Steffen Seibert nutzt auch Twitter und bekam da nun aufgrund eines ACTA-Statements die volle Breitseite ab. User beschwerten sich und beschimpften den Regierungssprecher. [Quelle: Siehe Bildergalerie]
ACTA-Drama mal anders: Regierungssprecher Steffen Seibert hat es mitunter nicht leicht. Auf der einen Seite wird er dafür gelobt, jetzt auch Twitter für Mitteilungen zu nutzen, auf der anderen Seite wird er von einigen Usern nun massiv kritisiert, weil er das Urheberrechtsabkommen ACTA verteidigte. Wie er diesen "Shitstorm" aufgenommen habe, wurde er auf der Bundespressekonferenz gefragt. Es sei das, was man erlebe, wenn man auf Twitter Stellung beziehe, teilte Steffen Seibert gelassen mit. Einem User antwortete er: "Acta wurde wie andere internat. Abkommen von Regierungen /Experten verhandelt, dann entscheiden Parlamente demokratisch darüber."
Als Shitstorm bezeichnet man im Internet grundsätzlich die Entrüstung der User, die sich in geschriebener Kritik oder gar Beleidigungen manifestiert. Seibert schrieb auf dem Twitter-Kanal – in zwei Einträgen – folgendes: "BundesReg steht weiterhin dazu: Geistiges Eigentum muss auch im Netz geschützt werden. In der engagierten Debatte über #acta darf nicht vergessen werden: Raubkopien, Patentverletzungen u. Fälschungen verursachen jährlich Milliardenschäden." Andere Medien sehen in der Diskussion über Acta schon einen möglichen Generationenkonflikt, wie etwa Welt Online.
Die Antworten auf Seiberts Acta-Tweet kamen jedenfalls prompt und heftig. Hier einige Auszüge: "@RegSprecher darf nicht vergessen werden: ohne generika sterben in zweiter und dritter welt mehr Menschen" oder "@RegSprecher Ich verstehe Ihre Antwort so: ‚Wir machen weiter wie bisher!' Das wird die Proteste wohl kaum mindern! #ACTA". Deutlicher wird der Protest dieses Users: "Ich bin ja sonst nicht so für Mobbing, aber könnten wir für den @RegSprecher eine Ausnahme machen und den geschlossen Spamblocken?". Quelle: Nordbayern.de
