Krimi mal anders
Zu Hause vor dem Fernseher fiebern Zuschauer bei Krimiserien mit, wenn der Kommissar dem Täter das Handwerk legt. Der landet eines dummen Fehlers wegen hinter Gittern, obwohl der Plan bis zuletzt geradezu perfekt erscheint. Hier triumphieren die Rechtschaffenen über skrupellose Verbrecher. Was aber, wenn der Killer tatsächlich schlauer ist als die Gesetzeshüter?
Als vor sechs Jahren die erste Episode der Hitman-Serie erschien, wurde mit Nummer 47 alles anders. Er ist ein Anti-Held, ein Böser Bube, der für Geld tötet. Zwar handelt es sich in der Regel bei seinen Opfern nie um unbeschriebene Blätter, aber auf jeden Fall begeht er Unrecht. Trotzdem wird sich hier wohl niemand freiwillig der Polizei stellen wollen, weil ihn Reuegefühle plagen. Ganz im Gegenteil lacht sich der Spieler nach einem genialen Coup ins Fäustchen.
Vielfältige Lösungswege
Das faszinierende an der Hitman Reihe: viele der Missionen lassen sich lösen, ohne auch nur einen Schuss abzugeben, ohne, dass irgendwer auch nur das Geringste bemerkt - abgesehen mal vom Opfer selbst. Angeblich soll sich der vorhergehende Teil Hitman: Contracts sogar komplett ohne Schusswechsel lösen lassen. Bei dem jüngsten Spross Hitman: Blood Money feilt der Spieler ebenfalls stundenlang an Route, Verkleidung und Wahl der Waffen, um den perfekten Mord auf dem Bildschirm zu inszenieren. Das wird nicht langweilig, denn Lösungsmöglichkeiten gibt es genug. Und wer allerdings gerade keine Lust auf Schleichen hat, kann die Sache sogar auf die dreckige Art über die Bühne bringen. Gerade beim erneuten durchspielen ist das durchaus eine Alternative, so dass das Spiel immer noch Freude bereitet.
Mehr über die Tricks des Hitmans erfahren Sie in den kommenden Artikeln unserer Themenwoche.

