Megaupload: Anonymous will Rache für Schließung des Filehosters
Hinter Megaupload.com steckt unter anderem auch der aus Deutschland stammende Ex-New Economy-Unternehmer Kim Schmitz.
Paukenschlag am späten Donnerstagabend: Wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet, hat das Federal Bureau of Investigation (FBI) den äußerst beliebten und stark frequentierten Filesharing-Service Megaupload.com mit sofortiger Wirkung gesperrt. Gegen 7 Personen wurde wegen des Verdachtes auf Softwarepiraterie in großem Stile und Geldwäsche Haftbefehl erlassen. 4 von ihnen befinden sich bereits in polizeilichem Gewahrsam, einer ist der deutsch-finnische Internet-Promi Kim Schmitz, der als Hacker und Firmengründer bekannt wurde. Ihn musste die Polizei aus dem Panikraum seiner Villa schneiden, in dem er sich verschanzt hatte.
Laut Klageschrift soll Megaupload.com für Verluste in Höhe von 500 Millionen US-Dollar auf Seiten der Rechteinhaber verantwortlich sein. Die, wie es darin wörtlich heißt, "weltweit operierende kriminelle Organisation" habe mit ihren illegalen Aktivitäten mehr als 175 Mio. US-Dollar verdient. Wie die FBI-Ermittler betonen, hat die gegenwärtige Diskussion um die Anti-Piraterie-Gesetze SOPA und PIPA nichts mit der Sperrung zu tun.
Die lose Hacker-Gruppierung kündigte auf ihrem Blog Angriffe aus US-Webseiten ein. Als Ziele nennt Anonymous unter anderem das Department of Justice (Justice.gov), Motion Picture Association of America (MPAA.org), Universal Music (UniversalMusic.com), Federal Bureau of Investigation (FBI.gov), Vivendi France (Vivendi.fr), The White House (Whitehouse.gov), BMI (BMI.com) und Warner Music Group (WMG.com).
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