pcgames.de - Wissen, was gespielt wird!

James Cameron's Avatar: Das Spiel (PC)

Release:
09.09.2011
Genre:
Action
Publisher:
Ubisoft

James Cameron's Avatar im Test: Besser als viele andere Filmumsetzungen

02.12.2009 12:02 Uhr
|
Neu
|
James Cameron's Avatar als buntes Action-Spektakel. Ob Ubisofts Spiel besser ausfällt als andere Film­umsetzungen?

Aufseiten der RDA spielt sich Avatar wie ein typischer Third-Person-Shooter. Aufseiten der RDA spielt sich Avatar wie ein typischer Third-Person-Shooter. Wer in Geschichte aufgepasst hat, weiß: Wann immer Menschen ein neues Territorium erschließen wollten, gab es ein Hauen und Stechen mit den dortigen Ureinwohnern. James Cameron's Avatar, das Spiel zum neuesten Film von Terminator-Schöpfer James Cameron, bedient sich genau dieses klischeebeladenen Themas. Diesmal möchte die Menschheit den Planeten Pandora besiedeln und ausbeuten, was die Na'vi, eine Alien-Rasse, die dort seit Urzeiten haust, nicht gutheißen. Entsprechend actionreich fällt der Spielverlauf aus. Sie ballern sich durch die Flora und Fauna Pandoras, die voller fieser Wildtiere, gefährlicher Pflanzen oder Na'vi beziehungsweise Soldaten ist. Nach einer Stunde entscheiden Sie sich schließlich, ob Sie aufseiten der RDA, also der Invasoren, weiterkämpfen oder lieber die friedliebenden Ureinwohner unterstützen. Letztgenanntes ist auch ein Story-Klischee, wie man es aus vielen Hollywood-Filmen kennt, das Avatar aufgreift. Jedoch macht die Entscheidung keinen so großen Unterschied, wie es sich anhört.

Das, was wir nun von der Geschichte von Avatar zusammengefasst haben, wünscht man sich auch am Anfang des Spiels, damit man weiß, wo man ist und warum. Jedoch sparen sich die Entwickler die mühsame Inszenierung von Zwischensequenzen, die Licht ins Sci-Fi-Dunkel bringen würden. Sie stoßen stattdessen einfach so auf den absurd bunten Planeten, auf dem das Geballer nicht lange auf sich warten lässt. Wer also die Grundgeschichte der Filmvorlage nicht kennt, fühlt sich zu Beginn von Avatar ziemlich allein gelassen. Erst mit der Zeit kapiert man die Handlung.

Schließen Sie sich dagegen den Na’vi an, ist mehr Taktik gefragt, da Sie näher an Ihre Gegner heranmüssen. Schließen Sie sich dagegen den Na’vi an, ist mehr Taktik gefragt, da Sie näher an Ihre Gegner heranmüssen. Egal ob Sie einen schwer bewaffneten Marine spielen oder lieber eines der blauen Aliens: Die Aufgaben, die Sie in Avatar erledigen, sind wenig abwechslungsreich, dafür umso actionreicher: Töten Sie Angreifer, beschützen Sie irgendetwas, attackieren Sie einen Punkt auf der Karte oder holen Sie etwas von irgendwo ab. Das war's auch schon. Die Aufgabenpalette haben Sie nach etwa einer halben Stunde durch, danach wiederholen sich die Jobs immer wieder.
Für jede erledigte Mission bekommen Sie Erfahrungspunkte, mit denen Sie Waffen und Fähigkeiten freischalten. So bekommt Ihr Na'vi-Krieger etwa stärkere Schwerter, einen besseren Bogen oder die Fähigkeit, die Natur zu Hilfe zu rufen, die durch einen Sturm Ihre Gegner umhaut. Das klingt an sich ja super. Aber: Während unserer Spielzeit machte es keinen Unterschied, wie viele Erfahrungspunkte wir für eine Mission bekamen, wir schalteten immer neue Upgrades frei. Zudem hat man keinen Einfluss darauf, was für frische Spielzeuge man bekommt. Es gibt immer ein Paket, das aus einigen Neuigkeiten besteht. Die umfassen fast immer eine neue Wumme, eine bessere Nahkampfwaffe und eine stärkere oder neuen Fähigkeit. Als Ma­rine greift übrigens das gleiche System, wie Sie Ihren Charakter ausbauen, nur dass eben Ihre Knarren besser werden oder Ihr Medi-Kit mehr Schaden heilt. Mehr Unterschied macht es nicht, für welche Seite Sie sich entscheiden, außer dass die Geschichte etwas anders verläuft. Dieses Charakterentwicklungssystem ist also eher eine Fassade als ein wirkliches Feature. Hier hätten wir uns gewünscht, dass man seinen Charakter in einzelnen Aspekten verbessern oder sich das neue Equipment gezielt aussuchen kann, um dem Rollenspielaspekt mehr Tiefe zu verleihen. Denn trotz des sozialkritischen Ansatzes der Geschichte ist es generell die Tiefe, die Avatar über seine gesamte Spielzeit hinweg fehlt.

Mit Pfeil und Bogen räumen Sie Ihre Gegner aus der Entfernung aus dem Weg, allerdings benötigen Sie meist mehr als einen Pfeil. Mit Pfeil und Bogen räumen Sie Ihre Gegner aus der Entfernung aus dem Weg, allerdings benötigen Sie meist mehr als einen Pfeil. Grafisch kommt Avatar sehr hübsch daher, immerhin nutzt es die gleiche Technik wie Far Cry 2. Gerade in den dicht bewuchterten Dschungelgebieten zeigt Ubisoft, dass der hauseigene Grafikmotor glaubhafte Flora zaubert, die wie in dem genannten Afrika-Shooter auch wieder komplett abfackelbar ist. Was allerdings im Ego-Shooter ein nützliches Feature war, verkommt in Avatar zum netten Beiwerk, das man nicht ausnutzen kann. Der Filmvorlage geschuldet, bietet das Spiel einen 3D-Modus, der Avatar plastischer wirken lässt - entsprechende Hardware vo­rausgesetzt. So benötigen Sie einen 3D-Monitor oder Nvidias 3D Vision. Wenn Sie den 3D-Effekt einschalten, sinkt die Bildwiederholrate etwas, dafür wirkt das Bild plastischer.

Die Steuerung funktioniert, wie in einem Third-Person-Shooter üblich: Per WASD-Tasten steuern Sie Ihr Männchen, die Maus dreht die Kamera. Allerdings fällt diese Steuerung in den Flugsequenzen zu hakelig aus, denn die drachenartigen Flugwesen reagieren zu prompt auf Tastenbefehle, sodass man oft gegen Felsen statt um sie herum fliegt. Alles wie in anderen Titeln auch - nicht neu, aber gut. Wären die Aufträge also abwechslungsreicher, bekäme Avatar eine bessere Wertung, denn technisch passt alles.

Kopierschutz-Info: Ubisoft wollte keine Angaben zum Kopierschutz machen. Unsere Version musste per Key über das Internet aktiviert werden.

PC GAMES-
Spielspaß-Wertung:
78 %
Leserwertung
(2 Votes):
81 %
Viele Waffen und Fähigkeiten
Charakterentwicklung zu sehr Fassade
Checkpoints sind fair gesetzt
Aufgaben wiederholen sich zu schnell
   
Sebastian Weber
„Besser als viele andere Filmumsetzungen“
Meine Meinung über Spiele zu Filmen ist inzwischen schlecht – zu viele lieblos zusammengestöpselte Titel gab es in den vergangenen Jahren. Doch Avatar ist für eine Filmumsetzung tatsächlich solide gelungen. Zwar sind die Quests auf Dauer ziemlich eintönig, da Sie immer wieder dieselben Aufgabenstellungen vorgesetzt bekommen, aber Ubisoft hat die Action ziemlich gut in Szene gesetzt. Die Grafik stimmt und fängt die Vorlage von James Cameron gut ein, der Sound passt auch, die Steuerung führt – abgesehen von den Flugszenen – nicht zu gebrochenen Fingern. Lediglich der Einstieg lässt den Spieler verdutzt vor dem Monitor sitzen. Anfangs bleiben einfach zu viele Fragen offen, die ich mir schneller geklärt gewünscht hätte, denn die banale Story kommt viel zu langsam in Fahrt.
   
Online-Redakteur
Moderation
02.12.2009 12:02 Uhr
Jetzt ist eure Meinung gefragt: Hier könnt ihr euren Kommentar zum Artikel veröffentlichen und mit anderen Lesern darüber diskutieren.
Dein Kommentar
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
09.12.2009 10:43 Uhr
habs mir gekauft - also mir sagts überhaupt nicht zu - wenn jemand des game für billich geld haben will pm an mich 
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
08.12.2009 22:46 Uhr
Zitat: (Original von Mp3Baron;8375591)
Die Spiele Macher haben sich gedacht. wenn sie paar verschiedene Waffen einprogrammieren und Möglichkeiten verschiedene Fahrzeuge zu steuern dann werden die Spieler in Maßen kommen. Falsch gedacht, Zocker brauchen anspruchvolle Spiele. Ich werde „Avatar“ zocken wenn ich Langeweile habe und nichts mehr zum zocken.

Aber die Spieler kommen doch bei der Wertung in Maßen... 


 
Neuer Benutzer
Bewertung: 0
06.12.2009 20:31 Uhr
Zitat: (Original von Mp3Baron;8375591)
Die Spiele Macher haben sich gedacht. wenn sie paar verschiedene Waffen einprogrammieren und Möglichkeiten verschiedene Fahrzeuge zu steuern dann werden die Spieler in Maßen kommen. Falsch gedacht, Zocker brauchen anspruchvolle Spiele. Ich werde „Avatar“…

Verwandte Artikel

Neu
 - 
Im neuesten Video-Entwicklertagebuch zu James Cameron's Avater: Das Spiel gehen die Entwickler auf die geplante Blockbuster-Action ein und zeigen die verschiedenen Waffen im Spiel. Außerdem gibt's neue Gameplay-Szenen aus dem kommenden Actiontitel. mehr... [5 Kommentare]
Neu
 - 
James Cameron's Avatar: Das Spiel bietet nicht nur einen Single- sondern auch einen Multiplayer-Modus. Heute zeigt Ubisoft letzteren via Video und Screenshots. mehr... [6 Kommentare]
Neu
 - 
Im dritten Entwicklertagebuch zu James Cameron's Avatar: Das Spiel dreht sich alles um die Entscheidungen, die der Spieler im Konflikt zwischen den menschlichen RDA-Truppen und den Na'vi treffen muss. mehr... [1 Kommentar]
Neu
 - 
Ab dem 16. November veröffentlichen Ubisoft und Coca Cola Zero die PC-Demo zu James Cameron's Avatar: Das Spiel exklusiv für 14 Tage. mehr... [31 Kommentare]