Heli-Ballerspiel der alten Schule.
Die farbenprächtigen Explosionen sind die Glanzpunkte der ansonsten altbackenen Grafik.
Harr! Nimm das!" - "Oh, hab" ich dir etwa weh getan?" - "Autsch, pass" auf, wo du hinschießt!" Die pseudo-coolen Kommentare der beiden Helden sind ganz klar die Krönung von Heli Heroes. Was nicht heißen soll, dass das Shoot "em up ansonsten schlecht wäre. Wenn der Kampfhubschrauber in klassischer Ballerspiel-Manier über die 3D-Landschaft jagt und eine Feindformation nach der anderen zerbröselt, macht das Feuerwerk aus Explosionen, Lichteffekten und knatternden Maschinengewehren das angestaubte Spielprinzip vergessen. Obwohl, eigentlich macht Heli Heroes genau deswegen Laune: Weil die Gegner keinen Funken Intelligenz haben, weil die Hintergrundgeschichte vor Klischees trieft, weil man sich einfach - ohne viel nachzudenken - ein halbes Stündchen am Rechner entspannen kann, bis der Abzugsfinger schmerzt. Klarer Fall von Serious Sam-Syndrom. Nur vernachlässigt der Kollege aus dem Ego-Shooter-Genre die Grafik nicht gar so schlimm wie Heli Heroes. Irgendwie wirken die Levels so, als hätten die Programmierer von Reality Pump für ihr jüngstes Projekt die Engine ihres alten Echtzeit-Hits Earth 2150 ausgeliehen. Das und die langweiligen Gegner und Extrawaffen verhindern höhere Wertungsweihen.

