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Huffington Post von Bloggern auf 105 Millionen US-Dollar verklagt - Update

14.04.2011 11:13 Uhr
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Der Blogger Jonathan Tasini hat eine Sammelklage gegen die Huffington Post eingereicht. Die US-Nachrichtenseite würde sich an den unbezahlten Einträgen der Publizisten bereichern. Ein Sprecher wies die Anschuldigungen als unbegründet zurück.

Die Huffington Post steht einer Sammelklage gegenüber. Blogger fordern jetzt 105 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Die Huffington Post steht einer Sammelklage gegenüber. Blogger fordern jetzt 105 Millionen US-Dollar Schadensersatz. Jonathan Tasini ist Publizist und schreibt schon seit 2005 kostenlos für die Nachrichtenseite Huffington Post. Anfang Februar 2011 wurde die Seite von AOL für 315 Millionen US-Dollar gekauft und jetzt fordern Tasini und andere Blogger Schadensersatz in Höhe von 105 Millionen US-Dollar. Honorare wurden den Autoren aber nie versprochen. Die meisten veröffentlichen kostenlos ihre Artikel, hin und wieder werden Gastautoren unbezahlt angeheuert und selten zahlt die Plattform für bezahlte Journalisten oder Fotostrecken. Tasini wirft der Huffington Post nun in einer Sammelklage vor, dass man sich an den Texten der Autoren bereichert habe und den Urhebern keine Möglichkeit zur Einsicht in den Publikumserfolg der einzelnen Meldungen gegeben habe. Die Huffington Post würde die Autoren ebenfalls nicht über die weitere Nutzung ihrer Artikel informieren. Ein Sprecher der Huffington Post wies die Klage als unbegründet zurück. Blogger würden die Huffington Post wie andere Gruppenblogs im Netz nutzen, um sich möglichst viel Gehör zu verschaffen.

Update: Juristen gehen davon aus, dass Tasini vor Gericht keine Chance haben wird. Zu viele Punkte in seiner Klageschrift sind nicht wasserdicht. Er beteuert, dass die Huffington Post niemals eine Bezahlung versprochen habe, spricht aber gleichzeitig von Bereicherung. Das jedoch kann nur sein, wenn der Vertrag zwischen den Autoren und dem Portal eine Täuschung beinhalten würde. Außerdem ist nicht klar, wie viele Blogger sich Tasini anschließen. Einige bekannte Autoren und Journalisten widersprechen Tasini sogar. Es sei immer schon klar gewesen, dass die Autoren niemals Geld erhalten würden.

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14.04.2011 11:13 Uhr
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