Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • John Wick Chronicles gespielt + Interview: Aufregende VR-Erfahrung mit vollem Körpereinsatz

    Die Schurken kommen von allen Seiten. Die Bewegungen, die dem Spieler hierbei zur Verfügung stehen, sind arg eingegrenzt. Quelle: Starbreeze Studios

    Am 9. Februar erschien John Wick Chronicles: An Eye for an Eye, passend zum Kinostart des Actionknallers John Wick: Kapitel 2 mit Keanu Reeves. Als die lebende Kampfmaschine John Wick ballert sich der Spieler durch diverse Stadtlandschaften und hinterlässt eine Spur toter Pixelmännchen. Beim Anspielen wurde klar: John Wick Chronicles ist eine aufregende VR-Erfahrung mit vollem Körpereinsatz, bei der das Adrenalin schnell in den roten Bereich steigt.

    Die Studios und Trainingsräume des "8711 Stunt Action Teams" sind in West Los Angeles, nicht weit vom Flughafen, in einem etwas schmucklosen Industriegebiet. Hier, in einer kleinen Lagerhalle, vollgestopft mit Fitnessgeräten und Trainingsmatten, wird heute das neue VR-Game John Wick Chronicles: An Eye for an Eye von Starbreeze Studios vorgestellt. Im Grunde sollte es nicht weiter überraschen, dass die John-Wick-Filme mit Keanu Reeves auch in virtueller Form weiterleben, denn sie werden nicht umsonst mit filmischen Ego-Shootern verglichen. Erhältlich ist das Virtual-Reality-Spiel John Wick Chronicles nur am für PC, Konsolenspieler gehen leer aus.

    In die Welt von John Wick steigt man entweder voll ein oder gar nicht. Der Spieler bewegt sich durch einen klar abgegrenzten Raum, das so genannte "Volumen", das im Studio von 8711 aus grünen Pappwänden besteht. Kommt man diesen beim Spielen zu nah, wird man von einem plötzlich erscheinenden Raster davor gewarnt, nicht weiterzugehen. Von außen betrachtet, macht das alles nicht sonderlich viel her - die Spieler torkeln geduckt durch die grüne Ödnis. Doch kaum setzt man die angenehm leichte VR-Brille von Vive auf, wird man in eine völlig andere Welt entführt. In jeder Hand hält der Spieler einen Plastikcontroller, der intuitiv zu handhaben ist. Man kann per Knopfdruck Waffen und Munition aufheben und ebenso leicht wieder fallen lassen.

    Mit einer schnellen Bewegung an die Hüfte lädt man nach, wenn einem die Munition ausgeht. Mit einer schnellen Bewegung an die Hüfte lädt man nach, wenn einem die Munition ausgeht. Quelle: Starbreeze Studios Mit einer schnellen Bewegung an die Hüfte lädt man nach, wenn einem die Munition ausgeht. In der virtuellen Welt von John Wick Chronicles sind die Controller als elegante schwarze Handschuhe zu sehen, und man muss gegen das Bedürfnis ankämpfen, sich damit die schweißnassen Haare von der Stirn zu wischen. Denn anstrengend ist das Game auf jeden Fall. Zwar sind die nötigen Bewegungen relativ moderat, doch der Stress, von allen Seiten beschossen zu werden, lässt euch durchaus schwitzen. Der erste Level ist vom Schwierigkeitsgrad her noch gemäßigt. Er spielt in einer Suite im Continental Hotel, - eine Art Klubhaus für Auftragskiller - wo man sich mit seiner Mission vertraut macht und sich ausrüstet. Mit einem klapprigen Aufzug geht es dann hoch aufs Flachdach, wo schon die ersten Feinde lauern.

    Es wird empfohlen, flugs zum Scharfschützengewehr zu greifen, denn auf weite Entfernungen sind Handfeuerwaffen nur bedingt nützlich, und bei der Halbautomatik verbraucht man irrsinnig viel Munition. Besser ist es, seine Feinde im Sucher anzuvisieren, was ein erstaunliches Erlebnis ist: Die digitalen Gegner werden dann wie bei einer Lupe fokussiert, und die Treffsicherheit steigt. Doch dem Spieler bleibt meist nicht genügend Zeit zum genüsslichen Zielen, denn das Feuerwerk ist unerbittlich. Die Darstellung der virtuellen Welt ist erstaunlich gut, kann sich aber mit der Griffigkeit der echten Welt, wie wir sie von Cowboy-und-Indianer-Spielen in der Kindheit kennen, nicht so recht messen. Es fühlt sich seltsam an, durch mehr oder minder überzeugende Computerlandschaft zu taumeln, ohne dabei jedoch Wind, Gerüche, das Gewicht der Waffen oder die Rückschläge beim Schuss zu spüren.

    Die Schurken kommen von allen Seiten. Die Bewegungen, die dem Spieler hierbei zur Verfügung stehen, sind arg eingegrenzt. Die Schurken kommen von allen Seiten. Die Bewegungen, die dem Spieler hierbei zur Verfügung stehen, sind arg eingegrenzt. Quelle: Starbreeze Studios Immerhin kann man im Ernstfall hinter Mauern Schutz suchen, aber das hilft nur bedingt. Die Schurken kommen von allen Seiten. Die Bewegungen, die dem Spieler hierbei zur Verfügung stehen, sind arg eingegrenzt, der virtuelle Freiraum wird bald zum Gefängnis, der Kampf um Leben und Tod fühlt sich erschreckend reell an. Gegen Ende des Levels sieht man sich sogar mit einem Helikopter konfrontiert. Dabei ist es nicht sonderlich schwer, seine Gegner abzuservieren, erfahrene Spieler werden dabei an die allseits beliebte Moorhuhnjagd denken. Und die Treffsicherheit der Feinde erinnert ein wenig an die Sturmtruppen aus Star Wars - sie schießen erstaunlich oft daneben, vermutlich um es auch Neueinsteigern leicht zu machen.

    All das beeinträchtigt das Spielvergnügen jedoch kaum. Zieht man die VR-Brille wieder aus, so betritt man die echte Welt mit pochendem Herzen und zittrigen Händen. Ob sich allerdings die virtuelle Realität bei den Spielern und Kino-Fans schlussendlich durchsetzen wird, muss sich erst noch zeigen. Die Jungs von Entwickler Starbreeze Studios sind diesbezüglich optimistisch und unsere Anspielsession hat gezeigt, dass John Wick Chronicles trotz oder gerade wegen des recht simplen Gameplays ein guter Einstieg in die VR-Welten sein kann.

    01:29
    John Wick 2: Trailer zum brutalen Action-Spektakel
    Spielecover zu John Wick: Kapitel 2
    John Wick: Kapitel 2

    Interview mit Chad Stahelski, Regisseur von John Wick: Kapitel 2


    Interview mit Interview Chad Stahelski, Regisseur John Wick: Kapitel 2 Interview mit Interview Chad Stahelski, Regisseur John Wick: Kapitel 2 Quelle: Concorde Filmverleih PC Games: Wie kam die Idee für ein John-Wick-Game auf?

    Chad Stahelski: Als der erste Film in die Kinos kam und gut lief, sagten viele Leute, dass der Film im Grunde wie ein Ego-Shooter ist, dass er sich wie ein Game anfühlt. Und die Jungs vom Studio haben da nicht lange gezögert, wir alle fanden, dass ein Game gut zu diesem Film passen würde.

    PC Games: Waren Sie beim Game stark involviert?

    Chad Stahelski: Die Game-Entwickler kamen mit ein paar Ideen auf uns zu. Sie wollten, dass das Game auf dem Continental Hotel basiert, und dass John auf verschiedene Missionen geht. Es ist eine Art Prequel, und ich fand das eine tolle Idee. Dann hatten wir ein paar Meetings, bei denen besprochen wurde, was wir gerne im Game sehen würden, was uns daran reizen würde. Zum Beispiel kann es einem im Game passieren, dass die Munition ausgeht und man nachladen muss. Dieser Realismus war mir wichtig.

    PC Games: Hat ihr Background als Stuntman das Game beeinflusst?

    Chad Stahelski: Ich glaube schon. Es ist zum Beispiel echt knifflig, an Orten, die sehr offen sind, eine Schießerei zu inszenieren. Man kann da nicht viel machen, daher wollten wir auch beim Game tolle Locations haben, wo man sich verstecken kann, wo man sich ducken kann. Wir suchten nach Orten wie beispielsweise Containerhafen, Schrottplätze und so weiter. Wir nannten es "den Irrgarten". Es gibt im Game sehr viele Hindernisse, sehr viele Ecken, hinter denen etwas lauern könnte.

    PC Games: Waren Sie bei den Stunts für das Game beteiligt?

    Chad Stahelski: Die Animation im Game basiert auf den Probeaufnahmen, die wir für unsere Filmstunts gemacht haben. Wenn wir Stunts proben, filmen wir sie auch immer mit, und dieses Material wurde für das Game digitalisiert und verwendet. Im Game sind also dieselben Stunts und Bewegung und Konzepte wie im Film zu sehen.

    PC Games: Haben Sie sich Sorgen gemacht, dass das Game als gewaltverherrlichend angesehen werden könnte?

    Chad Stahelski: Wir befassen uns in unserem Job mit Gewalt, aber es ist immer eine künstliche Gewalt. Dabei ist es sehr wichtig, dass man den richtigen Tonfall trifft. John Wick ist eine rein fantastische Welt, nicht anders als eine Gruselgeschichte am Lagerfeuer. Die Filme und das Game sind bewusst übertrieben, sie sind eine reine Achterbahnfahrt.

    PC Games: Im Film hat man als Geschichtenerzähler stets die Fäden in der Hand, aber bei einem Game ist der Spieler aktiv an der Geschichte beteiligt. Sind Games eine ehrlichere Form des Geschichtenerzählens?

    Chad Stahelski: Das hängt von der eigenen Perspektive ab, von dem, was man von Kunst und Geschichtenerzählen erwartet. Bei klassischen Künsten, wie der Malerei, ist der Betrachter rein passiv. Aber bei Videogames gibt es eine dreidimensionale Beziehung zwischen den Machern und den Spielern. Der Spieler macht sich die Geschichte zu eigen. Das finde ich eine sehr aufrichtige Form des Erzählens. Aber ich als Regisseur kann natürlich im Film meine eigene Vision viel klarer vermitteln.

    PC Games: Vielen Dank für dieses Gespräch.

    Werbefrei auf pcgames.de und im Forum surfen - jetzt informieren.
    01:35
    John Wick 2: Erster deutscher Trailer zur Fortsetzung des Actionhits
    Spielecover zu John Wick: Kapitel 2
    John Wick: Kapitel 2
  • John Wick: Kapitel 2
    John Wick: Kapitel 2
    Vertrieb
    Concorde Filmverleih
    Kinostart
    16.02.2017
    Film-Wertung:
     
    Es gibt 1 Kommentar zum Artikel
    Von Birdy84
    Ich weiß nicht genau, was von dieser Vorschau zu halten ist. Immerhin sind wir hier auf pcgames.de und nicht auf der…
    • Es gibt 1 Kommentare zum Artikel

      • Von Birdy84 Erfahrener Benutzer
        Ich weiß nicht genau, was von dieser Vorschau zu halten ist. Immerhin sind wir hier auf pcgames.de und nicht auf der Website irgendeiner Hinterhofzeitung, die mit Videospielen sonst nichts am Hut hat. Dieser Artikel lässt mich nämlich eher zu letzterem tendieren. So ungelenkt, wie das Spiel bzw. besonders…
    • Aktuelle John Wick: Kapitel 2 Forum-Diskussionen

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 04/2017 PC Games Hardware 04/2017 PC Games MMore 04/2017 play³ 04/2017 Games Aktuell 04/2017 buffed 12/2016 XBG Games 04/2017 N-Zone 04/2017 WideScreen 04/2017 SpieleFilmeTechnik 04/2017
    PC Games 04/2017 PCGH Magazin 04/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1220562
John Wick: Kapitel 2
John Wick Chronicles gespielt + Interview: Aufregende VR-Erfahrung mit vollem Körpereinsatz
Am 9. Februar erschien John Wick Chronicles: An Eye for an Eye, passend zum Kinostart des Actionknallers John Wick: Kapitel 2 mit Keanu Reeves. Als die lebende Kampfmaschine John Wick ballert sich der Spieler durch diverse Stadtlandschaften und hinterlässt eine Spur toter Pixelmännchen. Beim Anspielen wurde klar: John Wick Chronicles ist eine aufregende VR-Erfahrung mit vollem Körpereinsatz, bei der das Adrenalin schnell in den roten Bereich steigt.
http://www.pcgames.de/John-Wick-Kapitel-2-Film-264965/Specials/Aufregende-VR-Erfahrung-mit-vollem-Koerpereinsatz-1220562/
10.02.2017
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2017/02/John-Wick-Chronicles-Steam-7--pc-games_b2teaser_169.jpg
vr
specials