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  • How to Survive im Test: Zombie Hack-and-Slay mit Crafting

    How to Survive im Test: Das neue Spiel von 505 Games kombiniert bewährte Features verschiedener Genres und schafft so einen Mix aus Hack-and-Slay, Crafting-System - und Zombies. Der Spieler wird mit leeren Händen auf einer einsamen Insel ausgesetzt, auf der eine Zombie-Epidemie grassiert. Die Aufgabe: Überleben! Was der Indie-Titel richtig macht, und wo er versagt, erfahrt ihr in unserem Test.

    How to Survive im Test: Als einziger Überlebender eines Schiffsunglücks finden wir uns bei How to Survive am Strand der abgelegenen Insel Los Riscos wieder, mit nichts weiter als den Klamotten am Leibe. Um uns herum liegen angenagte Inselbewohner, nebst einigen Zombies und diversen Körperteilen - hier hat offensichtlich ein wütender Überlebenskampf zwischen Menschen und den Wiedergängern getobt. Glücklicherweise stolpern wir über einen Herren namens Andrew, der zwar schwer verletzt und infiziert, aber noch bei Verstand ist. Andrew zeigt uns durch einige kleine Quests die Grundbegriffe des Überlebens auf der subtropischen Insel.

    How to Survive macht seinem Namen alle Ehre: Spielziel ist lediglich, lange genug zu überleben, um den Weg zurück in die Zivilisation zu finden. Was an sich schon eine schwere Aufgabe ist, wird durch allerlei Zombies und mutiertem Getier auch nicht gerade einfacher. Um unseren Status zu überwachen, verfügt die Spielfigur zum einen über den obligatorischen Lebensbalken, zum anderen über Anzeigen für Hunger, Durst und Erschöpfung. Es ist jedoch das Wesen von Inseln dieser Klimazone, durchaus fruchtbar zu sein, und so stellen uns die körperlichen Bedürfnisse nicht vor allzu große Herausforderungen. Die Kämpfe laufen alle nach demselben Muster ab: Mit der rechten Maustaste zielen wir auf unsere Gegner, mit der linken feuern wir die ausgerüstete Waffe ab. Beim Zielen erscheint ein Kreis, der sich fortlaufend zusammen zieht, bis er zu einem roten Fadenkreuz wird. Wenn wir mit dem Schuss bis zum Fadenkreuz warten, ist uns ein kritischer Treffer (meist ein Kopfschuss) garantiert. Das Inventar: Viele Gegenstände lassen sich miteinander kombinieren. Das Inventar: Viele Gegenstände lassen sich miteinander kombinieren. Quelle: PC GAMES

    How to Survive verfügt über Tonnen von Untoten und mutierten Leichen, die natürlich alle an unserem Gehirn lutschen wollen. Da wir unseren Schädel jedoch noch brauchen, basteln wir aus einer Unzahl von auf der Insel verstreuten Gegenständen Hilfsmittel zusammen. So kreieren wir aus Schnur und biegsamen Ästen einen Bogen und schnitzen uns Pfeile dazu. Damit jagen wir Vögel und benutzen deren Federn, um unsere Pfeile zu verbessern. Natürlich taugen Pfeil und Bogen nicht nur zum Jagen, sondern auch zur effektiven Selbstverteidigung. Anderes Beispiel: Es liegt viel Schrott auf Los Riscos herum, so auch LKW-Reifen. Die kombinieren wir im Inventar mit unserer Machete, danach abermals mit einer Schnur und soentsteht eine basale Körperpanzerung. Zwar eben nur aus Gummi, aber das ist deutlich besser als nichts. Gelegentlich finden wir auch Helme oder ähnliches, die wir direkt nutzen, oder aber weiter verbessern können. Heilpflanzen zum Beispiel sind prima, aber wenn wir diese mit Stoff koppeln, erhalten wir wesentlich effektivere Bandagen. Wir können uns auch eine Angel bauen und Fische fangen. Sobald wir dann Feuersteine gefunden haben, können wir unsere Nahrung kochen, so dass der Anstieg an Lebensenergie deutlich höher als bei roher Nahrung ist. Viele Nahrungsmittel wie Fisch sind auch roh gar nicht erst genießbar.

    Zwischendurch treffen wir immer wieder auf einen Mann namens Kovac. Dieser osteuropäische Genosse überlebt schon länger auf Los Riscos und hat Survival nicht nur perfektioniert, sondern sein Wissen gleich noch zu Papier gebracht. In kurzen Videosequenzen erklärt er uns, wie wir auf der Insel klarkommen können - nicht ohne Pfiff: Ein wenig erinnert das Überlebenshandbuch in der Präsentation an Pip-Boy, die unerschütterlich schwarz-humorige Ikone der Fallout-Serie. Anschaulich dargestellt: Rohes Fleisch lockt Zombies an. Anschaulich dargestellt: Rohes Fleisch lockt Zombies an. Quelle: PC GAMES

    So kämpfen wir uns kreuz und quer über die Insel und stellen im Verlauf der Story sogar fest, dass es sich eigentlich um ein kleines Archipel handelt. Also reisen wir noch von Inselchen zu Inselchen, und treffen allerlei Gestalten, die als Questgeber fungieren. Für jede Quest und für jeden ausgeschalteten Zombie bekommen wir nach altbewährtem Muster Erfahrungspunkte, bis wir einen Level aufsteigen und einen Punkt im Skilltree vergeben. Das macht uns im Verlauf des Abenteuers das Leben leichter. Da wir eingangs einen von drei Charakteren wählen dürfen, und diese alle verschiedene Skilltrees haben, bietet How to Survive auch langfristig Abwechslung. Besonders gelungen ist der Koop-Modus, der wahlweise online oder lokal gespielt werden darf. Besonders letzteres ist heutzutage eher selten geworden und bietet so endlich wieder Gelegenheit für eine lustige Runde mit dem besten Kumpel vor dem Bildschirm.

    Leider krankt How to Survive auch an einigen Mißständen. Viele Ideen wie das Crafting klingen äußerst vielversprechend, sind aber nicht konsequent genug durchdacht worden. Wenn wir mit Stoff plus Heilpflanze mehr Lebenspunkte erhalten als ausschließlich mit der Heilpflanze, gibt es keinen Grund, die Heilpflanze alleine zu verwenden. Deshalb sollte Stoff seltener als die Pflanze sein. Im Spiel ist es jedoch genau umgekehrt: Bald jeder Zombie hinterlässt beim Sieg im Kampf Stoffe, aber die Pflanzen sind verhältnismäßig rar. Dann ist es deutlich aufwändiger und ressourcenintensiver, eine Pistole herzustellen, als einen simplen Bogen. Letzterer ist aber deutlich effektiver, also ist die Pistole vollkommen unnötig.

    Zudem verfügen beide Waffen über die Notwenigkeit für Munition, die aber so großzügig auf der Insel verteilt ist, dass man eh niemals ohne Futter für die Schusswaffen da steht. Demzufolge könnte man wiederum auf Munition komplett verzichten und bräuchte sich das stark begrenzte Inventar nicht voll zu müllen. Zu allem Überdruss fehlen auch noch Angaben über den Schaden pro Sekunde der einzelnen Waffen, sodass wir Spieler raten müssen, anstatt die Effektivität auf einen Blick ablesen zu dürfen. Was sich bei Waffen noch schnell herausfinden lässt, wird bei Körperpanzerung zu einem echten Problem: Erhalte ich den besseren Schutz, wenn ich den einen alten Soldatenhelm mit Feuerstein, oder wenn ich ihn mit Knochen kombiniere? Die fehlende Transparenz ist eines der größten Mankos des Spiels.

    Apropos Manko: Wir dürfen Gegenstände aus dem Inventar heraus kombinieren und verwenden. Das ist ein Nachteil, da die Zeit während des Inventarzugriffs und Bastelns anhält und wir uns weiß der Kuckuck was zusammenschrauben, während wir gerade mitten im Kampf mit einer riesigen Horde Zombies sind. Was zunächst benutzerfreundlich scheint, wirft letztlich aber das ganze System durcheinander: Auch die bereits besprochenen Bandagen lassen sich so mitten im heißesten Gefecht produzieren. So reduziert How to Survive das Crafting auf stumpfe Klickerei, und obendrein hätte man die Bedienung deutlich geschmeidiger gestalten können. Noch schlimmer: Lagerfeuer, Safe-Houses und Brunnen sind derart großzügig gesät, dass wir mit dem Überleben an sich kaum Probleme haben - was den Titel des Spiel ad absurdum führt. Wenn die Spielfigur Hunger hat, drücken wir einen Knopf, und alles ist wieder gut. So degeneriert das Spiel die eigentlich essentiellen Funktionen zu lästigem Knöpfe-drücken.

    Die Liste der Mängel geht noch länger weiter: Der Tag- und Nachtwechsel wird nicht angezeigt, irgendwann ist es halt dunkel. Und im Dunkeln sollte der Archipel eigentlich noch gefährlicher sein als am Tage, man würde sich gerne vorbereiten oder die Dunkelheit in einem Safe-House schlicht überschlafen. Dann aber merkt man, dass die Nacht eigentlich nicht so gefahrenträchtig ist, wie sie sein müsste - es gibt zwar spezielle Nachtwesen, aber diese sind viel zu einfach mit der Taschenlampe in Schach zu halten und mit einer Schusswaffe auszuschalten. Also nervt die Nacht nur durch den abgedunkelten Bildschirm, nicht durch zusätzliche Gefahren.

    Kovac persönlich: Der Mann mit dem befremdlichen Akzent streunt auf der Insel herum. Kovac persönlich: Der Mann mit dem befremdlichen Akzent streunt auf der Insel herum. Quelle: PC GAMES How to Survive bietet eine klassische, isometrische Sicht auf das Spielgeschehen. Die Animationen sind durchweg gelungen, allerdings treffen wir immer wieder auf dieselbe handvoll Gegner - Abwechslung? Pustekuchen! Meist wirkt das Geschehen überfrachtet, die Unterscheidung zwischen Items und Hintergrund fällt oftmals schwer und man bemerkt Gegenstände häufig erst dann, wenn die Spielfigur direkt darüber läuft. Abgesehen davon ist die Grafik unter dem Strich durchaus ansehnlich, bleibt aber hinter dem Durchschnitt zurück. Die Soundkulisse ist atmosphärisch und fängt die subtropische Lage der Insel mit Meeresrauschen und Vogelgeschnatter eigentlich noch besser ein als die Optik. How to Survive ist via Steam für knapp 14 Euro zu haben. Wer sich bis zum 31. Oktober für das Spiel entscheiden kann, bekommt den Survival-Titel um 30 Prozent rabattiert für 9,79 Euro.


    How to Survive (PC)

    Spielspaß
    66 %
    Leserwertung:
     
    Meine Wertung
    Pro & Contra
    Isometrisches Hack-and-Slay mit Zombies
    Dynamische Tag- und Nachtwechsel
    Items koppeln und aufwerten
    Waffen selber bauen
    Konzept nur inkonsequent umgesetzt
    Mit 8 Stunden nur kurze Kampagne
    Wenige unterschiedliche Gegnertypen
    Intransparentes Kampfsystem

    04:51
    How to Survive angespielt: Diablo trifft auf Zombies - Der Steam-Tipp im Video
  • How to Survive
    How to Survive
    Publisher
    505 Games
    Release
    2013
    Es gibt 17 Kommentare zum Artikel
    Von Knifem4n
    Danke für den Artikel, aber eine Sache ist nicht ganz richtig: Eine isometrische Ansicht ist das nicht, sondern eine…
    Von golani79
    lol .. bei den Unmengen an Zombies wünsche ich dann viel Spaß, wennst die Muni so drastisch reduzierst ...
    Von Oximoron12345
    Heilkräuter und Munition auf Resident Evil 1 Niveau setzen, dann passt es 

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    • Es gibt 17 Kommentare zum Artikel

      • Von Knifem4n Neuer Benutzer
        Danke für den Artikel, aber eine Sache ist nicht ganz richtig: Eine isometrische Ansicht ist das nicht, sondern eine normale Vogelperspektive.
      • Von golani79 Erfahrener Benutzer
        Zitat von Oximoron12345
        Heilkräuter und Munition auf Resident Evil 1 Niveau setzen, dann passt es =)

        lol .. bei den Unmengen an Zombies wünsche ich dann viel Spaß, wennst die Muni so drastisch reduzierst ...
      • Von Oximoron12345 Erfahrener Benutzer
        Heilkräuter und Munition auf Resident Evil 1 Niveau setzen, dann passt es 
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1094093
How to Survive
How to Survive im Test: Zombie Hack-and-Slay mit Crafting
How to Survive im Test: Das neue Spiel von 505 Games kombiniert bewährte Features verschiedener Genres und schafft so einen Mix aus Hack-and-Slay, Crafting-System - und Zombies. Der Spieler wird mit leeren Händen auf einer einsamen Insel ausgesetzt, auf der eine Zombie-Epidemie grassiert. Die Aufgabe: Überleben! Was der Indie-Titel richtig macht, und wo er versagt, erfahrt ihr in unserem Test.
http://www.pcgames.de/How-to-Survive-Spiel-6679/Tests/How-to-Survive-im-Test-1094093/
25.10.2013
http://www.pcgames.de/screenshots/medium/2013/10/2013-10-23_00037-pc-games.jpg
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