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www.dns-ok.de - PC rechtzeitig vor 8. März 2012 auf DNS Changer-Befall testen

18.01.2012 11:57 Uhr
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Der DNS-Changer macht die Runde und die Website dns-ok.de war in den vergangenen Tagen gut besucht. Doch was ist der DNS-Changer, wer steckt dahinter, wer betreibt dns-ok.de, was kann man bei einer Infektion tun und wie viele Leute sind betroffen?

Der DNS-Changer schlägt aktuell hohe Wellen und tausende Rechner sind alleine in Deutschland von dem Trojaner betroffen. Der DNS-Changer schlägt aktuell hohe Wellen und tausende Rechner sind alleine in Deutschland von dem Trojaner betroffen. In den vergangenen Tagen war die Internetadresse ww.dns-ok.de Anlaufstelle für Millionen User. Damit wird überprüft, ob das Domain Name System auf dem Rechner noch korrekt funktioniert. Der Trojaner DNS-Changer verändert dieses Adressbuch nämlich und schickt die unbedarften User auf falsche Websites - obwohl in der Adresszeile die richtige Domain eingetragen wurde. In unserer FAQ klären wir die wichtigsten Fragen rund um den DNS-Changer und dns-ok.de.

Was ist DNS?
DNS bedeutet so viel wie Domain Name System. Dieses Tool ist im Rechner für die sogenannte Namensauflösung zuständig. Bei URLs handelt es sich nämlich einzig und allein um Namen, die sich Menschen merken können. Daraus wiederum erstellt der PC quasi eine Anschlussnummer, die IP der Website. Hinter der Website www.pcgames.de befindet sich also eine IP in diesem Stile: 192.0.2.42 - Menschen könnten sich diese Nummern nur schlecht merken, daher die Domain-Namen.

Was ist dieser DNS-Changer?
Der DNS-Changer ist eine Art Trojaner und verändert das DNS des infizierten PCs. So funktioniert die Namensauflösung nicht mehr korrekt und die eingegebene Adresse leitet auf eine falsche IP weiter. Somit landen die User auf den Servern der Kriminellen. Einmal dort gelandet, können diese dann weitere Schadsoftware auf den PC übertragen oder gar private Daten ausspionieren.

Wer steckt hinter dem DNS-Changer?
Die Namen der Kriminellen sind unbekannt, allerdings wurden sie bereits im November 2011 vom FBI festgenommen. Kurze Zeit später wurden die manipulierten Server vom FBI durch korrekt funktionierende DNS-Server ersetzt.

Wozu jetzt noch ein Check, wo doch die Server ausgetauscht wurden?
Die Server, die das FBI eingerichtet hat, werden am 8. März abgeschaltet. Und weil das DNS des betroffenen Rechners noch auf eben diesen Server gepolt ist, funktioniert das Internet nicht mehr korrekt, sobald diese Server offline sind.

Wo kann ich einen DNS-Check durchführen?
Dazu geht man einfach auf dns-ok.de. Dort wird angezeigt, ob das System vom DNS-Changer betroffen ist oder nicht. Die Seite wird von der Telekom und dem Bundesministerium für Sicherheit in der Informationstechnologie betrieben.

Was, wenn mein System vom DNS-Changer betroffen ist?
Zur Reinigung des Systems gibt es auf botfrei.de diverse Programme. Beispielsweise DE-Cleaner. Der sorgt dafür, dass der DNS-Changer vom Rechner verschwindet.

Wie viele Leute sind vom DNS-Changer betroffen?
Die bislang vorliegenden Zahlen lassen nur Vermutungen und grobe Schätzungen zu. Bis Donnerstagnachmittag wurde die Website insgesamt 7,5 Millionen Mal angesteuert. Mehr als 38.000 Mal wurde angezeigt, dass ein Rechner infiziert ist. Das bedeutet allerdings nicht, dass auch 38.000 Rechner tatsächlich betroffen sind, schließlich könnte die Website von ein und demselben PC mehrmals aufgerufen worden sein. Dennoch dürfte die Zahl mehrere tausend groß sein.

Sebastian Thöing
Online-Redakteur
18.01.2012 11:57 Uhr

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