Homefront für PC: Vorschau auf den Einmarsch Nordkoreas in die USA
Das Roboterfahrzeug Goliath donnert in einer beeindruckenden Szene durch mehrere Wände.
Eigentlich sollte uns die kuriose Story des neuesten THQ-Shooters kaum überraschen, schließlich stammt sie aus der Feder von John Milius. Cineasten kennen den 65-jährigen Drehbuchautor von Filmen wie Apocalypse Now, Der Weiße Hai oder Conan der Barbar. Doch für einen Film ist Milius geradezu berüchtigt: Die rote Flut. In dieser Perle des Trash-Kinos landen plötzlich sowjetische Fallschirmtruppen inmitten einer US-Kleinstadtidylle und es ist an Patrick Swayze, ein kleines Team im Guerillakrieg gegen die bösen Russen anzuführen.
Heutzutage kann man über Die rote Flut vor allen Dingen lachen, doch damals spiegelte der Film die Ängste vieler US-Bürger wider. Bei Homefront ist das alles recht ähnlich, denn auch da müssen Sie sich einer Invasion stellen. Nur besetzt diesmal im Jahre 2027 die nordkoreanische Armee plötzlich Südkorea und kurz darauf die USA. Und das ausgerechnet nach einer jahrelangen Energiekrise.
Wie genau die riesige Invasionsmacht unbemerkt von Asien in die USA gelangen konnte, klären Sie im Laufe des Einzelspieler-Abenteuers auf. Ein Mitarbeiter des Kaos- Entwicklerteams meinte trocken: "Wir haben unsere Beziehungen spielen lassen und Nordkorea hat als Promo-Aktion für das Spiel sogar einen Atombombentest durchgeführt." So wirklich zum Lachen war uns dabei jedoch nicht.
Die von Invasion und Energiekrise gebeutelten USA wirken wirklich stimmungsvoll.
Das lag auch an der packenden Inszenierung des zuvor gezeigten Demo-Levels, die es - sofern das fertige Spiel auf demselben Niveau liegt - locker mit Modern Warfare 2 und Co. aufnehmen kann. Alles beginnt damit, dass Sie im zweiten Jahr der Besatzung in einer Rebellensiedlung erwachen. Was zuvor geschah, bleibt vorerst unklar. Der Chef der Truppe führt Sie durch den Unterschlupf und noch bevor der erste Schuss im Spiel fällt, kommt eine bedrückende Stimmung auf. Überall erblicken Sie improvisierte Gewächshäuser, Solarpanels und Windkraftanlagen. Die einst gutbürgerlichen Häuser sind teilweise verbarrikadiert und mit allerlei Pflanzenkübeln zugestellt.
Dieser Gegner wurde mit einer Granate aus seiner Stellung gesprengt.
Eine reelle Krise dieser Art könnte tatsächlich solche Folgen für die Gesellschaft haben. Männer, Frauen und Kinder sind in hektischer Betriebsamkeit, da sich gegnerische Truppen nähern. Der Plan ist, schnellstens zu verschwinden und nicht zurückzukehren. Doch just in dem Moment, in dem Sie Ihr neues Sturmgewehr erhalten, bricht plötzlich die Hölle los. Nordkorea steht vor der Tür.
Unter den gebrüllten Anweisungen des Rebellenanführers kämpfen Sie sich über eine Straße. Jeeps mit Soldaten kommen kreischend zum Halten, das Feuer wird aus Fenstern und Bordgeschützen auf Sie eröffnet, während ferngesteuerte Drohnen im Sturzflug über Sie hinweg donnern. Einem Gegner, der im Obergeschoss eines Hauses lauert, werfen Sie eine Handgranate entgegen. Mit einem riesigen Feuerball wird kurz darauf das komplette Zimmer aus der Fassade gerissen.
Der E3-Demo-Level spielt in Colorado, genauso wie der Milus-Film Die rote Flut!
Die Geräuschkulisse ist dabei schwer beeindruckend. Aus allen Richtungen knattert, kracht und knallt es, während die Bewohner der Siedlung schreiend vor den Invasoren fliehen. Sie schalten derweil einen weiteren Soldaten aus und bemächtigen sich seines Raketenwerfers. Mit dem schalten Sie einen heranbrausenden Jeep aus. Die Explosion verwandelt das Fahrzeug in einen Feuerball, dem Sie in letzter Sekunde entkommen können.
Dafür sorgt eine spezielle Engine, die das Kaos-Team erstmalig einsetzt. Diese sorgt dafür, dass beispielsweise Explosionen oder Trümmer stets in Richtung des Spielers fliegen. Die Action stellt sich sozusagen bestmöglich dar, ohne geskriptet zu sein.
Wir sind gespannt, wie gut das im fertigen Spiel funktionieren wird. Die Idee ist aber reizvoll und die gezeigte Demo bot unzählige grandiose Momente. Jedoch war das, was uns auf der Spielemesse E3 gezeigt wurde, eher ein Ausblick darauf, wohin die Reise mit Homefront geht, und der gezeigte Level steckte aus Demonstrationsgründen voller Skripte. Diese Tatsache machte die Action aber nicht weniger beeindruckend.
Dem Raketenwerfer Goliaths hält kaum etwas stand. Er ist auch eine gute Deckung!
Gegen Ende des Levels müssen Sie nämlich Ihre Trumpfkarte ziehen: den Militär-Roboter Goliath. Das sechsrädrige Ungetüm steht jedoch leider hinter einem Haus, doch das ist angesichts der brenzligen Lage egal. Mit einem Laser markieren Sie ein Ziel und eine Sekunde später bricht Goliath mit laut brüllendem Motor durch die Wand des Zimmers, im dem Sie sich befinden. Der Roboter richtet mit seinem Raketenwerfer großen Schaden bei den Gegnern an und zermalmt im Verlauf des Gefechts mühelos ein geparktes Auto.
Die Demo endet mit einer großen Explosion, was zwar viele Fragen offen lässt, aber ein schönes Zeichen für das angepeilte Spielgefühl des Shooters setzt. Hoffentlich gelingt es dem Team wirklich, derlei filmreife Action im fertigen Spiel unterzubringen, ohne uns Spieler allzu sehr an die Hand zu nehmen.


http://www.smileygarden.d...://www.smileygarden.de/smilie/Lachend/38.gif Die Typen haben nen geilen Humor, weiß gar nicht was ihr habt, sonst seit ihr doch auch immer sehr sarkastisch.
Man kann die Atombombenzündung von Nordkorea halt nicht mehr rückgängig machen, deswegen sollte man darüber lieber scherzen als sich jeden Tag über die Konsequenzen Gedanken zu machen.
Wir als einfache Bürger können nichts daran ändern, es wird auch oft über Osama bin Laden oder Hitler gescherzt obwohl Hitler eine schlechter Mensch war und Osama einer ist.
Außerdem ist es nur eine Frage der Zeit wann das erste Land wieder ein anderes mit ner Atombombe bewirft.