Online-Abo
Login Registrieren
Online-Abo
Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
als Startseite festgelegt.
    Möchtest du diese Seite als Startseite festlegen?
    Mobile als Startseite festgelegt.
    Login Registrieren
  • Invisible, Inc. im Test: Tolle Cyberpunk-Taktik in Reinkultur

    Das Spionagespiel von Klei Entertainment trumpft mit durchdachter und gut funktionierender Stealthmechanik mit Rundentaktik auf. Quelle: Klei Ent.

    Sicherheitswarnung: Cyberpunk-Agenten sind in unsere Konzern-Systeme eingedrungen und lassen uns dank ihrer taktischen Vielfalt einfach nicht mehr los! Invisible, Inc. hat uns im Test originell unterhalten.

    Tarnen, täuschen und verpieseln – Klei Entertainment liefert ein spannendes Katz-und-Maus-Spiel für Cyberpunk-Liebhaber. Das kanadische Entwicklerteam sorgte schon mit seinen bisher veröffentlichten Spielen Shankz, Don't Starve und Mark of the Ninja stets für originelle Unterhaltung. Invisible, Inc. setzt voll und ganz auf durchdachte Stealth-Mechaniken mit rundenbasiertem, taktisch anspruchsvollem Gameplay, in dem ihr mit Hacker-Agenten verschiedenste Konzerneinrichtungen ausspioniert.

    Konzern vs. Agentur

    Dank der umfangreichen Einstellmöglichkeiten für die Kampagne lässt sich Invisible, Inc. auf vielfältige Weise durchspielen. Dank der umfangreichen Einstellmöglichkeiten für die Kampagne lässt sich Invisible, Inc. auf vielfältige Weise durchspielen. Das in schlichter Zeichentrickgrafik inszenierte Dystopie-Szenario erinnert an Spiele wie Shadowrun, Deus Ex, Syndicate und Satellite Reign. Mächtige Konzerne beherrschen darin die Welt in naher Zukunft. Im Falle von Invisible, Inc. verschlägt es euch ins Jahr 2074. Als taktischer Operator der Hacker-Agentur Invisible müsst ihr zu Beginn der Kampagne miterleben, wie euer Hauptquartier von Konzerntruppen zerstört wird. Es bleibt nur die Flucht, doch die überlebende Agentur-Chefin Central hat einen Plan. Zusammen mit den zwei verbliebenen Agenten Decker und Internationale sowie der Hacker-KI namens Incognita bereitet Central einen Gegenschlag vor. Innerhalb eines vorgegebenen Zeitlimits von 72 Stunden gilt es, zahlreiche Infiltrationsaufträge zu absolvieren. Die zufallsgenerierten Missionen sollen euch auf den finalen Schlag gegen das weltweit agierende Konzern-Sicherheitsnetz vorbereiten.


    Viel mehr an Story bietet Invi­sible, Inc. nicht, zwischen den Missionen gibt es zwar gut vertonte, aber eher unspektakulär inszenierte Dia­logszenen zu sehen. Welche Rolle die Konzerne und die Hacker-Agentur spielen, wird allenfalls angerissen, was ein wenig schade ist. Dafür punktet das Schleichspiel umso mehr bei der Kampagnengenerierung und beim taktischen Gameplay.

    01:00
    Invisible Inc.: Launch-Trailer zum Strategiespiel mit Stealth-Elementen

    Wettlauf gegen die Zeit oder Endlosschleife?

          

    Die Standardeinstellung in der Kampagne von 72 verfügbaren Einsatzstunden klingt nach viel Zeit, allerdings tickt die Kampagnenuhr in Invisible, Inc. dabei etwas anders als gewohnt. Anhand einer Weltkarte sucht ihr euch euer nächstes Missionsziel aus. Um zum Einsatzort zu gelangen, benötigt ihr jedoch eine längere Anreisezeit, die zwischen sechs und zwölf Einsatzstunden verschlingt. Je nach Wahl und per Zufallsgenerator gespeisten Auftragsangebot absolviert ihr in einem Story-Durchlauf etwa sechs bis zehn Aufträge, was im leichten Modus in knapp fünf Stunden machbar ist. Mit schweren Kampagneneinstellungen lässt sich aber auch locker eine zweistellige Spielstundenzahl erreichen.

    Dank der umfangreichen Einstellmöglichkeiten für die Kampagne lässt sich Invisible, Inc. auf vielfältige Weise durchspielen. Dank der umfangreichen Einstellmöglichkeiten für die Kampagne lässt sich Invisible, Inc. auf vielfältige Weise durchspielen. Um einen möglichst hohen Wiederspielwert zu schaffen, stellen euch die Entwickler über 20 Optionseinstellungen zur Verfügung, um viele Parameter nach eigenen Wünschen anzupassen. So lässt sich etwa die Einsatzzeitbegrenzung für die Kampagnenmissionen in fünf Stufen regeln, von minimal 24 Stunden bis hin zu einem Endlosmodus. Letzterer verzichtet auf das Zeitlimit und bietet keine finale Mission. Vielmehr nimmt die Schwierigkeit der Spionagemissionen mit jedem Einsatztag zu und es geht darum, wie lange eure aktive Agententruppe überleben kann.

    Auch Features wie die optionale Levelwiederholung bei Misserfolg, eine Zurückspulfunktion des letzten Zuges, die K.o.-Zeit besiegter Wachen, die Alarmstufenregelung, Startkapitalgröße, Anzahl der Räume im Level und viele Details mehr lassen sich nach Herzenslust verändern und bieten so herrlich viel Abwechslung für das Kampagnenspiel. Dadurch lässt sich Invisible, Inc. mal als gemütliche Feierabendrunde, mal als adrenalingetriebener Wettlauf gegen Zeit und stets stärker auftretende Gegner bestreiten, prima gelöst. Zudem sorgen die zufällig generierten Levels und Missionen stets für einen anderen Kampagnenverlauf.

    Spione wie wir

          

    Euer Agententeam setzt sich aus insgesamt zehn spielbaren Charakteren zusammen. Zu Beginn einer Kampagne habt ihr nur zwei Helden am Start. Durch fleißiges Spielen schaltet ihr weitere Agenten frei. Euer Agententeam setzt sich aus insgesamt zehn spielbaren Charakteren zusammen. Zu Beginn einer Kampagne habt ihr nur zwei Helden am Start. Durch fleißiges Spielen schaltet ihr weitere Agenten frei. Invisible, Inc. bietet derzeit einen Agentenpool von insgesamt zehn spielbaren Charakteren an. Zusätzliche Agentenpacks per DLC sind in Planung. Im Spiel startet ihr jedoch zunächst mit zwei Einheiten, um die ersten Aufträge zu meistern. Jeder Agent beginnt mit unterschiedlichen Eigenschaften und Ausrüstungsgegenständen. Startcharakter Internationale beispielsweise verfügt über ein Implantat, das es ihr ermöglicht, aus der Ferne Objekte zu hacken. Ihr Partner Decker indes besitzt ein Tarnmodul, das ihn für eine Runde unsichtbar macht. Die Auswahl der angebotenen Missionen umfasst nur eine Handvoll verschiedener Szenarien. Mal sollt ihr eine bestimmte Zielperson finden, um Informationen zu ergattern. Mal gilt es, wertvolle Cybertech-Ware zu stehlen, einen inhaftierten Agenten zu befreien oder einen Datenserver zu hacken. Runde für Runde zieht ihr dabei eure Figuren ähnlich wie in Jagged Alliance 2 durch die Levels.

    Ihr späht durch Türen, lasst euch Patrouillenwege der Wachen anzeigen, hackt und schleicht euch Stück für Stück voran, deckt unerschlossenes Gebiet auf. Wer die Optionen entsprechend eingestellt hat, muss dabei stets den automatisch steigenden Sicherheitslevel im Auge behalten, der maximal auf Stufe 6 klettert. Mit jeder neuen Alarmstufe setzt euch Invisible, Inc. verstärkte Sicherheitsmaßnahmen vor. Zusätzliche Kameras, besser gepanzerte Wachen, Drohnen, die Agentenstandorte aufspüren – die zusätzlichen Bedrohungen sorgen für steigenden Nervenkitzel und Spannung. Wer lange unentdeckt bleibt, spürt so Tresore auf, die Credits bescheren. Mit dem Geld lässt sich in Nano-Fabriken, die ihr in den Levels findet, verbesserte Ausrüstung kaufen. Je länger ihr euch für die Erkundung Zeit lasst, desto gefährlicher wird es. Wer mag, kann sich auch einfach auf das eigentliche Missionsobjekt konzentrieren – doch auch das müsst ihr erst mal aufstöbern und danach auch noch einen Extraktionspunkt erreichen. Keine leichte Aufgabe, aber ungemein motivierend.

    Da Invisible, Inc. komplett rundenbasiert ist, habt ihr in der Regel genügend Zeit, euch die aktuelle Situation anzuschauen und den nächsten Zug zu planen. Es sei denn, ihr habt die Option 'Zeitangriff' gewählt, dann müsst ihr eure Züge in jeweils zwei Minuten abschließen. Da Invisible, Inc. komplett rundenbasiert ist, habt ihr in der Regel genügend Zeit, euch die aktuelle Situation anzuschauen und den nächsten Zug zu planen. Es sei denn, ihr habt die Option "Zeitangriff" gewählt, dann müsst ihr eure Züge in jeweils zwei Minuten abschließen. Dank der zufälligen Level-Generierung gestaltet sich jeder Auftrag anders. Auch wenn sich die Raumelemente oft wiederholen, bleibt die Spannung stets auf hohem Niveau. Neben euren Agenten befehligt ihr auch die Hacker-KI Incognita. Diese füttert ihr mit Energie und könnt dann im jederzeit einblendbaren Hack-Modus zusätzlichen Einfluss auf Levelobjekte nehmen. Übernehmt Kameras, Geschütztürme, öffnet Tresore oder Energiesperren – hierzu stehen euch im Verlauf der Kampagne verschiedenste Software-Upgrades für Incognita zur Verfügung. Doch auch hier müsst ihr taktisch und vorsichtig vorgehen, denn eure KI-Software sieht sich zunehmend mit entsprechenden Gegenmaßnahmen konfrontiert, den sogenannten Deamons. Diese ziehen euch beispielsweise Energie ab oder senken temporär die maximalen Aktionspunkte eurer Agenten.

    Das Zusammenspiel von Agentenfähigkeiten und eurer KI-Software ist wunderbar durchdacht und funktioniert hervorragend. Für den ersten Spieldurchgang empfiehlt sich, erst mal einen einfachen Spielmodus zu absolvieren, um sich so mit den verschiedenen Spielmechaniken vertraut zu machen. Zwar enthält Invisible, Inc. auch ein optionales Tutorial, doch die Feinheiten muss man schon selbst austüfteln. Um die taktische Vielfalt des Spiels voll auszukosten, sind mehrere Kampagnen-Runs mit verschiedenen Optionen ratsam. Nur so und mit steigender Erfahrung schaltet ihr alle zehn Agenten frei und könnt ausgiebig mit deren unterschiedlichen Eigenschaften experimentieren.

  • Invisible Inc.
    Invisible Inc.
    Developer
    Klei Entertainment, Inc.
    Release
    12.05.2015
    Es gibt 2 Kommentare zum Artikel
    Von Kaylee
    Mich hat Invisible Inc. gerade auch voll gepackt, mache einen Run nach dem nächsten. :-DDurch den zufälligen…
    Von Astorek
    Gameplaytechnisch ein wahnsinnig gutes Spiel, was dank sinnvollen Detailverbesserungen sogar dem letzten X-COM-Teil…

    Aktuelle Strategie-Spiele Releases

    Cover Packshot von Rollercoaster Tycoon World Release: Rollercoaster Tycoon World Atari , Pipeworks Software
    Cover Packshot von Transport Fever Release: Transport Fever
    • Es gibt 2 Kommentare zum Artikel

      • Von Kaylee Erfahrener Benutzer
        Mich hat Invisible Inc. gerade auch voll gepackt, mache einen Run nach dem nächsten. :-D

        Durch den zufälligen Levelaufbau ist der Wiederspielbarkeitswert enorm hoch und man darf keine Angst davor haben auch mal zu scheitern, besonders die Final-Mission in der Kampagne hat es in sich. Man kann aber sehr viel an Optionen und Schwierigkeit vor jeder Kampagne verändern, also auch Strategie-Neulinge können erstmal langsam einsteigen.
      • Von Astorek Benutzer
        Gameplaytechnisch ein wahnsinnig gutes Spiel, was dank sinnvollen Detailverbesserungen sogar dem letzten X-COM-Teil mindestens ebenbürtig, wenn nicht gar besser ist. Taktikfans können bedenkenlos zugreifen, X-COM-Fans sowieso  .

        Hoffe, dass das Spiel die verdiente Aufmerksamkeit bekommt. Das Entwicklerstudio haut ja wirklich einen Hit nach dem anderen raus (Shank, Don't Starve, Mark of the Ninja...)
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 12/2016 PC Games Hardware 01/2017 PC Games MMore 01/2016 play³ 01/2017 Games Aktuell 12/2016 buffed 12/2016 XBG Games 11/2016 N-Zone 12/2016 WideScreen 01/2017 SpieleFilmeTechnik 12/2016
    PC Games 12/2016 PCGH Magazin 01/2017 PC Games MMORE Computec Kiosk On the Run! Birdies Run
article
1161474
Invisible Inc.
Test: Tolle Cyberpunk-Taktik in Reinkultur
Sicherheitswarnung: Cyberpunk-Agenten sind in unsere Konzern-Systeme eingedrungen und lassen uns dank ihrer taktischen Vielfalt einfach nicht mehr los! Invisible, Inc. hat uns im Test originell unterhalten.
http://www.pcgames.de/Invisible-Inc-Spiel-55507/Tests/Test-Tolle-Cyberpunk-Taktik-in-Reinkultur-1161474/
14.06.2015
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2015/06/InvisibleInc__13_-pc-games_b2teaser_169.jpg
strategie,taktik
tests