joint Ops über die Pisten zu pesen ist eine wahre Freude. Etwas näher an der Wirklichkeit präsentieren sich die Schießeisen. Wie in Taktik-Shootern üblich, gilt: Dauerfeuer nur im Nahkampf, auf größere Distanz genau zielen und Einzelfeuer geben - und selbst dann sind bewegte Ziele wegen der vergleichsweise langen Flugdauer der Geschosse und der gekrümmten Bahn nur mit Übung zu treffen, was Scharfschützen einen Tick weniger gefährlich als bei Söldner, aber nicht weniger nervtötend macht. Wer sich clever im hohen Gras versteckt und eine gegnerische Basis ins Visier nimmt, kann locker 15, 20 Minuten Frags sammeln, bis die Munition alle ist, ohne entdeckt zu werden. Dass es keine Killcam gibt, die den Getroffenen verrät, woher der Schuss kam, macht die Sache für die Sniper noch einfacher.
Erobern und sichern
Solche Stand-MGs sichern die Stützpunkte ab.
Das Gras, die Büsche, die Bäume, die sich über jeden Hügel der Spielwelt ziehen, sind einige der grafischen Highlights von Typhoon Rising. Das viele Grünzeug sieht nicht nur schick aus, sondern hat auch wesentlichen Einfluss auf den Spielablauf. Es dient nicht nur, wie oben beschrieben, Heckenschützen als Versteck, sondern auch gewöhnlichen Infanteristen willkommene Deckung, etwa vor Luftangriffen. Um aus 100 Metern Entfernung Gegner auszumachen, die bewegungslos zwischen den Halmen liegen, muss man wirklich sehr genau hinsehen. Es lohnt sich, durchs Gras zu robben und sich vorsichtig anzupirschen. Wer drauflos rennt, fällt schnell einem Hinterhalt zum Opfer. Allerdings: Die Siegpunkte, um die sich alles dreht, lassen sich nun einmal nur im Sturmangriff nehmen. Advance and Secure heißt der wichtigste Spiel-Modus von Joint Operations (die anderen beiden, Team-Deathmatch und King of the Hill, sind nicht weiter der Re-de wert). Fast genauso wie bei Battlefields Eroberungspar-tien kämpfen darin die beiden
Teams um die Kontrolle einer Hand voll strategisch wichtiger Abschnitte, etwa Hügel, Bunker oder Dörfer. Schafft es eine Mannschaft, das Gebiet lange genug zu halten und alle Gegner aus der Umgebung zu verjagen, gilt die Basis als erobert und dient künftig als Startpunkt für Neueinsteiger. Die haben dann einen wesentlich kürzeren Weg zur Front. Cool: Das Programm zeigt nicht nur direkt im Spielfenster an, wo die Stützpunkte liegen, sondern auch, welche gesichert sind oder gerade attackiert werden, und listet sogar die Anzahl der Angreifer und Verteidiger auf. So weiß man sofort: "Aha, irgendwo kreucht hier noch einer vom Gegnerteam herum", und wartet nicht vergeblich, dass die Flagge die Farbe wechselt.


Sätze aus dem Artikel hab ich hier mal kursiv hervorgehoben...
Eingeweihte erinnern sich, dass schon lange vor dem Siegeszug des Genres groß angelegte Multiplayer-Gefechte im Internet tobten: in Novalogics Delta…