I Can Only Imagine: Filmrezension zum kitschigen Drama
Der Film "I Can Only Imagine" wurde tatsächlich um die Entstehung des gleichnamigen Songs der Band MercyMe herum geschrieben. Dieser ist, so ganz nebenbei, der meistverkaufe christliche Song aller Zeiten. Der Broadwayschauspieler J. Michael Finley steht in diesem Film erstmals vor der Kamera und verkörpert den Lead-Sänger von MercyMe - Bart Millard.
Bart Millard lebt mit seinen Eltern in den 80ern auf einer Farm in Texas. Als die Mutter Mann und Sohn verlässt, muss sich der schüchterne Junge allein mit seinem cholerischen Vater herumschlagen. Doch Bart trifft auch auf Menschen, die seine Begabungen erkennen und fördern. Und so gelingt es ihm, seine Vergangenheit nicht nur hinter sich zu lassen, sondern sie auch für eine außergewöhnliche Karriere als Sänger der christlichen Band MercyMe zu nutzen ...
Es kommt einem so vor, als hätte man die Geschichte vom Jungen mit prügelndem Vater und schlimmer Kindheit, der aber trotzdem seinen Weg geht und sehr erfolgreich wird, schon ein paar Mal gesehen. Zumal dieses auf wahren Begebenheiten beruhende Drama auch nichts wirklich Neues zur Thematik beisteuert. Vielmehr fühlt es sich zunehmend an, als würde man einen auf ein christliches Zielpublikum zugeschnittenen Imagefilm über MercyMe anschauen, deren Frontmann Bart Millard bis heute ist.
FAZIT:
Das pathetisch-kitschige Drama wirkt trotz der persönlichen Geschichte einerseits zu beliebig, andererseits zu werbend
