Internet: Spendenfinanziertes WLAN-Projekt in Mainz gestartet
Projekt Internetbrunnen: Mögliches Vorbild für weitere deutsche Städte?
Für jedermann zugängliche, drahtlose Internet-Zugänge sind in vielen Städten Deutschlands immer mal wieder Thema der öffentlichen Diskussion. Insbesondere die Bundeshauptstadt Berlin plant schon seit einigen Jahren die Umsetzung eines solchen Konzepts - und scheiterte bislang immer wieder und wieder. Mal waren die ungeklärte Finanzierung, dann Fallstricke juristischer Art die Ursache. In der Hauptstadt des westdeutschen Bundeslandes Rheinland-Pfalz ist nun ein interessantes Internet-Projekt an den Start gegangen, das möglicherweise auch als Vorbild für weitere Standorte dienen könnte: Die Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V., die Initiative Freifunk Mainz haben mit Unterstützung der Stadt Mainz das 'Projekt Internetbrunnen' ins Leben gerufen.
Ein Internetbrunnen ist zunächst nicht weiter als ein offener WLAN-Hot Spot; allerdings mit -und das ist das eigentlich Spannende an dem gesamten Vorhaben- integrierter Spendenfunktion. Jeder Internet-User kann zwar grundsätzlich vollkommen gratis online gehen, er hat aber auch die Möglichkeit einen freiwillige Spende zu leisten. Solange die Kosten durch die Benutzer gedeckt sind, läuft der drahtlose Internetzugang mit voller Geschwindigkeit. Sobald das nicht mehr der Fall ist, wird auf eine Art Notbetrieb umgeschaltet. Ein etwaiger Überschuss wird in den Bau weiterer Internetbrunnen investiert. Sollte sich das Konzept über einen längeren Zeitraum bewähren, planen die Beteiligten eine baldige Expansion. Näheres gibt es auf der offiziellen Webpräsenz des Projekts zu erfahren.

