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Grooveshark - Wegen GEMA das Aus in Deutschland? GEMA schießt zurück

21.01.2012 23:59 Uhr
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Die Betreiber von Grooveshark erlauben es deutschen Kunden nicht mehr, die Webseite des Musik-Streaming-Dienstes zu besuchen. Grund seien unverhältnismäßig hohe Betriebskosten, die durch die Gema verursacht werden.

Benutzer aus Deutschland können nicht mehr auf den Musik-Streaming-Dienst Grooveshark zugreifen. Benutzer aus Deutschland können nicht mehr auf den Musik-Streaming-Dienst Grooveshark zugreifen. Update: Die GEMA hat auf die Aussagen von Grooveshark mit einer eigenen Stellungnahme auf ihrer Homepage reagiert. Grooveshark soll sich grundsätzlich geweigert haben, die erwirtschafteten Umsätze mit den Urhebern der Lieder zu teilen. Mit der GEMA habe Grooveshark "in keiner Form Kontakt aufgenommen", heißt es. Auch Google und Apple hätten laut GEMA kürzlich die Grooveshark-Apps aus dem Android-Market und dem Appstore verbannt.Der lapidare Abschlusskommentar der GEMA: "Falls Ihnen als User von Grooveshark finanzieller Schaden entstanden ist, wenden Sie sich mit Ihren Beschwerden bitte direkt an den Betreiber des Dienstes."

Originalmeldung: Grooveshark ist seit heute nicht mehr für deutsche Benutzer erreichbar. Die Betreiber der Musik-Streaming-Plattform begründen das auf der Homepage damit, dass die Betriebskosten "unverhältnismäßig hoch" seien. In der Meldung ist außerdem zu lesen, dass Nutzer eine "höfliche Nachricht" an die Gema schreiben sollen, damit die Betriebskosten für wie Anbieter wie Grooveshark künftig herabgesetzt werden. Zu diesem Zweck sind auf der Webseite Postadresse und Telefonnummer zu finden.

Offensichtlich sind die Lizenzierungskosten für Musikstücke, die an die Rechteverwertungsgesellschaft abfallen würden, für die Betreiber nicht mehr zu tragen. Auf Grooveshark konnten Nutzer Musikstücke hochladen, ganz ähnlich wie bei Youtube. Allerdings ist ungeklärt, ob es tatsächlich Unstimmigkeiten zwischen den beiden Parteien gegeben hat oder ob überhaupt Verhandlungen stattgefunden haben. Grooveshark hatte bereits in der Vergangenheit Ärger mit Urheberrechtsinhabern. So einigten sich die Grooveshark-Betreiber mit dem Plattenlabel EMI zunächst, wurden aber dann von EMI verklagt, da sie vereinbarte Lizenzgebühren nicht bezahlt haben sollen.

Der Begriff Gema ist mittlerweile für viele Internetnutzer zum echten Reizwort geworden. So sind etwa zahlreiche Musikvideos auf YouTube in Deutschland nicht zu sehen – YouTube-Betreiber Google zeigt stattdessen eine Nachricht an und verweist auf zu hohe Kosten, die angeblich durch die Gema verursacht werden. Die Grooveshark-Betreiber empfehlen unterdessen, auf den Musik-Dienst Simfy auszuweichen.

Simon Fistrich
Leitender Online-Redakteur
21.01.2012 23:59 Uhr

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