Inversion: Gamescom-Preview zum Brutalo-Shooter
Gamescom-Vorschau zum Brutalo-Shooter Inversion von Namco Bandai. Eine PC-Version des Spiels scheint in Arbeit zu sein.
In Inversion werden Sie von fiesen Aliens angegriffen - die Welt ist dem dem Untergang nahe. Der Hauptakteur ist ein noch namenloser Kriegsveteran, der eigentlich längst außer Dienst ist, seine Frau starb jedoch und seine Tochter gilt im Kriegsgebiet als vermisst. Deshalb kehrt er zurück zum Brennpunkt, sucht seine Tochter und metzelt alles nieder, was ihm in die Quere kommt. Kern des Titels vom Publisher Namco Bandai und großes Alleinstellungsmerkmal: Das Spiel mit der Schwerkraft: Man kann die Gravitation kontrollieren und so Objekte und Gegner beeinflussen. Bei unserer Gamescom-Präsentation von Inversion wurde beispielsweise ein Müllberg in die Luft befördert, der sich aus vielen kleinen Objekten zusammensetzt. Insbesondere die gute Physik-Simulation wusste dabei zu gefallen. Dannach wurde ein Fass zerstört - der flüssige Inhalt schwebt als Blase im Raum. Damit lässt sich im Spiel selbst einiges anstellen: Im Beispiel handelte es sich um Öl, das wir dann in eine nahe Feuerstelle schleudern, um ein Rudel Feinde zu sprengen, während man an anderen Stellen mit Wasser auf diese Weise Feuer löscht.
Außerdem kann man Gegner aus der Deckung heraus schweben lassen, Gegnern die Deckung wegnehmen, oder sich selbst Autos und Geröll vor die Nase setzen, um es als Deckung zu nutzen. Einige Gegner nutzen ebenfalls Schwerkraft-Manipulation, man muss also mitunter im Schwerelosen kämpfen. Im Nahkampf gibt es - Gears-typisch! - sehr brutale Finisher (auf dem Boden liegenden Gegnern den Kopf zerstampfen; mit Bajonett am Gewehr Gegner aufschlitzen). Auf die Frage zum Rating meint Mathew Karch, Mitgründer vom Entwickler Saber Interactive: "Wir machen so viel, wie uns das deutsche Gesetz erlaubt". Schon zu Beginn sah man in einer Cut-Scene die riesigen Bajonett-Fortsätze an den Gewehren. Ein dabei sitzender Redakteurs-Kollege stellt darauf hin die unglaublich intelligente Frage, wozu diese den gut wären. Neben der Physik-Simulation lassen sich viele Objekte auch zerstören, angeblich "perfekt simuliert”. Wir schießen mit einem festmontierten Geschütz auf ein Gebäude gegenüber, es kracht schön zusammen und begräbt Feinde unter sich - je nachdem, auf welche Säule der Präsentator schießt, stürzt in anderer Teil des Gebäudes zusammen.
Gamescom-Vorschau zum Brutalo-Shooter Inversion von Namco Bandai. (6)
Danach kommt ein Sniper-Abschnitt zum Einsatz über mehrere Hochhäuser, die mit Baugerüsten versehen sind. Getroffen Feinde fallen vom Gerüst, reißen teils noch einzelne Bretter mit sich. Dann trifft er ein Benzinfass, es entsteht eine Kettenreaktion mit anderen Fässern, nacheinander explodiert das ganze Gerüst und kracht beeindruckend zusammen. Das sah schon eher nach echter Physik aus. Und es sah echt gut aus! Highlight des Entwicklers: Wir Snipern einen Gegner auf vom Dach eines Wolkenkratzers, der Getroffene stürzte hunderte Meter in die Tiefe und krachte dabei durch ein Baugerüst, welches daraufhin ebenfalls physikalisch scheinbar korrekt in sich zusammenfällt. Am Ende des Levels verfolgt uns ein Panzer - man kann keine Vehikel fahren, auf Nachhaken meinerseits flüstert uns der Entwickler aber, dass es später wohl Fahrzeuglevel geben wird, in denen man eben mitfährt.
Das Beste hob man sich dann aber doch scheinbar für den Schluss der Gamescom-Präsentation auf: Die Gravity-Waves! Der Planet ist so aus den Fugen geraten, dass immer wieder Gravit-Waves über ihn hereinbrechen und die Schwerkraft verändern. Eine solche Welle kommt, wir werden in die Luft geschleudert, kämpfen kurz im Schwebezustand. Danach ändert sich die Gravitationskraft um 90°, wir laufen also praktisch auf der Hauswand, Gegner und Objekte geben ebenfalls der neuen Richtung nach, krachen auf die Hauswand herunter, dort geht der Kampf weiter. Später gibt es auch kleine Anomalien, die auf sehr engem Raum die Schwerkraft ändern - so kämpfen Spieler gegen Feinde, die an der Decke hängen, weil auf ihrer Seite des Raumes die Schwerkraft anders wirkt. Cool ist auch, dass geworfene Granaten oder Gegenstände mitten im Flug ihre Bahn ändern, je nach Einwirken der Gravitation.
Bislang ist Inversion nur für PlayStation 3 und Xbox 360 angekündigt. Das Actionspiel erscheint im kommenden Jahr. Ein genauer Termin ist noch nicht bekannt, ebenso wenig, ob es eine PC-Version geben wird. Wir bleiben selbstverständlich für Sie am Ball und lassen diesbezüglich nicht locker.
Aufgefallene Stärken:
+gute Optik + sehr gute Physik, viele interaktive Objekte, sogar zerstörbare Umgebungen
+Grundmechanik aus dem Gears of War-Franchise
+Spiel mit der Schwerkraft sehr reizvoll
+Koop-Fokus
+ein paar coole Ideen - wenn's mehr davon gibt, wird's super
Aufgefallene Schwächen
-Held sieht nicht so toll aus, sein Charakter ist noch unbekannt
-Multiplayer macht 50% aus
-Abgesehen von der Gravity-Manipulation, sehr dreist vom Gears of War-Franchise geklaut
-noch nicht absehbar, inwiefern die gezeigten Zerstörungen wirklich simuliert und nicht vielleicht doch geskriptet waren.
Fazit:
Sieht erst mal nach einem saudreisten Gears-Klon aus, der sogar einige Animationen und Interface-Symbole praktisch 1:1 kopiert. Dann folgte aber das Gravity-Gameplay und die Demonstration der wirklich beeindruckenden Physik und das Spiel mauserte sich langsam. Schickes Teil, hat das Zeug zum Geheimtipp.
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Werd das Spiel auf jeden Fall im Auge behalten.