Hereditary - Das Vermächtnis: Filmrezension zum neuen, vielversprechenden Horror-Thriller

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Test Stefan Turiak - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Szenenbild "Hereditary - Das Vermächtnis" (2017) - Familie Graham um den Esstisch versammelt.
Quelle: Splendid

Nach "The Witch" (2015), "Free Fire" (2016) und "It Comes at Night" (2017) ist "Hereditary - Das Vermächtnis" die vierte Horror-Produktion von A24, mit der Regisseur Ari Aster sein Spielfilmdebüt feiert. In der weiblichen Hauptrolle des vielversprechenden Gruselschockers ist die australische Schauspielerin Toni Collette zu sehen. Ihr Talent für solche Rollen hat Collette bereits mit dem Thriller "The Sixth Sense" bewiesen, für welchen sie 2000 sogar eine Oscarnominierung als Beste Nebendarstellerin erhalten hat. Den männlichen Gegenpart übernimmt kein geringerer als Gabriel Byrne, der bereits in der HBO-Serie "In Treatment - Der Therapeut" als Psychotherapeut glänzte.

Nach dem Tod ihrer Mutter versucht die Künstlerin Annie Graham trotz einer gespannten Beziehung so etwas wie Trauer zu empfinden. Nicht allzu einfach, denn ihre Familienhistorie ist generell von Sterben, Trauer und wahrscheinlich auch Missbrauch geprägt. Das Unglück scheint auch nach dem mütterlichen Ableben nicht abzureißen: Nach einem tragischen und grausamen Unfall droht Annies eigene Familie zu zerbrechen. Während ihr Ehemann, der Psychologe Steve, irgendwie ein normales Leben weiterführen möchte, gerät Annie immer mehr in einen Strudel aus Depressionen und Paranoia. Nicht ohne Grund, denn es scheint noch viel mehr hinter der bewegten Familiengeschichte zu stecken.

Zuviel sollte nicht über den Plot verraten werden, denn dieser steckt voller schrecklicher Wendungen, die sich langsam aber schockierend im Laufe der zwei zermürbenden Filmstunden entfalten. Das Langfilmdebüt des Regisseurs Ari Aster wälzt sich geradezu im menschlichen Leid einer Familie, die eine Tragödie nach der nächsten bewältigen muss. Darüber hinaus schafft es Aster äußerst effektiv und konsequent über die gesamte Filmlänge für eine unerbittliche Anspannung zu sorgen. Dabei setzt er nicht auf billige Schockeffekte, sondern auf eine konstante unangenehme Atmosphäre mit einer bis ins Knochenmark dringenden Musik und gänsehauterzeugenden Soundeffekten. Die ruhige Kamera fäng gleichzeitig subtile und bedrohliche Albtraumbilder ein. In einem Ensemble, das sowohl mit seinen jungen als auch erfahreneren Darstellern überzeugen kann, sticht vor allem Toni Collette als eine von Trauer zerfressende Matriarchin hervor, die versucht, mit ihren eigenen konfliktreichen Gefühlen zurechtzukommen. Ein Kinoerlebnis, das den Horrorzuschauer erschöpft zurücklassen wird.

FAZIT:
Intensives psychologisches Horrordrama, das dem Zuschauer keine Gnade oder Pause gönnt, aber auch keine billigen Schockeffekte nutzt.

Wertung zu Hereditary - Das Vermächtnis

Wertung:

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