Das neueste Indy-Abenteuer von Lucas Arts
Wussten Sie, woher sich Steven Spielberg und George Lucas die Inspiration für ihre Indiana-Jones-Filme holten? Richtig, von alten Schwarzweißstreifen aus den 30er-Jahren. Und ahnen Sie auch, welches Spiel den Stil des neuesten Indy-Action-Adventures geprägt hat? - Nein, nicht Tomb Raider, sondern Buffy: The Vampire Slayer, ein anderes Action-Adventure, das kürzlich für Microsofts Xbox erschienen ist. Das überrascht umso weniger, wenn man weiß, dass Lucas Arts den "neuen Indy" in Zusammenarbeit mit dem Programmierteam The Collective entwickelt hat, das just diese Vampir-Jägerin in Szene gesetzt hat. Genau die Spiel-Atmosphäre des Buffy-Abenteuers wollte man laut Lucas-Art-Produzent Reeve Thompson einfangen: "Wenn wir uns dazu entscheiden, mit externen Studios zusammenzuarbeiten, schauen wir uns genau an, was sie bisher gemacht haben und was sie besonders gut können.
Wir mochten das Buffy-Spiel und seine Technologie und sagten uns: ,Das passt'." Die Puzzle-Dichte eines Fate of Atlantis und den Lara-Croft-Hüpf-Stil eines Turm von Babel lässt Die Legende der Kaisergruft weit hinter sich. Stattdessen präsentiert sich der neue "Jones" fast schon als reinrassiges Action-Spiel vor Indy-Kulissen. "Wir haben uns entschieden, wesentlich mehr Kampf- und Action-Szenen einzubauen, weil das den Filmvorlagen viel näher kommt", so Tom Sarris, der PR-Direktor von Lucas Arts. "Die Legende der Kaisergruft ähnelt den Kinofilmen viel mehr, als alle andern unserer Indiana-Jones-Spiele." Alle diese neuen Informationen haben wir beim Anspielen der Xbox-Version und während einer Pressekonferenz von Lucas Arts in Erfahrung bringen können. So stammen alle hier gezeigten Screenshots aus der Xbox-Fassung. Lucas Arts beteuert jedoch, dass sich die PC-Variante in nichts anderem als der Steuerung und der Bildschirmauflösung unterscheiden wird.
Wie jedes Abenteuer des Archäologen-Haudegens ist auch Die Legende der Kaisergruft eine weltumspannende Hatz nach einem sagenhaften, mystischen Artefakt: Das Herz des Drachen, ein magischer Gegenstand, den der erste Kaiser von China dazu benutzt haben soll, die Seelen seiner Untertanen zu kontrollieren. Am Anfang der Geschichte steht jedoch erst einmal die Suche nach dem rätselhaften "Spiegel der Träume", die Indy von Prag über Istanbul und Hong Kong bis nach Ceylon führt. "Der Spiegel der Träume ist der eigentliche Schlüssel zur Kaisergruft in China", erklärt Reeve Thompson. "Er ist zerbrochen und seine Bruchstücke sind über die ganze Welt verteilt." Jones ist natürlich nicht der Einzige, der sich auf der Suche nach den Spiegelfragmenten befindet. Neben den obligatorischen Nazi-Schergen mischen diesmal auch die chinesischen Triaden und ein mysteriöser Archäologe namens Van Beck mit, der in seiner Art an Monsieur Belloq aus Jäger des verlorenen Schatzes erinnert. Alle drei Parteien setzen jedes Mittel ein, um in den Besitz der Artefakte zu kommen, wie Tom Sarris bestätigt: "Über zu wenige Gegner werden sich die Spieler jedenfalls nicht beklagen können."

