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1378 km: Umstrittenes DDR-Game erscheint heute - Staatsanwaltschaft ermittelt

11.12.2010 12:11 Uhr
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In dem Spiel 1378 km schießen Sie in der Uniform eines DDR-Grenzsoldaten auf Flüchtlinge. Das kostenlose Game eines 24-jährigen Studenten soll andere Jugendliche über die Geschichte aufklären. Die Staatsanwaltschaft ermittelt alllerdings bereits wegen möglicher Gewaltverherrlichung.

1378 km - das umstrittene Spiel eines Studenten. Heute soll das Spiel kostenlos zum Download bereitstehen. 1378 km - das umstrittene Spiel eines Studenten. Heute soll das Spiel kostenlos zum Download bereitstehen. 1378 km ist ein umstrittenes Spiel des deutschen Medienkunststudenten Jens Stober. Eigentlich sollte der Shooter schon am 3. Dezember zum kostenlosen Download bereitstehen, nach massiver Kritik von Politikern und DDR-Opfern entschied die Karlsruher Hochschule für Gestaltung jedoch, den Veröffentlichungstermin zu verschieben. Heute ab 23:00 Uhr soll das umstrittene Spiel, in dem Sie als Grenzsoldat auf Flüchtlinge schießen, allerdings zum Download bereitstehen. Um 19:00 Uhr wird es in Karlsruhe eine öffentliche Diskussion geben, an der Prof. Dr. Peter Sloterdijk, Prof. Michael Bielicky und Prof. Dr. Heiner Mühlmann von der Hochschule teilnehmen.

Indes bestätigte die ermittelnde Staatsanwaltschaft, dass bei dem Computerspiele der Anfangsverdacht eines Verstoßes gegen den Straftatbestand der Gewaltverherrlichung nach Paragraf 131 des Strafgesetzbuches vorliegt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, droht eine Geld- oder gar eine Freiheitsstrafe. Wer als Grenzer besonders viele Flüchtlinge in den virtuellen Tod schickt, bekommt zuerst einen Orden, sitzt danach jedoch auf der Anklagebank eines Mauerschützenprozesses. Laut dem 24-jährigen Entwickler Stober soll das Spiel jedoch nicht verherrlichen, sondern vielmehr andere Jugendliche über die Geschichte informieren. Er verteidigt sein Spiel damit, dass man – im Gegensatz zu anderen Ego-Shootern – mit Abschüssen nicht gewinnen könne.

Online-Redakteur
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11.12.2010 12:11 Uhr
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Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
13.12.2010 20:24 Uhr
Hätte noch hinzufügen sollen, "und das der Kameraden" - ist natürlich nicht anders bei uns.

Ich war auch auf Auslandseinsatz in nem Krisengebiet und selbst dort wurde uns immer wieder eingetrichtert, dass man eigentlich erst schießen "darf", wenn es das letzte Mittel ist.
Wenn es jetzt nen Zwischenfall…
Benutzer
Bewertung: 0
13.12.2010 11:22 Uhr
Zitat: (Original von golani79;9066024)
Ich weiß ja nicht, wie es bei euch in DE zugeht - aber hier in AT gilt es, immer das geringstmögliche Mittel an Gewalt einzusetzen.
Auch wenn jemand in die Kaserne einbricht und nicht stehenbleibt, dann heißt das noch lange nicht, das man "authorisiert" ist auf die…
Erfahrener Benutzer
Bewertung: 0
12.12.2010 20:01 Uhr
Ich kann dieses Ganze eh nicht mehr verstehen. Ist genauso wie bei der Nazizeit.
Irgendwann muss man da doch mal den Deckel draufmachen und denken: Es war so, es war superschlimm, aber es ist Geschichte... Wir leben im jetzt, haben die Zukunft vor uns, also schauen wir nach vorne.
Nicht immer wieder diese…

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