Team-Shooter oder Taktik-Spiel?
Maschinenpistolen treffen im Dauerfeuer nur auf kurze Entfernung.
Wenn Sie möchten, steuern Sie Hidden & Dangerous 2 wie einen gewöhnlichen Ego-Shooter. Sie schlüpfen in die Uniform von einem der vier Kommandosoldaten im Team und verwenden die anderen als automatische Rückendeckung. Oder Sie greifen gar nicht direkt ins Geschehen ein, sondern befehligen den ganzen Trupp auf der 3D-Karte, weisen Routen, Wegpunkte und Ziele zu. Sie können jederzeit wechseln; ein Druck auf die Leertaste genügt. Anders als im Vorgänger sind beide Spielmodi völlig gleichwertig. Vielleicht abgesehen davon, dass die Pappkameraden selten so gut zielen wie ein Mensch.
Gut zielen, genau treffen
Hidden & Dangerous 2 ist nicht Serious Sam, auch nicht im Shooter-Modus. Eine MG-Salve kann Ihr Alter Ego nicht so einfach wegstecken. Umgekehrt reicht ein gut gezielter Schuss mit dem Präzisionsgewehr meistens aus, um Gegner kampfunfähig zu machen. Die 16 Waffen sind ihren Vorbildern aus dem Zweiten Weltkrieg möglichst wirklichkeitsgetreu nachempfunden, was beispielsweise bedeutet, dass mit einer Maschinenpistole auf 100 Meter Entfernung auch ein Scheunentor nur schwer zu perforieren ist. Und selbst im Häuserkampf ist von Dauerfeuer meistens abzuraten. Ansonsten ist der Spielablauf aus Vertrautem wie Vietcong bekannt: Sie verfolgen Ihren Helden entweder per Schulterkamera oder blicken direkt aus seinen Augen auf das Schlachtfeld. Wenn Sie sich nicht auf das eingebaute Fadenkreuz verlassen wollen, visieren Sie Ihr Ziel über Kimme und Korn an.
Gute Karten für Taktiker
Action und Taktik. So sieht das Spielgeschehen in der Ego-Perspektive aus ...
Etwas anders sieht der Taktik-Modus aus. Dort betrachten Sie das Geschehen mit einer frei beweglichen Kame-ra aus der Vogelperspektive. Dank der Pausenfunktion können Sie jedem Mitglied des Einsatzteams in aller Ruhe einzelne Order oder ganze Befehlsketten vorgeben. So legen Sie das Verhalten bei Feindkontakt fest (defensiv, aggressiv oder absolut passiv), die Geschwindigkeit (schleichen, gehen, laufen, sprinten), ob Ihre Jungs auf dem Bauch durchs Gras robben oder erhobenen Hauptes durchs Grün stapfen, wo sie Halt machen oder welchen Bereich sie sichern sollen. Fast wie bei Ubisofts Raven Shield, nur dass Sie hier direkt auf dem Schlachtfeld planen.
Heiß und kalt
... und so aus der Sicht des Taktikers.
Ihre britische SAS-Eingreifgruppe ist in ganz Europa und Nordafrika unterwegs. Los geht's in Norwegen, wo Sie eine frisch gebaute Forschungsstation der Wehrmacht inspizieren sollen. Wo Sie schon mal da sind, machen Sie gleich die Labore unbrauchbar und befreien einen abgeschossenen alliierten Piloten. Die meisten Operationen der Kampagne bestehen aus mehreren Missionen, die ihrerseits verschiedene Aufgaben stellen. Alles in allem stehen 23 Einsätze auf dem Programm. Sie sind nicht immer auf Schusters Rappen angewiesen. Hin und wieder ergibt sich auch die Gelegenheit, ein Wehrmachts-Vehikel zu requirieren, darunter Trucks ebenso wie Panzer und sogar Mini-U-Boote. Die dürfen Sie auch im Multiplayer-Modus verwenden, schon im ersten Teil eines der Highlights, das auch im Nachfolger nicht fehlen darf.

