Haunted Vorschau: Das Adventure der Ankh-Macher provoziert Ihre Lachmuskeln
Ein transsilvanisches Zigeunerlager stellt den lebensfrohen Kontrast zu London dar.
Schock, lass nach: Während sich das Frankfurter Studio Deck 13 bisher als Gute-Laune-Garant verdingte und mit Ankh und Jack Keane fröhlich-ausgelassene Urlaubsatmosphäre auf die Schirme brachte, kommt ihr neuer Titel Haunted überraschend finster daher. Die Hauptrolle übernimmt diesmal statt eines tollpatschigen Helden das vereinsamte Waisenmädchen Mary. Nach dem mysteriösen Tod ihrer Schwester führt sie ein trauriges Leben auf Londons Straßen im 19. Jahrhundert. Doch nicht mehr lange ...
Ihr Gossendasein nimmt ein abruptes Ende, als Mary Stimmen in ihrem Kopf wahrnimmt. Nein, sie fiel nicht etwa dem Wahnsinn anheim, sondern vernimmt den verzweifelten Hilferuf ihrer verschollenen Schwester Emily. Als sie zu deren Rettung aufbricht, landet sie schließlich im Labor der durchtriebenen Professorin Lindsey Ashcroft. Die ehemalige Pathologin leidet unter einer unheilbaren Krankheit und versucht, durch zwielichtige Experimente ihren Geist in einen gesunden Körper zu transferieren. Als Ashcroft bemerkt, das Mary nicht wie erhofft tot, sondern quicklebendig ist, beauftragt die Dame ihren Handlanger Ethan, diesen Umstand schleunigst zu ändern.
Dieser chinesische Trödelladen versorgt Sie im Spielverlauf mit nützlicher Ausrüstung.
Ab hier übernimmt der Spieler das Kommando und manövriert die Protagonistin in bester Point&Click-Manier durch das gruslige Anwesen. Zwar wirkt die Flucht hektisch und es lässt den Puls durchaus steigen, dass Ihre Häscher jeden Moment durch die Tür brechen und Mary schnappen könnten, doch Haunted gibt sich klassisch. So bleibt Ihnen alle Zeit der Welt, um in Ruhe darüber zu knobeln, wie Sie aus der bedrohlichen Lage entkommen.
Während der ersten Schritte fällt bereits auf: Im Vergleich zu früheren Adventures hat sich einiges getan! Haunted nutzt die aufgebohrte Engine des Action-RPGs Venetica und sieht dementsprechend gut aus. Blitze zucken und Regen tropft durch ein zerbrochenes Glasdach (das natürlich nicht ganz ohne Ihr Zutun zersplitterte), um auf dem Fußboden Pfützen zu bilden. Natürlich greifen hier vorgefertigte Skripte und derlei optische Schmankerl werden nicht etwa physikalisch korrekt berechnet. Das tut der Optik jedoch keinen Abbruch. Haunted gehört im Bereich der 3D-Adventures zur Crème de la Crème und lässt ein Tales of Monkey Island verdammt alt aussehen. Zumal die Entwickler auch großen Wert auf eine gute Steuerung legen und somit kleinsten Bedienungsmängeln den Garaus machen: Sie können Marys Reise komplett mit der Maus bestreiten, Hotspot-Anzeigen und das dreistufige Hilfesystem vermeiden Frust, und wenn Sie die linke Maustaste gedrückt halten, folgt Ihre Figur in bester Diablo-Manier dem Mauszeiger. Bravo, sehr komfortabel.
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Naja, es kommen einige Spiele heraus die Potenzial haben, aber die Anzahl ist doch recht überschaulich. :-]
Mir fallen da nur Haunted und The Whispered World ein, die demnächst erscheinen.