Holmes & Watson: Filmrezension zur Komödie mit Will Ferrell und John C. Reilly
Eine Einladung ins Königshaus lässt die Herzen der beiden Fans der Queen, Sherlock Holmes und John Watson, höher schlagen. Doch diese Freude wärt nicht lange, denn das Leben der Königin ist in Gefahr und der Detektiv und sein Partner haben lediglich ein paar Tage, um den Fall zu lösen und sie zu retten. Natürlich hat Holmes' Erzfeind Moriarty etwas mit der Sache zu tun. Etan Cohen wählt mit seiner Adaption über den bekanntesten Detektiven der Welt eine leichtere Herangehensweise; in die Rollen von Holmes und Watson schlüpfen Will Ferrell ("Der Knastcoach") und John C. Reilly ("Chicago").
Etan Cohen (nicht zu verwechseln mit Ethan Coen von den Coen-Brüdern) feierte sein Regiedebüt 2015 mit der mauen Buddy-Comedy Der Knastcoach mit Will Ferrell. So richtig dazugelernt in Sachen Timing hat er seitdem leider nicht, wie sich nun bei seiner neuen Krimikomödie zeigt.
Wieder spielt Ferrell die Hauptrolle, an seiner Seite dieses Mal John C. Reilly. In ihrer Kalauer-Version der bekannten Geschichte um Super-Detektiv Sherlock Holmes und seinen Partner Dr. Watson schaffen es die beiden (und Cohens Drehbuch), ihre Rollen so austauschbar zu gestalten, dass nur noch die Namen Wiedererkennungswert zur berühmten Vorlage bieten. Als die beiden Gast im Buckingham Palace sind, schlägt mal wieder Professor Moriarty zu und droht, die Queen zu ermorden, sollten die beiden ihm nicht rechtzeitig auf die Schliche kommen. Es folgt eine Aneinanderreihung von Albernheiten, für die man Ferrell-Fan sein muss, um sie witzig zu finden.
FAZIT: Dieser Verballhornung nach Arthur Conan Doyle fehlt es an Wortwitz. Jede Menge Fettnäpfchen allein reichen nur für müdes Schmunzeln.

Verstanden. Danke für die Antwort :-D
Wieso gebt ihr dann volle 3 Sterne für Humor?????
der Grund für die 3 Sterne liegt darin, dass es sich bei unseren Unterwertungen nicht um qualitative sondern quantitative Einordnungen handelt. :-|
3 Sterne Humor heißt also nicht, der Witz ist zum Wegschmeißen gut, sondern lediglich, dass Humor wesentlicher Bestandteil des Films ist. Besser verständlich wird das z.B. bei Erotik: 3 Sterne Erotik heißt nicht "Wow, jetzt prickelts bei uns", sondern bedeutet lediglich, dass nackte Haut, Sexszenen und diverse andere nicht jugendfreie Ausdrücke und Situationen diverse Male im Film auftreten. Oder Anspruch: Auch hier geht es uns eher darum, eine Einschätzung abzugeben, wie sehr der Film einen geistig fordert - unabhängig davon, ob wir das gut oder schlecht finden.
Wir geben zu, dass viele Sterne speziell bei Spannung und Humor oft wirken müssen, als wollten wir den Film in dieser Hinsicht loben. Aber hier sind gänzlich objektive Einschätzungen in Form von Zahlenwerten/Sternen o.ä. schwer möglich, da das, was man persönlich witzig oder aufregend findet, eben von Person zu Person sehr variiert. Bei WIDESCREEN (und dieser Filmtest ist von unserer Filmredaktion) halten wir das daher seit über 15 Jahren so (und da wird es auch auf unserer "So testen wir"-Seite in jedem Heft erklärt).
Ich hoffe, damit konnte ich das klären.
Viele Grüße
Das WIDESCREEN-Team
Wieso gebt ihr dann volle 3 Sterne für Humor?????