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Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft (PC)

Release:
28.03.2003
Genre:
Action
Publisher:
LucasArts

Indiana Jones und die Legende der Kaisergruft

11.04.2003 17:02 Uhr
|
Neu
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Zwei Fäuste, zig Gegner

Vordereingänge sind in Action-Spielen mega-out. Indy schleicht sich auf anderem Wege ins Schloss. Vordereingänge sind in Action-Spielen mega-out. Indy schleicht sich auf anderem Wege ins Schloss. Im Spiel sind die Gefechte so, als würden Sie Bud Spencer zusehen, wie er Bösewichte verprügelt: völlig übertrieben. Ein sattes Klatschen begleitet Faustschläge, Gegner fliegen meterweit durch die Luft und lassen den Boden beim Aufschlag erzittern. Erledigte Figuren lösen sich in Sekundenschnelle auf und verschwinden komplett. Mit der Realität haben diese Kämpfe nicht viel am Hut. Apropos Hut: Indy verliert in der Hitze des Gefechts regelmäßig seinen legendären Kopfschmuck. Wer mag, darf das Utensil aber wieder vom Boden aufklauben.

Indy kämpft, als wäre er Champion im Boxen. Er teilt Kinnhaken aus, schwingt seine Rechte, zieht mit der Linken nach und rammt Gegner frontal. Er schlägt mit beiden Händen gleichzeitig, als würde er einen gewaltigen Hammer führen, tritt mit den Knien, mit Füßen, schubst und zerrt, kurz: Er ist eine Kampfmaschine, die auf Hochtouren läuft. Die Gefechte im Spiel sind so dynamisch wie in einem Hollywood-Film und haben nichts mehr mit den Altersheim-Keilereien aus Indiana Jones und der Turm von Babel gemeinsam.

Die wichtigste Neuerung: das Kombo-System. Die rechte Maustaste steuert Indys rechte Faust und umgekehrt. Der gleichzeitige Druck auf beide Maustasten bewirkt, dass Indy sein Opfer am Kragen packt und einen Kopfstoß austeilt, der schon beim Zuschauen schmerzt. Auch der vom Schulhof bekannte Schwitzkasten gehört zum Angriffsrepertoire des Archäologen. Die Zweikämpfe sind so packend, dass man nach einem fantastischem Handgemenge wie Indy im Film rufen möchte: "Noch jemand ohne Fahrschein?"

Die Gegner-KI überrascht durch ihre Vielseitigkeit. Die Feinde trippeln vor und zurück wie Profis und weichen Schlägen blitzschnell aus. Sobald sie eine Schusswaffe zu fassen kriegen, hechten sie in die nächste Deckung und greifen von dort aus in unregelmäßigen Abständen aus der Distanz an. Wenn sie eine Granate bemerken, flüchten die Gegenspieler und schwingen sich zur Not sogar über Geländer, um der Detonation zu entkommen. Oder sie schnappen sich das Geschoss und werfen es zum Absender zurück. Im Kontrast dazu stehen manche Nazis, die trotz gezückter Maschinenpistole lieber geduckt hin- und hertänzeln, statt einfach zu schießen. Im Großen und Ganzen aber gehört die KI zur besten, die es in einem Action-Spiel je gab.

Abenteuer wie im Film

Obligatorisch in Action-Spielen: Ein Mündungsfeuer, das fast größer als die Spielfigur selber ist. Obligatorisch in Action-Spielen: Ein Mündungsfeuer, das fast größer als die Spielfigur selber ist. "Diese Brücke schaut alt aus. Überqueren Sie sie vorsichtig", rät das Tutorial. Und ein Blick offenbart: Ja, diese Brücke ist alt und der Abgrund tief. Also schätzt man Abstände ab, läuft im Schneckentempo los, möchte sich notfalls festklammern - und stürzt natürlich prompt. Geskriptete Ereignisse der Marke "fies". Unten angekommen, freut man sich: Das Wasser hat den Aufschlag abgeschwächt. Die Freude verfliegt, als zwei Sekunden später das erste Krokodil nach Indy schnappt. In einer anderen Sequenz bricht der Boden unter Indys Füßen weg, der daraufhin auf einer Schräge landet. Dort rutscht er unweigerlich in Richtung Abgrund; Sie müssen schnell reagieren, im richtigen Moment springen und sich auf den Felsvorsprung retten. Eine Falle jagt oft die nächste. Jedes geskriptete Ereignis gewinnt durch den dynamischen Einsatz der Orchester-Musik an Dramatik. Ist ein Stunt geglückt, tönt heroisch die Indiana Jones-Hymne.

Moderation
11.04.2003 17:02 Uhr
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14.04.2003 14:07 Uhr
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14.04.2003 13:55 Uhr
Also ich würde sogar so weite gehen zu behaupten, dass die vermurkste Steuerung (sie ist Schrott, seien wir ehrlich;) mich mehr stört als die Speicherfunktion.
Bewertung: 0
14.04.2003 13:12 Uhr
Okay..die Steuerung ist mir am Anfang SEHR auf die Nerven gegangen, genau so die dumme Autosave Funktion.
Doch der Rest war doch recht überzeugend. Grafisch im grünen Bereich und inhaltlich sehr atmosphärisch. Ich denke das Indy6 bis zum Release von AoD das einzig ernstzunehmende Programm im Action-Adventure Genre ist.