Klassisches Adventure frei nach Hitchcock
Ein Filmteam ist unter rätselhaften Umständen verschwunden - Sie ermitteln.
Es müssen Fans gewesen sein, die sich The Final Cut ausgedacht haben. Das Spiel ist eine meist bemühte, manchmal gelungene Verneigung vor Alfred Hitchcock. In allen Ecken stecken Verweise auf Filme des Regisseurs, teilweise sogar skurril kombiniert. Hinter einer Küchentür steht man zum Beispiel vor einem schwarzen Vogel. Auf einer Tischplatte hockt der und starrt seinen toten Verwandten an, eine lecker zubereitete Wachtel. Man nähert sich. Plötzlich kräht er in schrägen Tönen "Que sera, sera", als hätte Doris Day das Lied für ausgestopftes Federvieh gesungen. Solche Gag-Schocker zünden ab und an, davon zehrt das Spiel. Seine Story amüsiert mehr, als sie packt: Ein übersinnlich begabter Privatdetektiv soll eine Filmcrew wiederfinden, die auf einem Psycho-ähnlichen Set verschwunden ist. Dazu recherchieren Sie in Schubladen und Videoarchiven, lösen biedere Logikrätsel und verhören Zeugen. Später manövrieren Sie ein Auto hinter Verdächtigen her und klicken mit der Maus, um eine Pistole abzufeuern. Alles recht unspektakulär. Atmosphäre erzeugen Hitchcock-Kulissen nachempfundene Hintergrundgrafiken - ganz im Gegenteil zu den Charakteren, die wie Roboter mit defekter Hydraulik umherzucken.

