Saarbrücker Forscher entwickeln Radiergummi fürs Internet
Hochgeladene Peinlichkeiten bei Facebook und Co. einfach ausradieren? Vielleicht bald möglich.
Innenminister Thomas de Maizière forderte es kürzlich in einer Rede zur künftigen Netzpolitik der Bundesregierung, in einem TV-Spot zum Jugendmedienschutz fand es ebenfalls schon Erwähnung: Die Rede ist vom 'Radiergummi fürs Internet'. Dass es sich dabei nicht um eine vollkommen abwegige Kopfgeburt fachfremder Laien handelt, wollten Informatiker der Universität Saarbrücken beweisen. Unter der Zielsetzung dem Internet das Vergessen beizubringen erstellten die Wissenschaftler ein Konzept, das auf der Verschlüsselung von im Internet bereit gestellten Daten beruht. Auf der Website des Projekts klingt das so: "Alle Daten die dessen Eigentümer veröffentlichen möchte werden von ihm mit einem individuellen Schlüssel verschlüsselt und dann in verschlüsselter Form zur Verfügung gestellt. Der hierzu verwendete Schlüssel erhält vom Dateneigentümer zusätzlich ein Ablaufdatum und wird im Anschluss auf von vertrauenswürdigen Organisationen zur Verfügung gestellte Schlüsselserver hochgeladen. Möchte nun jemand die verschlüsselten Daten betrachten wird über eine Browsererweiterung der für die Entschlüsselung der Daten notwendige Schlüssel von einem Schlüsselserver heruntergeladen, das Bild entschlüsselt und im Anschluss das Bild unverschlüsselt angezeigt. Ist das Ablaufdatum einmal erreicht wird der Schlüssel auf den Schlüsselservern gelöscht. Somit ist ab diesem Zeitpunkt ein Betrachten für jemanden der den Schlüssel nicht bereits besitzt, nicht mehr möglich."
Allerdings müsse dabei verhindert werden, "dass ein Angreifer alle Schlüssel speichert und somit sich immer Zugriff auf alle Daten bewahrt". Dies soll durch das Vorschalten eines sogenannten Captchas erreicht werden. Erst nach dessen Lösen kann der erforderliche Schlüssel geladen werden. Diese Maßnahme würde den Aufwand für den Angreifer beim Sammeln von Schlüsseln enorm erhöhen. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass auch dieses System keine 100% Sicherheit gewährleisten kann, wie die Wissenschaftler der UdS aber auch einräumen.
Video-Demonstration der Saarbrücker Variante des Internet-Radiergummis:
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Werden da , in Saarbrücken, so fachfremde Laien ausgebildet, dass die auf so eine Schnapsidee kommen?
Radiergummi für's Internet.... ROTFL. Das klingt so…
Genau sie speichert es ab und lädt es woanders hoch! Womit hat DAS bitteschön den Namen "Radiergummi" verdient??