Hitman: Blood Money
Der Hitman bekommt Konkurrenz: Eine neue Agentur macht ihm das Leben schwer. Wir haben uns den Start ins Abenteuer angesehen.
Wenn es nicht anders geht, stehen großkalibrige Waffen zur Verfügung.
Insgeheim hatten wir bereits diesen Monat auf eine Testversion von Blood Money gehofft, aber Pustekuchen! Immerhin versüßt Eidos uns die Wartezeit mit neuen spielbaren Levels: Wir gehen mit dem Hitman auf den Rummelplatz! Aber der Kerl will sich dort keineswegs vergnügen und mit Zuckerwatte die Zähne ruinieren. Just auf diesem Platz kamen über 30 Leute zu Tode, als das Riesenrad wegen Schlamperei zusammenbrach und die eben noch so lustigen Fahrgäste unter sich begrub.
Bei dem anschließenden Skandalprozess wurde der Verantwortliche freigesprochen. Nummer 47 ist auf Geheiß eines gegrämten Vaters hier, dessen Kind unter den Opfern war. Der Hitman soll für Gerechtigkeit sorgen und den Riesenrad-Besitzer Joseph Clarence zur Rechenschaft zu ziehen.
Augenöffner
Zwischen dem Backpulver liegt gut versteckt eine Pistole.
Inzwischen ist der Platz geschlossen und wirkt heruntergekommen. Auf direktem Wege marschieren wir auf das Eisentor zu. Am Wachmann demonstriert Nummer 47 seine neuen Nahkampftechniken: Mit einem rüden Kopfstoß legt er den Typen schlafen. Drinnen verdrücken wir uns in den Souvenirshop. Hier verblüfft uns die gelungene Lichtberechnung: Die Sonnenstrahlen brechen durch verdreckte Scheiben, Staub tanzt im Licht, der Protagonist wirft einen realistischen Schatten. Die neue Engine ist mit HDR-Rendering auf dem Stand der Zeit.
Frische Tricksereien
Draußen gammeln zwei Aufpasser herum, die wir mittels einer Münze ablenken. Einfach kurzerhand das Geldstück aus dem offenen Kassenfenster geschnipst und die Männer laufen glatt in die falsche Richtung, um dem verdächtigen Geräusch auf den Grund zu gehen. Den Kniff hat sich der Auftragskiller sicher bei den Commandos-Schergen abgeschaut. Hinter der nächsten Tür erwartet uns ein bizarrer Schauplatz, typisch für die Hitman-Reihe.
Ein Mann sitzt geknebelt und mit verbundenen Augen auf einem Reitautomaten, eigentlich gedacht für Kinder. Ein Gangster überschüttet ihn mit Benzin - und bekommt von uns gerade noch rechtzeitig eine Abreibung verpasst. Über ein Gittergerüst gelangen wir auf den Laufsteg weiter oben, wo der sportliche Agent 47 eine seiner Turnübungen zur Schau stellt.
Er steigt über das Geländer und gelangt mit einem gewagten Sprung über den Abgrund auf den gegenüberliegenden Balkon. Die Nummer kennen Spieler der dritten Episode Contracts bereits vom Hotellevel. Unweit schaut ein Bodyguard aus dem Fenster, den der Killer eiskalt mit einem Schubser nach draußen befördert. Oben knacken wir ein schloss.
Zwei schräge Vögel verpacken in dem Zimmer dahinter weißes Pulver. Der Hitman schnappt sich kurzerhand die Schrotflinte und sorgt für Ordnung. Als wir gerade die verräterischen Körper in herumstehende Truhen verfrachten, rüttelt jemand an der Tür - schnell ab in den Schrank! Durch einen Spalt sehen wir den Laboranten hereinstürmen, der verdutzt bei den Blutspuren stehen bleibt. Wir entwenden dessen Magnetkarte und den Kittel.
So ausgerüstet klettern wir einen Aufzugschacht runter. Den unaufmerksamen Bewacher unten stranguliert 47 elegant mit seiner Klaviersaite. In der Labor-Verkleidung dringen wir unbehelligt zu Joseph Clarence vor, der ganz nach dem Wunsch unseres Kunden erst das Foto des toten Kindes zu sehen kriegt, dann per Giftspritze die letzte Dröhnung.
Zum Abschluss bekommt noch der Kopf der Gangsterbande sein Fett weg: Die an einer Seilwinde platzierte ferngezündete Bombe lässt die Lichtanlage von der Decke rasseln, genau auf den arglosen Gangsterboss, der bei seinen Gespielinnen auf dem Bett gerade den Doktor gibt ...

