Megaupload-Schlag: Fileserve, Filesonic und Uploaded hören auf - Mediafire und Rapishare machen weiter
Megaupload ist seit vergangener Woche von US-Beamten vom Netz genommen worden. Nun gibt Konkurrenzunternehmen Filesonic auf, Rapidshare macht aber weiter.
Erst vergangene Woche hatten Beamte den Filehoster Megaupload vom Netz genommen und mehrere der Betreiber verhaftet, darunter den Deutschen Kim Schmitz aka Kim Dorcom. Nun hat das US-Unternehmen Filesonic sämtliche Sharing-Funktionen eingestellt. Fileserve hat inzwischen das Modell übernommen. Auch Filesonic und Fileserve zählen zu den so genannten One-Click-Hostern. Derzeit kann man dort aber nur noch Dateien herunterladen, die man vorher selbst hochgeladen hat. Es sieht ganz danach aus, als ob die Betreiber befürchten, nach Megaupload als nächste in das Visier der Ermittler zu geraten.
Weitere Hoster geben auf: 4shared, Videozer, VideoBB, Uploaded, Filejungle und Uploadstation stellen ihr Angebot ein. Komplett dicht machen Enterupload, Uploadbox und x7.to. Ob weitere Hoster nach der Verhaftung der Megaupload-Betreiber unter Kim Schmitz folgen werden, ist noch unklar. Teilweise schalten die Hoster auch nur ihre Server in den USA ab oder sperren den Zugriff von dort aus.
Ein anderer prominenter Filehoster, die Schweizer Firma Rapidshare, bleibt hingegen am Netz. Firmensprecher Daniel Raimer sagte Journalisten gegenüber, dass man weder besorgt noch verängstigt sei. Das File-Hosting von Rapidshare sei ein legales Geschäft, zudem sei der Service mit anderen etablierten Anbietern wie etwa Microsoft vergleichbar – dort könne man auf dem SkyDrive ebenfalls Daten hochladen und zum Download abrufen. Auch der Filehoster Mediafire will wie bisher weitermachen.
Megaupload-Betreiber Kim Schmitz, der auch unter den Namen Kimble, Kim Dotcom und Kim Tim Jim Vestor auftritt, sowie drei weiteren verhafteten Managern wird vorgeworfen, Raubkopierer bezahlt zu haben, urheberrechtlich geschütztes Material auf die Megaupload-Server zu laden. Außerdem sollen sie selber Raubkopien hochgeladen und das Unternehmen für Geldwäsche genutzt haben. Das alles würde bei Rapidshare nicht zutreffen, da das Unternehmen diese Methoden nie selbst angewandt habe. Mehr zu Rapidshare und Filesonic findet bei Ars Technica.
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