Joint Operations: Typhoon Rising
Actionreicher als Battlefield, stabiler als Söldner und größer als beide zusammen: Joint Operations hat das Zeug, zum Multiplayer-König zu avancieren. Wir haben den Online-Shooter für Sie angespielt; unseren Ersteindruck lesen Sie in den folgenden Zeilen.
Ähnlich aber nicht kopiert
Battlefield-Veteranen, die sich direkt nach der Installation in die erste Internet-Schlacht stürzen, finden sich von Beginn an gut zurecht. Kein Wunder, basiert Joint Ops doch auf nahezu demselben Spielprinzip: Zwei Teams bekriegen sich entweder per Pedes oder mit Land-, Luft- und Wasserfahrzeugen in weitläufigen Leveln. Wahlweise aufseiten einer Rebellenorganisation oder einer internationalen Eingreiftruppe kämpfen Sie ausgerüstet mit modernstem Kriegsgerät um die Vorherrschaft auf den indonesischen Inseln. Ziel ist, strategisch wichtige Punkte wie Bunker oder Dörfer zu erobern und möglichst lange zu halten; dafür wird das eigene Team mit Punkten belohnt.
Trotz dieser Ähnlichkeiten ist Joint Ops keine platte Kopie, sondern vielmehr eine eigene Interpretation mit vielen Verbesserungen. Wichtigste Änderung ist die deutlich höhere Spielerzahl. Während Battlefield-Partien auf 64 Teilnehmer beschränkt sind, tummeln sich auf den virtuellen Schlachtfeldern von Joint Operations bis zu 150 Mitspieler. So sind erstmals in einem Mehrspieler-Shooter echte Massengefechte möglich: Wenn man mit 60 Mitstreitern, mehreren Helikoptern und Panzerfahrzeugen auf eine gegnerische Basis zustürmt, kommt eine einzigartig packende Mittendrin-Atmosphäre auf. Ähnliche Szenen konnte man bislang nur im Offline-Spiel Call of Duty erleben.
Unendliche Weiten
Dementsprechend größer sind auch die Karten ausgefallen. Bis zu 60 Quadratkilometer umfassen die weitläufigsten Areale - eine Durchquerung zu Fuß nimmt gut 15-20 Minuten in Anspruch. Um so wichtiger werden die verschiedenen Vehikel: Nur mit Jeep, Schnellboot oder Helikopter sind die zentralen Kampfgebiete schnell erreicht. Die Fahrphysik ist übrigens deutlich weniger auf Realismus getrimmt als in Battlefield. Hubschrauber halten automatisch die Höhe, und selbst wenn Sie einen LKW mit Vollgas über Hügelketten hetzen, verzeiht das Fahrmodell gutmütig die meisten Fehler.
Spürbar glaubwürdiger reagieren die Waffen: Bei unkontrolliertem Dauerfeuer treffen dank heftigem Rückstoß kaum Kugeln ins Ziel; vor allem auf größere Distanz sind gut getimte Intervalle nötig. Einzige Ausnahme: Der in Online-Shootern dieser Art traditionell ungemein starke Scharfschütze. Versteckt zwischen dichten Büschen und hohem Gras können Sniper häufig lange Zeit vor feindlichen Stützpunkten lauern und mit ihrem Zielfernrohr aus sicherer Entfernung einen Widersacher nach dem anderen ausschalten - hier ist noch etwas Feintuning beim Balancing nötig.
Einen ausführlichen Testbericht finden Sie in der kommenden PC Games 08/04 (ab 30. Juni 2004 überall im Zeitschriftenhandel erhältlich).


Da ich das game selber besitze, kann ich auch sagen, dass da Realismus überflüssig ist. Außerdem schafft…