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  • Der Herr der Ringe Online: (G)Ri(n)ders of Rohan - Leser-Special von Shackleton

    Viele sind von dem neuen Inhalt den die Erweiterung "Riders of Rohan" für Der Herr der Ringe gebracht hat begeistert, auch ich. Hat sich aber nun alles zum Richtigen entwickelt bzw. wurde der Richtige Weg eingeschlagen? Der Artikel soll einmal den (meinen) Blickwinkel eines Spielers darstellen, der zu den ersten Spielern auch bei Schatten von Angmar gehörte.

    Ich weiß noch ganz genau, wie ich HdRO/LOTRO beim ersten mal angespielt hatte. Mein Eindruck war "WOW!!!" gigantisch. Im Prinzip stellte es damals all das dar, was ich immer an einem PC/MMO-Spiel gesucht hatte. Mich hatte ein echtes "Fieber" gepackt, das bis in die Mirkwood-Erweiterung anhalten sollte. Ich fand wirklich fast alles super, was ich in dem Spiel vorfand. Als Fantasy und Tolkien-Fan gab es für mich auch keine Alternative. Mit der Entwicklung des ganzen MMO-Marktes beobachtete ich aber in der Zwischenzeit auch eine Entwicklung an dem Spiel, die mir selber sehr zu denken gab. War ich noch immer regelmäßig online, gab es andere Spieler (auch Gildenmitglieder), die nach einer Erweiterung immer für 1-2 Monate regelmäßig online waren und dann aber wieder sukzessive verschwanden. Mein "Spiel-Fieber" senkte sich auch mit der Zeit und ich stellte mir dabei die Frage "Warum eigentlich?" immer öfter. Erst mit meiner vermehrten Aktivität als Beta-tester bei MMO-Spielen erkannte ich, was mir komplett missfiel, HdRO/LOTRO aber als Spielsystem immer weiter kultivierte: "Grinding", "Rush-through-techniques" und "Entwicklung von Graphik und Vertonung=0".

    Hinsichtlich des "Grindings" große oder elaborierte Dekurse darzustellen, ist meines bescheidenen Erachtens sinnlos. Spieler eine Instanz 20-50 Mal durchspielen zu lassen, um bestimmte Gegenstände/Items zu bekommen, ist für ein regelmäßig zahlendes Klientel schlicht und ergreifend eine Frechheit geworden. Nicht nur, daß es an Monotonie kaum zu überbieten ist, ist es auch dem Spielspass extrem abträglich, wenn man Abend für Abend vor seinem PC sitzt und zudem noch zusehen muss, daß man andere Mitspieler für diese Instanz gewinnen kann, denn individuelle oder Solo-Pfade gibt es in dem Spiel kaum bis gar nicht. Was 2007 noch als selbstverständlich angesehen werden kann (hatte man ja nur die Erfahrungen von WoW), ist in der heutigen Zeit eher ein Zeichen für die dringende Notwendigkeit ein Spiel zu überarbeiten.

    Also kam "Riders of Rohan" und mit der Erweiterung eine weitere Ernüchterung, zumindest für mich. Inzwischen gibt es zwar "Dungeon-finder" und neue "Features", wie z.B. das Reiter-System, was prinzipiell als echt originelle Idee aufscheint. Allerdings flauen alle wirklich positiven Ansätze schon unter den wirklich absurden Ansätzen ab, dass es am Anfang das "Symbol of Celembrimbor", dann bei der nächsten Erweiterung das "Worn Symbol of Celembrimbor", und jetzt das "Tranquished Symbol of Celembrimbor" gibt. Weiterhin wurden die persönlichen "Stats" immer wieder im "Level-cap" von 10, dann 12, dann 14 und jetzt 16 angehoben. Ich wage zu prognostizieren, daß bei der nächsten Erweiterung es dann das "Worn tranquished Symbol of Celembrimbor" und 18 als Max Level bei den "Stats" geben wird. Natürlich auch, was Rüstungen etc angeht, darf man wieder regelmäßig repetetiv alles schön brav abrennen und dann mit einem Rezept "craften" oder nicht.

    Hiernach kommt man gleich drauf, daß die HdRO/LOTRO-Spieltechnik von einem simplen "Rush-Through"-System dominiert wird. Um mit seinen Mitspielern mithalten zu können, insbesondere was Raids/Schlachtzüge angeht, rennt man möglichst in kurzer Zeit durch alle Instanzen und hofft auf Glück beim Loot-Roll System, damit man zumindest im aktuellen Inhalt immer vorne mit dabei ist. Nachdem man aber nun über 2 Monate alles bis zu 100 Mal wiederhohlt hat, verstehe ich den Spieler, der sagt:"So, aber jetzt eine Pause." Individuelles Spielen ist auf Basis dessen, daß das meiste auf dem "Bigger, Better, Faster"-Prinzip beruht, fast nicht möglich. Equipment muss her und da das beste und so schnell wie möglich, damit man den Anschluss einfach hält. Dann hebt man einfach letztlich auch das Level für die einzelnen Schlachtzug/Raid-Instanzen einfach an, und lässt die Spieler einfach da nochmal x-mal durchrennen. Denn, nur wer schön brav Ausdauer hat, sich das anzutun, bekommt Ausrüstung, um vorne mit dabei zu sein. Und wenn die Schlachtzug-/Raid-Instanzen zu langweilig werden, wechselt man einfach zu den Scharmützeln/Skirmishes, denn da funktioniert alles genau nach demselben Prinzip.

    Wenn man sich jetzt hinstellt und sagt:" Ok, die sind einfach konsequent und gehen halt den initial eingeschlagenen Weg ihres Spielsystems einfach weiter.", sei die Sinnhaftigkeit dessen mal dahingestellt (siehe Warhammer online). Was ich mir dann aber von einem Spiel erwarte (vielleicht übertriebener Weise), ist, dass es sich auch in seinem optischen bzw. akustischen Erscheinungsbild verändert bzw. weiterentwickelt. Was 2007 wirklich super aussah, sieht heute eher, wie eine gering weiterentwickelte Form von damals aus. Direkt X im neuen Modus hielt Einzug, wohl wahr, aber dem Rest kann ich kaum etwas abgewinnen. Was mich damals fesselte, ist heute schlicht veraltet. Im Vergleich z.B. zu Guild Wars2 (zugegeben vielleicht ein bisschen unfair, da GW2 schlicht neu ist und von den Erfahrungen wie WoW oder eben HdRo profitiert hat) wirkt das ganze Spiel wenig dynamisch und recht hölzern. Auch hätte ich mir eine adäquate Vertonung des Spiels gewünscht, stattdessen, muss der Spieler, wie zu Anfangszeiten, die Textphrasen sogar bei den epischen Quests lesen.
    Trotz prinzipiell gutem atmosphärischen Erscheinungsbild, haben sich die Hauptziele der Schlachtzüge/Raids nicht geändert. Ausrüstung. Die Graphik blieb über die Jahre dabei ebenso größtenteils auf der Strecke Trotz prinzipiell gutem atmosphärischen Erscheinungsbild, haben sich die Hauptziele der Schlachtzüge/Raids nicht geändert. Ausrüstung. Die Graphik blieb über die Jahre dabei ebenso größtenteils auf der Strecke Quelle: lotro-forums
    Abschließend kann man zusammenfassend HdRo/LOTRO sicher als gutes Spiel bezeichnen, dem es vor allem gelingt Atmosphäre aufzubauen. Ein Spiel, was Dich fesselt und in seinen Bann zieht, ist es leider nicht, dafür hat man die Neuentwicklung des MMO-Marktes zu kategorisch ignoriert. Prinzipiell hat das Spiel dennoch wirklich viele Facetten, die Spaß bringen können, auch um einen wieder dauerhaft zu motivieren, täglich sich dort einzuloggen. Dafür bedarf es aber einer rigorosen Überarbeitung.Der Fokus, und so scheint es, liegt eher darin, möglichst viel und schnell auf den Markt zu werfen, und weniger darin, das Spiel neu zu positionieren.

    08:25
    Der Herr der Ringe Online: Die Reiter von Rohan - Überblick
    Der Herr der Ringe Online: Die Schatten von Angmar
  • J.R.R. Tolkien's Riders of Rohan
    J.R.R. Tolkien's Riders of Rohan
    Publisher
    Mirrorsoft
    Developer
    Personal Software Services
    Release
    1990

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J.R.R. Tolkien's Riders of Rohan
Der Herr der Ringe Online: (G)Ri(n)ders of Rohan - Leser-Special von Shackleton
Viele sind von dem neuen Inhalt den die Erweiterung "Riders of Rohan" für Der Herr der Ringe gebracht hat begeistert, auch ich. Hat sich aber nun alles zum Richtigen entwickelt bzw. wurde der Richtige Weg eingeschlagen? Der Artikel soll einmal den (meinen) Blickwinkel eines Spielers darstellen, der zu den ersten Spielern auch bei Schatten von Angmar gehörte.
http://www.pcgames.de/JRR-Tolkiens-Riders-of-Rohan-Spiel-9565/Specials/Der-Herr-der-Ringe-Online-GRinders-of-Rohan-Leser-Special-von-Shackleton-1045848/
27.01.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2013/01/233186.jpg
der herr der ringe online,online-rollenspiel
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