Megaupload: Daten-Löschung verschoben - User drohen dennoch mit Sammelklage
Die Löschung der Megaupload-Dateien wurde um mindestens zwei Wochen verlegt. Mittlerweile beginnen die Massenklagen der Nutzer.
Wann genau die Daten des Filehosters Megaupload gelöscht werden, ist noch nicht klar. Mittlerweile wurde immerhin erreicht, dass die Dateien noch mindesten zwei Wochen gespeichert werden. Dies teilte der Megaupload-Anwalt heute mit. In der Zeit soll versucht werden, eine Einigung mit den US-Behörden zu erzielen. Die ehemaligen Nutzer von Megaupload nutzen die Zeit, um Sammelklagen vorzubereiten. Das berichtet die Seite Torrentfreak.
Kritik kommt seitens der Nutzer besonders an der umfassenden Löschung der Daten. So wird Megaupload laut Anzeigeschrift als Datenspeicher beschrieben, der explizit auf den Austausch von urheberrechtlich geschützten Materials ausgelegt ist. Die Behörden können die Server von Megaupload nicht einsehen und eine Unterteilung in geschütztes und legales Material vornehmen. Folglich würde eine Löschung alle Daten betreffen - auch völlig legale.
Die Verärgerung der rechtmäßigen Megaupload-Nutzer ist also nachvollziehbar. Immerhin wurde auf den Servern nicht nur geschütztes Material hochgeladen, sondern auch private Dateien. Wenn es zur Löschung der Server kommt, sind diese Daten verloren. Die Megaupload-Hoster Carpathia und Cogent haben mittlerweile einer Verlängerung der Lösch-Frist um zwei Wochen zugestimmt. Es bleibt abzuwarten, welche Ergebnisse die Megaupload-Anwälte und nicht zuletzt die Massenklagen der Nutzer erzielen können.
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